Hauptinhalt

Medienpreis

Medienpreis Entwicklungspolitik – Journalistische "Entwicklungshilfe"

Filmaufnahmen in Nairobi bei einer Veranstaltung der Nichtregierungsorganisation Mathare Youth Sports Association (MYSA), Urheberrecht: Jochen SchulzeSeit 1975 wird der Medienpreis Entwicklungs­politik – bis 1999 "Journalistenpreis Ent­wick­lungs­politik" – vom Bundespräsidenten und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ausgeschrieben.

Er wurde vom damaligen Bundes­entwick­lungs­minister Egon Bahr ins Leben gerufen, um journalistische Arbeiten auszuzeichnen, die das Bewusstsein der deutschen Öffent­lichkeit für die Notwendigkeit der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Industrie- und Ent­wick­lungs­ländern fördern.

Auch nach mehr als 30 Jahren hat der Preis nicht an Bedeutung und Aktualität verloren – entwicklungspolitische Themen sind heute aktueller denn je. Unser Leben ist immer enger mit dem der Menschen in anderen Ländern verflochten. Kein Land der Erde ist fähig, die Herausforderungen der Gegenwart wie Armut, Hunger oder den Klimawandel allein zu lösen. Diese Erkenntnisse sind tiefer in das Bewusstsein der Menschen gedrungen. Und dazu tragen viele Journalistinnen und Journalisten durch ihre kritische und oft aufopferungsvolle Arbeit bei. Sie belegen mit ihren Bildern und Worten, dass nur alle zusammen die Welt menschlich gestalten können.

Beispielsweise haben Bürgerinnen und Bürger nach dem Tsunami in Südostasien nicht zuletzt deshalb so viel wie nie zuvor gespendet, weil sie über die Schrecken der Katastrophe gut informiert waren und die Bilder sie bewegten. Journalistinnen und Journalisten haben den Ärmsten der Armen eine Stimme verliehen.

Mehr als 100 Journalistinnen und Journalisten bewerben sich jährlich um den Medienpreis Entwicklungspolitik, der in den Kategorien Print/Internet, Hörfunk und Fernsehen vergeben wird. Der Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.

Die Auswahl der Gewinnerinnen und Gewinner erfolgt in zwei Durchgängen. Eine Vorjury wählt relevante Beiträge aus. Die endgültige Entscheidung fällt eine unabhängige Hauptjury, die – im turnusmäßigen Wechsel – mit je einer Vertreterin oder einem Vertreter von ARD oder ZDF, evangelischer oder katholischer Kirche sowie dem Deutschen Journalistenverband oder der Gewerkschaft Verdi besetzt wird. Zwei weitere Jurymitglieder benennen das Bundespräsidialamt und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Informationen

Kontakt

Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Medienpreis Entwicklungspolitik? Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an:

medienpreis@bmz.bund.de

Siehe auch

Service-Links & Inhaltsverzeichnis

Lexikon der Entwicklungspolitik
Fenster schließen