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Informationen über die Arbeit und Aufgaben des BMZ


Herzlich willkommen auf der Internetseite des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, abgekürzt BMZ.

Im Folgenden erklären wir Ihnen Arbeit und Aufgaben des BMZ.

Die Entwicklungspolitik der deutschen Bundesregierung hat das Ziel, die Lebensverhältnisse der Menschen in Ent­wick­lungs- und Schwellenländern nachhaltig zu verbessern. Deutschland arbeitet dazu eng mit vielen dieser Länder zu­sammen und engagiert sich dafür auch auf internationaler Ebene. So setzt sich die Bundes­re­gie­rung zum Beispiel stark dafür ein, dass die Welt­ge­meinschaft sich auf gemein­same Ziele für eine nachhaltige Ent­wicklung einigt.

Aufgabe des Bundesentwicklungsministeriums ist es, die Entwicklungs­poli­tik der Bundes­re­gie­rung zu gestalten und zu steuern. Wichtige Tätig­keits­be­reiche des Mini­steriums sind zum Beispiel die Bekämpfung von Hunger und Armut, die Förderung von Gesund­heit und Bildung, die weltweite Umsetzung der Menschen­rechte, die Unter­stützung einer nach­haltigen Wirt­schafts­ent­wicklung und der Schutz von Klima und Umwelt.

Dafür engagiert sich das BMZ auf verschiedenen Ebenen. Einige wichtige stellen wir im Folgenden kurz vor:

Bilaterale Zusammenarbeit

Bilaterale - also beidseitige - Zusammenarbeit nennt man die direkte, vertraglich vereinbarte Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit zwischen Deutschland und einem Ent­wick­lungs- oder Schwellen­land. Bei dieser Form der Koope­ration bietet Deutsch­land dem jeweiligen Partner­land tech­nische und finan­zielle Zusammen­arbeit an.

Die technische Zusammenarbeit besteht hauptsächlich aus Beratungsleistungen. Ein typisches Beispiel ist die Beratung einer Regierung bei der Reform des Bildungssystems. Die Leistungen der technischen Zusammenarbeit erhalten die Partnerländer kostenlos.

Hauptaufgabe der finanziellen Zusammenarbeit ist es, die Entwicklungsländer bei der Finanzierung von Vorhaben zu unterstützen, die für ihre Entwicklung wichtig sind. Das können zum Beispiel Investitionen in das Gesundheitssystem oder in die Energiewirtschaft sein. Die Gelder werden von Deutschland meistens in Form von günstigen Krediten und in man­chen Fällen auch als Zuschuss zur Verfügung gestellt.

Weitere Formen der bilateralen Zusammenarbeit sind zum Beispiel die Entsendung und Vermittlung von Fachkräften, die Vermittlung von Freiwilligen und die Kooperation mit Hochschulen.

Die entwicklungspolitischen Maßnahmen des deutschen Staats werden im Auftrag des BMZ von den sogenannten Durch­führungsorganisationen verwirklicht. Die zwei größten dieser Organisationen sind die KfW Entwicklungsbank, die für das BMZ die finanzielle Zusammen­arbeit abwickelt, und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die Vorhaben der technischen Zusammen­arbeit umsetzt.

Eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen in den Ent­wick­lungs- und Schwellen­ländern kann nicht allein auf Regie­rungs­ebene erreicht werden. Neben der vertraglich ver­ein­barten staat­lichen Zu­sammen­arbeit fördert das deutsche Ent­wick­lungs­mini­sterium deshalb auch Aktivi­täten, die von nicht­staat­lichen Organi­sationen in Ent­wick­lungs­ländern umge­setzt werden; zum Beispiel von Kirchen, poli­tischen Stiftungen oder kleinen und großen ge­mein­nützige Organi­sa­tionen der Zivil­gesell­schaft. Auch Ent­wick­lungs­partner­schaf­ten mit der Privat­wirt­schaft werden gefördert.

Europäische Zusammenarbeit

Die Europäische Union engagiert sich aktiv in der internationalen Entwicklungspolitik. Deutschland beteiligt sich als wichtiger Beitragszahler der EU finanziell an diesem Engagement. Gemeinsam mit den übrigen Mitgliedsstaaten der EU bestimmt die Bundesregierung die Gestaltung dieser Politik.

Multilaterale Zusammenarbeit

Multilaterale - also mehrseitige - Entwicklungszusammenarbeit nennt man das entwicklungspolitische Engagement von internationalen Organisationen, die die dafür benötigten finanziellen Mittel von ihren Mitgliedsländern erhalten.

Auch die Koordination dieser Form von Entwicklungszusammenarbeit gehört zu den Aufgaben des BMZ. Bekannte Akteure auf diesem Gebiet sind zum Beispiel die Weltbank und die zahlreichen Organisationen der Vereinten Nationen, wie zum Beispiel die Weltgesundheitsorganisation WHO und das Kinderhilfswerk UNICEF.

Deutschland ist Mitglied aller bedeutenden internationalen Organisationen. Die Bundesregierung stellt ihnen erhebliche Mittel zur Verfügung und entscheidet gemeinsam mit den anderen Mitgliedsstaaten über die Strategien und Aktivitäten dieser Organisationen.

Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit

Nur durch eine breite gesellschaftliche Unterstützung kann Deutschland seine entwicklungspolitischen Ziele erreichen. Um innerhalb von Deutschland das Engagement für Entwicklungszusammenarbeit zu fördern, unterstützt das BMZ auch die entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit. Dafür ist im Auftrag des BMZ unter anderem die ge­mein­nützige Gesellschaft "Engagement Global - Service für Entwicklungsinitiativen" zuständig. Sie ist Ansprechpartnerin für alle Bürgerinnen und Bürger oder Organisationen und Einrichtungen, die sich engagieren möchten.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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