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Stichwörter zum Buchstaben D

Dakar Framework for Action
Debt swap (Schuldenumwandlung)

Der Begriff "debt swap" (auf Deutsch: Schulden­umwandlung) bezeichnet eine Entschuldung mit bestimmten Auflagen. Dabei werden einem Ent­wick­lungs­land Schulden unter der Bedingung erlassen, dass die frei­werdenden Mittel in konkrete Entwicklungs­projekte im eigenen Land investiert werden. Meist ist auch eine Eigen­beteiligung vorgeschrieben.

Schuldenumwandlungen haben sich als wichtiges entwicklungs­politisches Instrument bewährt. Deutsch­land führt seit 1993 Schulden­umwandlungen auf bilateraler Ebene durch.

Ausführliche Informationen über Schuldenumwandlungen finden Sie hier

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Demokratie

Wesentliche Merkmale von Demokratien sind Gewaltenteilung und -kontrolle, Rechtsstaatlichkeit, freie und faire Wahlen, Mehr­par­teien­systeme, gesell­schaft­liche Beteiligung an politischen Ent­scheidungs- und Um­setzungs­proze­ssen (Partizipation), Meinungs- und Presse­freiheit sowie die Achtung der Menschen­rechte. Keine Staats­form hat sich als erfolg­reicher, mensch­licher und ent­wick­lungs­förder­licher erwiesen, als die Demokratie. Um politische Reform­pro­zesse zu unter­stützen, hat Deutsch­land mit zahl­reichen Part­ner­län­dern eine Ent­wick­lungs­zusam­men­arbeit mit dem Schwer­punkt "Demokratie, Zivilgesellschaft, öffentliche Verwaltung (Governance)" vereinbart.

Ausführliche Informationen über entwicklungspolitische Ansätze zur Förderung der Demokratie finden Sie hier

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Demokratieförderung

Demokratie ist das bisher einzige politische System, das Men­schen po­li­tische und bürger­liche Frei­hei­ten und das Recht auf politische Teil­habe garantiert. Um De­mo­kra­ti­sie­rungs­pro­zesse und den Aufbau von Rechts­staaten zu fördern, hat Deutsch­land mit zahl­reichen Part­ner­ländern eine Ent­wick­lungs­zu­sam­menarbeit mit dem Schwer­punkt "Demokratie, Zivilgesellschaft, öffentliche Verwaltung (Governance)" vereinbart. Das BMZ engagiert sich insbesondere für den Schutz der Menschenrechte, die politische Teil­habe aller Bevölkerungsschichten und die Medienfreiheit.

Ausführliche Informationen über entwicklungspolitische Ansätze zur Demokratieförderung finden Sie hier

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Demokratische Republik Kongo

Ausführliche Informationen über die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit mit der Demokratischen Republik Kongo finden Sie hier

Desertifikation

Trocken­gebiete machen rund 40 Prozent der Land­fläche der Erde aus. Sie bilden den Lebens­raum für einen großen Teil der Welt­bevölkerung. Von Desertifikation spricht man, wenn in diesen Gebieten die natür­lichen Ressourcen Boden, Wasser und Vege­ta­tion be­einträch­tigt oder zerstört werden und sich nicht rege­ne­rieren können. Starkes Bevölkerungs­wachstum und Armut zwingen viele Menschen dazu, Acker- und Weide­flächen zu stark zu be­anspruchen. Die Folge: Die Böden laugen aus, versalzen oder versanden, die Vegetation geht zurück, die Wasser­reserven schwinden. Das Land wird un­frucht­bar und verödet.

Die 50 am wenigsten entwickelten Länder der Welt (Least Developed Countries, LDC) sind besonders von diesem Prozess der schleichenden Wüsten­bildung betroffen. Durch Ver­besse­rung der Lebens- und Umwelt­bedingungen in ihren Kooperations­ländern zielt die deutsche Entwicklungs­zusammen­arbeit darauf ab, den Teufels­kreis aus Armut und Boden­zerstörung zu durch­brechen.

Ausführliche Informationen über entwicklungs­politische Ansätze zur Bekämpfung der Desertifikation finden Sie hier

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Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammen­arbeit (GIZ) ent­stand am 1. Januar 2011 durch die Fu­sion der drei staat­lichen Durch­füh­rungs­orga­ni­sa­tionen Deutsche Gesell­schaft für Tech­nische Zu­sam­men­arbeit (GTZ), Deutscher Ent­wick­lungs­dienst (DED) und InWEnt (Inter­na­tio­nale Wei­ter­bil­dung und Ent­wick­lung gGmbH). Die GIZ bün­delt die Kom­pe­tenzen und lang­jäh­rigen Er­fah­rungen dieser drei Organisationen.

Als Bundesunternehmen unterstützt die GIZ die Bundes­re­gie­rung bei der Er­rei­chung ihrer ent­wick­lungs­poli­tischen Ziele. Sie för­dert die inter­natio­nale Zu­sam­men­arbeit für nachhaltige Entwicklung und die inter­natio­nale Bil­dungs­arbeit. Grund­lage sind die Grund­sätze und Ziele, die das BMZ für die deutsche Ent­wick­lungs­politik formuliert.

Die GIZ engagiert sich in mehr als 130 Län­dern und be­schäf­tigt welt­weit etwa 17.000 Mit­ar­bei­terinnen und Mit­ar­beiter – etwa 70 Pro­zent von ihnen sind ein­hei­mische Kräfte. Hin­zu kom­men rund 1.100 Ent­wick­lungs­hel­ferinnen und -helfer, 700 inte­grierte und 455 rück­keh­rende Fach­kräfte, etwa 700 ein­hei­mische Fach­kräfte in Partner­orga­ni­sa­tionen sowie 820 Teil­neh­mer­innen und Teil­neh­mer am ent­wick­lungs­poli­tischen Frei­wil­ligen­dienst "welt­wärts". Die GIZ hat Sitze in Bonn und Esch­born sowie weitere Stand­orte in 14 Bun­des­ländern. Das Ge­schäfts­volumen be­trug zu­letzt rund 1,9 Mil­liarden Euro (Schät­zung Dezember 2010).

Ausführliche Informationen über die GIZ finden Sie hier

Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ)

Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammen­arbeit GmbH (GTZ) gibt es seit dem 1. Januar 2011 nicht mehr. Sie ist – ge­mein­sam mit dem DED (Deutscher Ent­wick­lungs­dienst) und InWEnt (Inter­na­tio­nale Wei­ter­bil­dung und Ent­wick­lung gGmbH) – in der Deutschen Ge­sell­schaft für Inter­na­tio­nale Zu­sam­men­arbeit (GIZ) aufgegangen.

Die GTZ war seit 1975 weltweit auf dem Gebiet der Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit tätig. Sie war ein pri­vat­wirt­schaft­liches Unter­neh­men im Be­sitz der Bun­des­republik Deutschland.

Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG)

Die DEG - Deutsche Investitions- und Ent­wick­lungs­gesell­schaft mbH ist ein Tochter­unter­nehmen der KfW. Ihre Auf­gabe ist es, pri­vate unter­neh­merische Ini­tia­tiven in Entwick­lungs- und Reform­ländern zu för­dern. Dazu stellt sie pri­vaten Unter­neh­men lang­fristiges Ka­pi­tal für Inves­ti­tionen in die­sen Län­dern zur Ver­fügung. Sie enga­giert sich dabei aus­schließ­lich in Pro­jekten, die ent­wick­lungs­poli­tisch sinn­voll sowie umwelt- und sozial­verträglich sind.

Ausführliche Informationen über die DEG - Deutsche Investitions- und Ent­wick­lungs­gesell­schaft finden Sie hier

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist eine gemeinsame Einrichtung der deutschen Hochschulen. Er hat die Aufgabe, die Hoch­schul­beziehungen mit dem Ausland durch den Austausch von Studierenden und Graduierten sowie Wissen­schaft­lerinnen und Wissenschaftlern zu fördern. Seine Pro­gram­me richten sich an Menschen im In- und Ausland. Das Bundes­ministerium für wirt­schaft­liche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt ent­wick­lungs­politisch orientierte Pro­gram­me des DAAD mit eigenen Haushaltsmitteln.

Ausführliche Informationen über den DAAD finden Sie hier

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Deutscher Entwicklungsdienst (DED)

Den Deutschen Entwicklungs­dienst (DED) gibt es seit dem 1. Januar 2011 nicht mehr. Er ist – ge­mein­sam mit der GTZ (Deutsche Ge­sell­schaft für Tech­nische Zu­sam­men­arbeit) und InWEnt (Inter­natio­nale Wei­ter­bil­dung und Ent­wick­lung gGmbH) – in der Deutschen Gesell­schaft für Inter­natio­nale Zu­sam­men­arbeit (GIZ) aufgegangen.

Der DED war einer der führenden euro­päischen Per­sonal­ent­sende­dienste. Er wurde 1963 als gemein­nüt­zige Ge­sell­schaft mbH ge­grün­det. Ge­sell­schafter war die Bun­des­republik Deutschland.

Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV)

Als Dachverband deutscher Genossenschaftsorganisationen vertritt der Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV) seine Mitglieder in wirtschafts-, rechts- und steuer­po­li­ti­schen Belangen. Das entwicklungs­politische Engagement des DGRV hat das Ziel, durch fachliche Beratung lokale unter­neh­me­rische Initiative und Wirtschafts­kraft sowie sich selbst tragende Genossenschaften in Ent­wick­lungs­ländern zu fördern. Zusammen mit dem BMZ fördert der DGRV Projekte in Afrika, Latein­amerika, Asien, Mittel- und Südosteuropa.

Ausführliche Informationen über den DGRV finden Sie hier

Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE)

Das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) befasst sich mit entwicklungspolitischer Forschung, Politikberatung und Aus­bildung. Gesellschafter der Einrichtung sind die Bundesrepublik Deutschland und das Land Nordrhein-Westfalen. Das Institut erstellt unter anderem Gutachten zu ent­wick­lungs­politischen Themen für das BMZ und andere öffentliche Institutionen im In- und Ausland.

Ausführliche Informationen über das DIE finden Sie hier

Deutsche Welle (DW)

Die Deutsche Welle ist der öffentlich-rechtliche Auslandsrundfunk Deutschlands. Das Angebot des Senders umfasst DW-Radio, DW-Fernsehen und DW-Online. Im Auftrag des BMZ veranstaltet die "Deutsche Welle-Akademie" unter anderem Fortbildungs- und Beratungskurse für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Partner­sendern weltweit.

Ausführliche Informationen über die Deutsche Welle finden Sie hier

Development Gateway Foundation (DGF)

Die Development Gateway Foundation (DGF) wurde 2001 ge­grün­det, um durch den Einsatz von Informations- und Kom­mu­ni­ka­tions­tech­no­lo­gien (IKT) die "digitale Kluft" zwischen Ent­wick­lungs- und Industrie­ländern zu verringern. Die Stiftung bringt öffentliche und private Partner im Internet zusammen, um ihnen Zugang zu entwicklungs­relevantem Wissen zu vermitteln.

Ausführliche Informationen über die Development Gateway Foundation finden Sie hier

Dezentralisierung

De­zen­tra­li­sie­rung bedeutet nach dem Verständnis der deutschen Ent­wick­lungs­po­li­tik die Über­tragung staat­licher Zuständig­keiten – politische Entscheidungs­befugnisse, administrative Ver­ant­wor­tung, finan­zielle Ressourcen – auf die Ebene von Regionen und Kommunen eines Landes. Dadurch können staatliche Dienst­leis­tun­gen verbessert, öffent­liche Ressourcen trans­pa­ren­ter, effektiver und bedarfs­gerechter eingesetzt und politische Beteiligungs­prozesse gestärkt werden.

Das BMZ betrachtet De­zen­tra­li­sie­rung als Schlüssel­faktor für Demokratie und gute Regie­rungs­führung. Deutsch­land fördert in zahl­reichen Ko­ope­ra­tions­ländern Dezentralisierungs­prozesse, damit die Bedürfnisse der Bevölkerung bei politischen Entscheidungen besser berücksichtigt werden.

Ausführliche Informationen über das deutsche En­gage­ment im Bereich De­zen­tra­li­sie­rung finden Sie hier

Do-no-harm-Prinzip

"Do no harm" heißt übersetzt "richte keinen Schaden an". Nach dem "Do-no-harm-Prinzip" sollen nicht beabsichtigte un­er­wünschte Folgen von Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit früh­zeitig erkannt, ver­mieden und ab­ge­fe­dert werden. Vor allem Pro­gram­me in Kri­sen­situa­tionen müssen nach diesem Prinzip "konflikt­sensibel" gestaltet werden. Un­gewollte Wir­kungen von Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit können zum Beispiel durch das Auf­treten von aus­ländischen Experten und die Ver­teilung von Res­sourcen ausgelöst werden und in Kriegs- oder Spannungs­gebieten schlimmsten­falls zur Eskalation von Konflikten beitragen.

Dreieckskooperation

Schwellen­länder übernehmen in der Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit eine immer aktivere Rolle: Sie sind zunehmend in der Lage, andere Ent­wick­lungs­länder mit Fachwissen sowie finanziellen und personellen Ressourcen zu unterstützen. Dieses wachsende En­gage­ment ermöglicht eine neue Form der ent­wick­lungs­po­litischen Zu­sam­men­ar­beit – die Dreieckskooperation.

Eine in­ter­national standardisierte Definition für Dreieckskooperationen gibt es nicht. In der deutschen Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit wird ein Ansatz verfolgt, bei dem Deutsch­land als traditionelles Geberland gemeinsam mit einem Schwellen­land als zweitem Geber ein Ent­wick­lungs­land unterstützt. Empfängerländer können alle Ko­ope­ra­tions­länder der deutschen Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit sein.

Dreieckskooperationen fördern den in­ter­na­ti­o­nalen Wissensaustausch und das gemeinsame Lernen. Außerdem tragen sie dazu bei, die Wirksamkeit von Entwicklungsvorhaben zu verbessern. Es gibt sie inzwischen weltweit und zu den unterschiedlichsten Themen, zum Beispiel Wasser, ländliche Ent­wick­lung, nach­hal­tige Wirt­schafts­ent­wick­lung, Umwelt, Bildung oder gute Regie­rungs­führung.

Ausführliche Informationen zu Dreieckskooperationen mit deutscher Beteiligung finden Sie hier.

Durchführungsorganisationen

Das BMZ be­auf­tragt die Durch­füh­rungs­orga­ni­sa­tionen mit der Um­set­zung der ent­wick­lungs­poli­tischen Vor­haben der Bun­des­regierung. Zu den Auf­gaben dieser Orga­ni­sa­tionen gehören unter anderem:

  1. die Durchführung von Projekten der finan­ziellen und der tech­nischen Zusammenarbeit

  2. die Vorbereitung und Entsendung von deutschen Fach­kräften und Ent­wick­lungs­hel­fer­innen und Entwicklungshelfern

  3. die berufliche Fortbildung von Fach- und Füh­rungs­kräften aus den Partnerländern

Die einzelnen Durchführungs­organisationen haben hoch spezia­li­sierte Fähig­keiten ent­wick­elt und koope­rieren bei ihrer Ar­beit in den Partner­ländern mit­ein­ander. Hier­zu zählen unter anderem die KfW Entwicklungsbank, die DEG und die GIZ.

Ausführliche Informationen über die Durchführungsorganisationen finden Sie hier.

dvv international

Der Deutsche Volkshochschul-Verband (dvv) engagiert sich auch international in der Er­wach­senen­bildung. In Entwicklungs- und Trans­for­ma­tions­ländern fördert das Institut für Internationale Zusammenarbeit des Deutschen Volks­hoch­schul-Verbandes (dvv international) mit Unterstützung des BMZ die Grund- und Weiter­bildung von Jugendlichen und Erwachsenen, die Aus- und Fortbildung von Fachkräften sowie die Stärkung von Strukturen der Erwachsenenbildung.

Ausführliche Informationen über dvv international finden Sie hier

Lexikon der Entwicklungspolitik

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