Hauptinhalt

Service

Lexikon

aufgeschlagene Bücher in einer Bibliothek

  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z

Stichwörter zum Buchstaben B

BACKUP-Initiative

Die BACKUP-Initiative, die die GIZ im Auf­trag des BMZ um­setzt, ist der deutsche Bei­trag zur bes­seren Nut­zung inter­natio­naler Finanz­mit­tel im Ge­sund­heits­sektor. BACKUP steht für "Building Alliances – Creating Knowledge – Updating Partners". Frei über­setzt heißt das "Bünd­nisse bil­den – Wis­sen schaffen – Partner auf den neusten Stand bringen". Den Part­ner­län­dern wird durch die Ini­tia­tive der Zu­gang zu glo­balen Finanz­mitteln er­leich­tert. Außer­dem wer­den sie bei der Quali­täts­sicherung im Ge­sund­heits­wesen und bei Maß­nah­men gegen AIDS, Tuber­ku­lose und Mala­ria unterstützt.

Die neue Urban-BACKUP-Initiative richtet sich an Klein- und Mittel­städte in Ent­wick­lungs­ländern. Sie zielt auf eine armuts­orien­tierte Stadt­ent­wick­lung ab, um lang­fristig die Lebens­be­din­gungen städtischer Armer zu ver­bes­sern. Lokale Part­ner wer­den da­bei unter­stützt, Kom­munen kom­pe­tent zu Stadt­ent­wick­lungs­themen, Instru­menten und Finan­zie­rungen zu be­ra­ten. Themen sind zum Bei­spiel die Basis­infra­struktur oder die po­li­ti­sche Teil­habe armer und be­nach­teiligter Be­völ­ke­rungs­gruppen. Erstes Pilot­land ist Ghana.

Das könnte Sie auch interessieren:

Bangladesch

Ausführliche Informationen über die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit mit Bangladesch finden Sie hier

Barcelona-Prozess

Im November 1995 wurde auf einer Außen­minister­konferenz in Barcelona die Euro-Mediterrane Partner­schaft ins Leben gerufen. Ziel der Partner­schaft war, zwischen den damals 15 Mitglieds­staaten der Europäischen Union und zwölf Anrainer­staaten des Mittel­meer­raumes eine Zone des Friedens, der Demokratie, der Stabilität, der Zusammen­arbeit und des Wohl­stands zu schaffen. Diese Partner­schaft wird auch Barcelona-Prozess genannt. Sie wurde 2008 zur Union für den Mittelmeerraum (UfM) erweitert.

Ausführliche Informationen über den Barcelona-Prozess finden Sie hier

Das könnte Sie auch interessieren:

Behinderung
Beigeordnete Sachverständige

Das Programm "Beigeordnete Sach­verständige" (englisch: Junior Professional Officers, JPO) ermöglicht deutschen Nach­wuchs­kräften mit erster Berufs­erfahrung den Einstieg in inter­nationale Orga­ni­sa­tio­nen. Deutsch­land hat zu diesem Zweck mit etwa 30 inter­nationalen Orga­ni­sa­tio­nen Abkommen zur Ent­sendung von Beigeordneten Sach­verständigen geschlossen. Für das JPO-Programm ist das Bundes­ministerium für wirt­schaft­liche Zusammen­arbeit und Ent­wick­lung (BMZ) feder­führend verantwortlich.

Mehr Informationen über das Programm "Beigeordnete Sachverständige" finden Sie hier

Das könnte Sie auch interessieren:

Benin

Ausführliche Informationen über die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit mit Benin finden Sie hier

Beratungsgruppe für internationale Agrarforschung (CGIAR)

Die Beratungsgruppe für internationale Agrarforschung (Con­sul­tative Group on International Agricultural Research, CGIAR) ist ein internationales Agrar­for­schungs­netz­werk mit 15 Zentren auf vier Kon­ti­nen­ten. Die Institute erarbeiten vor allem Lösungs­mög­lich­kei­ten für die Er­näh­rungs­pro­bleme der Ent­wick­lungs­länder. Sie forschen über die wichtigsten Nahrungs­kulturen oder suchen nach Verbesserungen beim Management natürlicher Ressourcen in der Landwirtschaft. Die Ergebnisse der Forschungs­zentren sind allgemein zugänglich und dürfen nicht patentiert werden.

Ausführliche Informationen über CGIAR finden Sie hier

Das könnte Sie auch interessieren:

Beratungsstelle für private Träger in der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit (bengo)

Die Beratungsstelle für private Träger in der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit (bengo) unterstützt im Auftrag des BMZ private Orga­nisationen und entwicklungspolitisch engagierten Gruppen beim Zugang zu öffentlichen Fördermitteln sowie bei der Durch­führung ihrer Projekte. Im Mittelpunkt stehen dabei kleine ehrenamtlich tätige Nichtregierungsorganisationen (NROs). Zu den Klienten von bengo gehören auch NROs aus den Entwicklungsländern.

Ausführliche Informationen über bengo finden Sie hier

Bericht über die menschliche Entwicklung (HDR)

Seit 1990 veröffentlicht das Entwicklungs­programm der Vereinten Nationen (United Nations Development Programme, UNDP) jährlich einen Bericht über die mensch­liche Entwicklung (Human Development Report, HDR). Ein unabhängiges Experten­team unter­sucht dafür entwicklungs­politische Fragen von globaler Bedeutung.

Zentraler Bestand­teil des Berichts ist der Index der mensch­lichen Entwicklung (HDI), eine Rang­liste, die den unter­schied­lichen Entwicklungs­stand der Länder der Welt aufzeigt.

Ergänzend zum globalen HDR erscheinen regionale, nationale und lokale Berichte sowie Sonder­publikationen zu verschiedenen Aspekten mensch­licher Entwicklung.

Das könnte Sie auch interessieren:

Berufe in der Entwicklungszusammenarbeit

Das Berufs­feld Entwicklungs­zusammen­arbeit bietet im In- und Ausland viel­fältige Einsatz­möglich­keiten.

Ein Engagement in Entwicklungs­ländern ist unter anderem als Ent­wick­lungs­helfer, Fach­kraft oder Gut­achter möglich. Hinzu kommen Angebote für befristete Arbeits- oder Studien­aufent­halte und Pro­gramme der ent­wick­lungs­poli­ti­schen Nach­wuchs­förderung. Die Band­breite der Berufe ist sehr groß, sie reicht von Ärzten und Pflegern über Hand­werker und Ingenieure bis hin zu Juristen und Päda­gogen. Auch in Deutsch­land bietet die Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit viele beruf­liche Chancen, unter anderem für Büro­fach­kräfte und Sach­bearbeiter, Betriebs­wirte und Wissen­schaftler, Jour­na­listen und Medien­gestalter.

Als Arbeit­geber kommen zahl­reiche nationale und inter­nationale Orga­ni­sa­tionen in Frage. Dazu zählen staat­liche Insti­tu­tio­nen wie das Bun­des­ministerium für wirt­schaft­liche Zusammen­arbeit und Ent­wick­lung (BMZ) und die Durch­führungs­organisationen sowie multi­laterale Orga­ni­sa­tio­nen wie die Euro­päische Union und die Ver­einten Nationen. Wichtige Akteure der Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit sind außerdem die inter­national tätigen Nicht­regierungs­organisationen.

Ausführliche Informationen über berufliche Chancen in der Entwicklungszusammenarbeit finden Sie hier

Berufliche Bildung

Für die deutsche Bundesregierung ist die berufliche Bildung ein Schlüsselbereich ihres entwicklungspolitischen Engagements. Die Förderung zielt primär auf die Entwicklung von praxisorientierten, an den Bedarf der Wirtschaft angepassten Berufs­bil­dungs­syste­men ab. Dabei orientiert man sich an den erfolg­reichen Schlüs­sel­merk­malen der dualen Berufs­ausbildung in Deutschland, die je nach Partnerland bedarfsgerecht angepasst werden: enge Ko­operation von Staat und Wirtschaft, Lernen im Arbeits­prozess, ge­sell­schaft­liche Akzeptanz all­gemein­ver­bind­licher Standards, Qua­li­fi­zierung von Berufs­bil­dungs­personal und in­sti­tu­tio­na­li­sierte Berufs­bil­dungs­forschung. Ziel des Engagements ist es, über die Vermittlung hochwertiger und nachfrageorientierter beruflicher Bildung für eine große Anzahl von Menschen in den Partnerländern die Chancen auf Beschäftigung und Einkommen zu erhöhen.

Ausführliche Informationen über das deutsche Engagement im Bereich Berufliche Bildung finden Sie hier

Das könnte Sie auch interessieren:

Bevölkerungsdynamik

Jeder Mensch hat das Recht auf un­einge­schränk­tes körper­liches und seelisches Wohl­befinden in allen Bereichen der Sexualität und Fort­pflanzung. Staat­liche Maß­nahmen, die Größe, Wachs­tum und räum­liche Ver­tei­lung der Ein­wohner­schaft beeinflussen, bedeuten einen Ein­griff in die intimsten Bereiche des mensch­lichen Lebens.

Andererseits hängen viele Ent­wick­lungs­probleme wie Armut, Ressourcen­knapp­heit oder Konflikte eng mit dem Bevölkerungs­wachstum zusammen. Eine ethisch legi­ti­mierte Be­völ­ke­rungs­politik muss daher sowohl die individuellen Menschen­rechte schützen als auch eine nach­haltige Ent­wick­lung fördern. Sie darf nicht nur die Ver­min­de­rung der Geburten­raten zum Ziel haben, sondern muss die Ver­besse­rung der Lebens­qualität anstreben.

Ausführliche Informationen über das Thema Be­völ­ke­rungs­dynamik finden Sie hier

Das könnte Sie auch interessieren:

Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA)

Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (United Nations Population Fund, UNFPA) beschäftigt sich mit Fragen der re­pro­duk­tiven Gesundheit und der Bevölkerungsentwicklung in den Ent­wick­lungs­ländern. Seine Aufgabe ist es, weltweit das Be­wusst­sein für diese Themen zu fördern. UNFPA unterstützt Pro­gramme, die Frauen, Männern und jungen Menschen bei der Fa­mi­lien­planung helfen und ungewollte Schwangerschaften ver­hin­dern. Er setzt sich für eine qualifizierte Betreuung von Schwan­ger­schaften und Geburten ein und hilft, durch Auf­klä­rungs­arbeit die Verbreitung von HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten einzudämmen. Der UNFPA setzt sich außerdem für Chancengleichheit ein und bekämpft Gewalt gegen Frauen.

Ausführliche Informationen über den UNFPA finden Sie hier

Bevölkerungswachstum

Innerhalb der ver­gan­ge­nen hundert Jahre hat sich die Mensch­heit nahezu ver­vier­facht. Seit Ende 2011 leben erst­mals mehr als sieben Milliarden Menschen auf der Erde. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wird sich das Be­völ­ke­rungs­wachs­tum fort­setzen: Bis zur Mitte des 21. Jahr­hunderts wird die Welt­bevölkerung dem­nach auf mehr als neun Milliarden Menschen ansteigen.

Das Bevölkerungs­wachstum ist jedoch regional sehr unter­schied­lich aus­ge­prägt. Es findet fast aus­schließ­lich in Entwicklungs­ländern statt. In einigen Ländern Subsahara-Afrikas und Süd­asiens wird sich die Bevölkerung inner­halb der nächsten Jahr­zehnte höchst­wahr­schein­lich verdoppeln.

Die Folgen dieses Wachs­tums sind nicht ein­deutig abzuschätzen, aber viele Ent­wick­lungs­probleme wie Armut, fehlende Bildung, mangelnde Gesundheit, gewalt­tätige Konflikte oder die Zerstörung der Umwelt sind eng mit dem Anstieg der Bevölkerung verbunden.

Damit alle Menschen selbst­bestimmt und würde­voll leben können und eine nach­haltige Entwicklung möglich wird, muss das Wachstum der Welt­bevölkerung ab­ge­schwächt werden. Die Ver­wirk­lichung sexueller und repro­duktiver Gesund­heit und Rechte ist dafür eine entscheidende Voraus­setzung. Dabei müssen vor allem die Rechte von Frauen und Mädchen gestärkt und ihre Bildungs­chancen ver­bessert werden, damit sie gleich­berechtigt über Schwanger­schaft, Familien- und Lebens­planung mit­entscheiden können.

Das könnte Sie auch interessieren:

Bilaterale Zusammenarbeit

Bilaterale Zusammenarbeit ist die direkte, ver­trag­lich ver­ein­barte Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit zwischen Deutsch­land und einem Part­ner­land – etwa, wenn die Bun­des­repub­lik einem Ent­wick­lungs­land einen günstigen Kredit ver­mit­telt oder wenn deutsche Experten Klein­bauern in Afrika be­raten. Diese Form der Zu­sam­men­arbeit be­ruht im We­sent­lichen auf zwei Instru­menten: der Finan­ziellen und der Tech­nischen Zu­sam­men­arbeit.

Ausführliche Informationen zur bilateralen Zusammenarbeit des BMZ finden Sie hier

Bildung

"Bildung für alle" ist das Ziel der internationalen und auch der deutschen Entwicklungspolitik. Das BMZ engagiert sich in seinen Partnerländern sowohl im Bereich der Grundbildung als auch im Bereich der beruflichen Bildung und der Hochschulbildung.

Ausführliche Informationen über das deutsche Engagement im Bereich Bildung finden Sie hier

Bildung für alle

Im März 1990 veranstaltete die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissen­schaft und Kultur (UNESCO) die erste Welt­konferenz zum Thema "Bildung für alle". Die Teil­nehmer ver­abschiedeten dabei die Welt­deklaration "Bildung für alle" (Education for All, EFA), zu deren Zielen unter anderem der all­gemeine Zugang zur Primar­schul­bildung, die qualitative Ver­besserung der Grundbildung und die Senkung der An­alphabeten­rate bei Erwachsenen gehören.

Die Erkenntnisse und Ziele der Welt­konferenz "Bildung für alle" wurden im Jahr 2000 auf dem Welt­bildungs­forum in Dakar im Aktionsplan von Dakar konkre­ti­siert. Zudem sind sie in viele weitere inter­nationale Über­einkommen eingegangen, unter anderem in die Millenniums­entwicklungs­ziele.

Das könnte Sie auch interessieren:

Bildungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB-Bildungswerk)

Das Bildungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) ist zuständig für allgemeine, politische und gewerkschaftliche Wis­sens­vermittlung und Weiterbildung. Arbeitsschwerpunkte sind die Stärkung der Mitbestimmungsrechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, der Einsatz für Menschen- und Gewerk­schafts­rechte und die Durchsetzung von sozialen Mindest­standards und Kernarbeitsnormen. In Kooperation mit Gewerkschaften sowie europäischen und internationalen Projektpartnern führt das Bildungswerk Entwicklungs- und Beratungsprojekte durch.

Ausführliche Informationen über das DGB-Bildungswerk finden Sie hier

Biodiversität

Der Begriff Biodiversität oder biologische Vielfalt umfasst die Viel­falt der Ökosysteme, der Tier- und Pflanzenarten und die ge­ne­tische Viel­falt. Nach wis­sen­schaft­lichen Schätzungen befinden sich rund 80 Prozent der heute auf der Erde vorhandenen bio­lo­gischen und genetischen Res­sourcen in Ent­wick­lungs­ländern. Doch seit einigen Jahr­zehn­ten vermindert sich weltweit die Bio­di­ver­si­tät mit be­denk­licher Ge­schwin­dig­keit: Natür­liche Lebens­räume werden ver­nichtet, und die Aus­ster­be­rate von Tieren und Pflanzen ist heute durch mensch­lichen Ein­fluss bis zu zehn­tau­send­mal höher als unter na­tür­lichen Bedingungen.

Der Erhalt der bio­lo­gischen Vielfalt ist zusam­men mit der Bewäl­tigung des Klimawandels eine der größten Heraus­for­derungen der Mensch­heit. Die Lösung beider He­raus­for­de­rungen ent­schei­det darüber, welche Ent­wick­lungs- und An­pas­sungs­mög­lich­keiten wir nachfolgenden Generationen offen halten. Der Erhalt der Biodiversität ist in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ein Quer­schnitts­thema, das bei allen Vorhaben berück­sichtigt wird, und zugleich ein eigenes ent­wick­lungs­po­litisches Arbeits­feld. In diesem Arbeitsfeld werden Strategien und Arbeitsweisen entwickelt, um Ökosysteme in ihrer Gesamtheit zu bewahren und nachhaltig zu nutzen.

Ausführliche Informationen über entwicklungspolitische Ansätze zum Erhalt der Biodiversität finden Sie hier

Das könnte Sie auch interessieren:

Biodiversitätskonvention (Übereinkommen über die biologische Vielfalt)

Das wichtigste internationale Abkommen zum Schutz der Bio­di­ver­sität ist das Übereinkommen über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD), auch als Bio­di­ver­si­täts­kon­ven­tion bekannt. Es wurde 1992 in Rio de Janeiro ver­ab­schie­det. Bislang sind dem Abkommen 196 Staaten (inklusive der EU-Kom­mis­sion) beigetreten (Stand: Februar 2016). Die drei gleich­berech­tigten Ziele der Konvention sind der Schutz und die nach­hal­tige Nutzung der bio­lo­gischen Vielfalt sowie die gerechte Auf­teilung der Gewinne, die aus der Nutzung genetischer Res­sour­cen entstehen. Grund­gedanke ist dabei, dass die biologische Vielfalt nur dann langfristig erhalten werden kann, wenn die Chancen und Gewinne aus der nachhaltigen Nutzung der Natur allen beteiligten Gruppen gleichermaßen zugutekommen.

In regelmäßigen Abständen treffen sich die Vertragsstaaten der CBD, um den Stand der Umsetzung zu diskutieren und dem Prozess neue Impulse zu verleihen. Die Ziele der CBD stehen im Mittelpunkt des entwicklungspolitischen Engagements Deutschlands im Arbeitsfeld Umwelt- und Ressourcenschutz.

Ausführliche Informationen über das deutsche Engagement zur Biodiversitätskonvention und ihrer Umsetzung finden Sie hier

Biologische Sicherheit

Mit der Anwendung gentechnischer Methoden in der Land­wirt­schaft werden große Hoffnungen für die Welt­er­näh­rung ver­knüpft. Ihre Ein­führung kann jedoch weit­rei­chende öko­logische, wirt­schaft­liche, gesell­schaft­liche und kul­tu­relle Kon­se­quen­zen haben. Deshalb müssen die von gentechnisch veränderten Or­ga­nismen (GVO) ausgehenden Risiken überprüft werden, bevor diese in den Verkehr gebracht werden. Die biologische Sicherheit gentechnisch veränderter Organismen ist ein wichtiger Bereich des entwicklungspolitischen Engagements Deutschlands im Arbeits­feld Umwelt- und Ressourcenschutz. Deutschland unter­stützt seine Part­ner­län­der bei der Um­setzung des Cartagena-Protokolls, in dem verbindliche Regeln über den grenz­über­schrei­ten­den Handel mit GVO festgelegt sind.

Ausführliche Informationen über das deutsche Engagement im Bereich der Biologischen Sicherheit finden Sie hier

Biologische Vielfalt
BMZ-Haushalt
Boden

Der Boden ist als Grundlage für Ackerbau und Viehwirtschaft eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen des Menschen. Doch vor allem in den Trockengebieten Afrikas, Asiens und Südamerikas werden Böden großflächig durch eine zu intensive land­wirt­schaft­liche Nutzung zerstört. Derartig übernutzte Böden können nicht mehr genügend Wasser speichern, werden vom Wind ab­ge­tra­gen, versalzen oder versanden. Das BMZ setzt sich aktiv für den Erhalt der Böden ein, unter anderem durch die Bekämpfung der Desertifikation. Deutsche Expertinnen und Experten beraten zum Beispiel Regierungen bei der Erarbeitung von Bodenreformen und entwickeln gemeinsam mit Bauern und Viehzüchtern schonende Verfahren der Bewirtschaftung.

Ausführliche Informationen über das deutsche Engagement im Bereich Boden finden Sie hier

Bodendegradierung

Der Boden ist als Grund­lage für Acker­bau und Vieh­wirt­schaft eine der wichtig­sten natür­lichen Ressourcen des Menschen. Doch gutes Acker- und Weide­land wird immer knapper: In den ver­gan­ge­nen 40 Jahren musste ein Drittel der welt­weiten Acker­flächen aufgegeben werden.

Ein wesentlicher Grund dafür ist Boden­degradierung – ein Prozess, der dazu führt, dass die betroffenen Böden immer weniger für eine land­wirt­schaft­liche Nutzung geeignet sind. Laut Definition der Ernährungs- und Land­wirt­schafts­organisation der Vereinten Nationen (FAO) können sechs spezifische Phäno­mene dazu bei­tragen: Wasser­erosion, Wind­erosion, Ver­nässung und Ver­salzung, chemische De­gra­die­rung, physi­ka­li­sche De­gra­die­rung und bio­lo­gische De­gra­die­rung. Im Unter­schied zum umfassenderen Begriff der Desertifikation bezieht sich Boden­degradierung vor­rangig auf die Frucht­bar­keit und Pro­duk­ti­vi­tät des Bodens.

Boden­degradierung kann natürliche Ursachen haben, ist aber in zunehmendem Maße vom Menschen ver­ursacht. Ein­seitiger Anbau, falsche Bewässerung, un­ver­hält­nis­mäßiger Einsatz von Pestiziden, intensive Bebauung oder über­mäßige Nutzung als Folge von Bevölkerungs­wachstum stören das biologische Gleich­gewicht und können Böden unbrauchbar machen. Besonders in Entwicklungs­ländern sind sehr viele Menschen davon betroffen, da sie direkt oder indirekt von der Land­wirt­schaft abhängig sind. Der Schutz der Böden und der Kampf gegen Boden­degradierung und Deser­ti­fi­ka­tion sind daher wichtige Aufgaben der Entwicklungs­politik. Deutsch­land ist in diesem Bereich einer der größten Geber weltweit.

Ausführliche Informationen über das Thema Boden­schutz finden Sie hier

Bolivien

Ausführliche Informationen über die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit mit Bolivien finden Sie hier

Bosnien und Herzegowina

Ausführliche Informationen über die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit mit Bosnien und Herzegowina finden Sie hier

Brasilien

Ausführliche Informationen über die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit mit Brasilien finden Sie hier

Bremer Arbeitsgemeinschaft für Überseeforschung und Entwicklung (BORDA)

Die Bremer Arbeitsgemeinschaft für Überseeforschung und Entwicklung (Bremen Overseas Research and Development Association, BORDA) strebt die Verbesserung der Lebensqualität benachteiligter Gruppen an. Dazu baut sie in Entwicklungsländern dezentrale Dienstleistungen und Infrastruktur zur Grund­ver­sor­gung auf. Arbeitsschwerpunkte von BORDA sind unter anderem Wasser- und Energie­versorgung im ländlichen Raum, Abwasser- und Abfallmanagement sowie sanitäre Grundversorgung.

Ausführliche Informationen über BORDA finden Sie hier

Bretton Woods

Im Juli 1944 kamen im US-amerikanischen Bretton Woods die Vertreter von 44 Staaten zu einer Konferenz zusammen. Vor dem Hin­ter­grund der schwierigen welt­wirt­schaft­lichen Lage zum Ende des Zweiten Welt­kriegs verhandelten sie darüber, wie die inter­nationalen Währungs-, Handels- und Wirtschafts­beziehungen stabi­li­siert werden könnten.

Die Gesamtheit der damals geschaffenen Über­einkommen und In­sti­tu­tionen wird auch als Bretton-Woods-System bezeichnet. Dessen Kern war das Bretton-Woods-Abkommen. Es sah vor, dass der US-Dollar als Leit­währung in einem System fester Wechsel­kurse den inter­nationalen Zahlungs­verkehr absichern sollte. Das Abkommen wurde jedoch zu Beginn der siebziger Jahre aufgegeben. Andere Ver­einbarungen, etwa die Gründung der sogenannten Bretton-Woods-Institutionen Inter­nationaler Währungs­fonds (IWF) und Welt­bank sowie die Schaffung von Regeln für den inter­nationalen Handel, sind bis heute gültig oder wurden weiter­entwickelt.

Deutsch­land trat den Bretton-Woods-Institutionen 1952 als 54. Mitglied bei. Inzwischen haben IWF und Weltbank jeweils 188 Mit­glieds­staaten.

Das könnte Sie auch interessieren:

Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst

Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst ist das Entwicklungswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Es entstand aus dem Zusammenschluss des bislang bei der Diakonie angesiedelten Hilfswerks "Brot für die Welt" mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED).

Ausführliche Informationen über Brot für die Welt – Evangelischer Entwickungsdienst finden Sie hier

Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ist eine Fachbehörde des Bundes­ministe­riums für Wirtschaft und Technologie. Sie unterstützt Bundes­ministerien und nach­ge­ord­nete Be­hör­den, EU-Institutionen und die Wirtschaft in Fach­fragen. Die BGR ist die Durch­führungs­organisation des BMZ für die Technische Zusammenarbeit im Geosektor. Sie führt im Auftrag des BMZ Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern durch, zum Beispiel in den Bereichen Bergbau, Umweltgeologie und Geo­res­sour­cen­management (Wasser, Boden, mineralische Rohstoffe und Energierohstoffe).

Ausführliche Informationen über die BGR finden Sie hier

Bundesentwicklungsminister

Der Bundes­entwicklungs­minister ist verantwortlich für die politische Leitung und Steuerung des Bundes­ministeriums für wirt­schaft­liche Zusammen­arbeit und Entwicklung. Seit Dezember 2013 ist Dr. Gerd Müller Bundes­entwicklungs­minister.

Ausführliche Informationen über den Bundes­entwicklungs­minister finden Sie hier

Das könnte Sie auch interessieren:

Chronik der Ministerinnen und Minister

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (BMZ) ist zuständig für die deutsche staatliche Ent­wick­lungs­po­li­tik. Zu seinen Aufgaben zählt es, Leit­linien und Konzepte zu entwickeln, lang­fristige Strategien für die Kooperation mit Partnern fest­zulegen und Regeln für die Umsetzung der deutschen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit zu definieren.

Politisch und finanziell liegt der Schwerpunkt der deutschen Ent­wick­lungs­po­li­tik auf der zwischen­staatlichen Zu­sam­men­ar­beit mit ausgewählten Ent­wick­lungs­ländern. Das BMZ beauftragt die Durchführungs­organisationen mit der Realisierung der Vorhaben und kontrolliert die Ergebnisse ihrer Arbeit.

Das BMZ setzt sich darüber hinaus auf euro­päischer und globaler Ebene für eine zukunfts­weisende Aus­gestaltung der in­ter­na­ti­o­nalen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit ein. Das Ministerium bringt die Positionen der Bun­des­re­gie­rung in die multi­lateralen In­sti­tu­tionen ein und engagiert sich für eine effizientere Arbeits­weise. Außerdem kooperiert das BMZ eng mit nicht staat­lichen Akteuren wie politischen Stiftungen, kirch­lichen Ein­richtungen und weiteren Nicht­regierungs­organisationen.

Bun­des­mi­nis­ter Dr. Gerd Müller leitet das BMZ. Das Ministerium beschäftigt knapp 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Großteil der Beleg­schaft arbeitet am ersten Dienst­sitz in Bonn, die übrigen am Dienst­sitz in Berlin oder zeitlich befristet im Ausland.

Ausführliche Informationen über das BMZ finden Sie hier

Burkina Faso

Ausführliche Informationen über die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit mit Burkina Faso finden Sie hier

Burundi

Ausführliche Informationen über die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit mit Burundi finden Sie hier

Büro des Hochkommissars für Menschenrechte (OHCHR)

Das Büro des Hoch­kommissars für Menschen­rechte (Office of the High Commissioner for Human Rights, OHCHR) ist das zentrale Organ der Vereinten Nationen (UN) für den Menschen­rechts­schutz. Es soll unter anderem welt­weit den Schutz der Grund­rechte fördern, die Menschen­rechts­arbeit der Vereinten Nationen koordinieren und Regierungen bei der Umsetzung von Menschen­rechten beraten. Das Büro wird vom Hoch­kommissar für Menschen­rechte geleitet und gehört zum UN-Sekretariat, dem ständigen Verwaltungs­organ der Vereinten Nationen.

Ausführliche Informationen über den inter­nationalen Menschen­rechts­schutz finden Sie hier

Das könnte Sie auch interessieren:

Büro für Drogenkontrolle und Verbrechensbekämpfung der Vereinten Nationen (UNODC)

Das Büro für Drogenkontrolle und Verbrechensbekämpfung der Vereinten Nationen (United Nations Office on Drugs and Crime, UNODC) vereint mehrere, ehemals getrennte UN-Programme unter einem Dach. Hauptarbeitsbereiche des UNODC sind: Analyse- und Forschungsarbeit zu Drogen- und Ver­brechens­fragen und Polizei­arbeit, Begleitung der Umsetzung inter­na­tio­na­ler Abkommen und die Technische Zusammenarbeit mit Staaten im Kampf gegen Drogen, Korruption, Verbrechen und Terrorismus. Das zentrale politische Steuerungsgremium des UNODC ist die internationale Sucht­stoff­kommission (Commission on Narcotic Drugs, CND).

Ausführliche Informationen über das UNODC finden Sie hier

Büro für Projektdienste der Vereinten Nationen (UNOPS)

Das Büro für Projektdienste der Vereinten Nationen (United Nations Office for Project Services, UNOPS) ist eine unabhängige Dienst­leistungs­organisation innerhalb des UN-Systems. Es verbindet UN-Grund­sätze mit privat­wirt­schaft­licher Effizienz. Das UNOPS finanziert selbst keine Projekte, sondern wird von UN-Einrichtungen und anderen Gebern mit der Durchführung von Ent­wick­lungs­programmen beauftragt. Außerdem nimmt das UNOPS eine zentrale Rolle im Beschaffungswesen des UN-Systems ein. Das Büro finanziert sich über seine Einnahmen vollständig selbst.

Ausführliche Informationen über das UNOPS finden Sie hier

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen