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Corona-Pandemie

Minister Müller: Deutsche Expertengruppe Gesundheit unterstützt Bolivien mit 100.000 Corona-Testkits


Mitarbeiter der Charité bei der Laborarbeit

Pressemitteilung vom 28.09.2020 |

Berlin – Im Rahmen des Corona-Sofortprogramms des Bundesentwicklungsministeriums unterstützt die deutsche Expertengruppe Gesundheit derzeit Bolivien. An der Mission nehmen Mediziner der Charité Berlin teil.

Entwicklungsminister Gerd Müller: "Corona ist längst nicht besiegt. Nicht nur in Europa, sondern auch in Entwicklungs- und Schwellenländern steigen die Zahlen. Südamerika zählt zu den Hotspots mit 7,5 Millionen Infizierten. Bolivien hat über 130.000 Infizierte und mehr als 7.500 Tote zu beklagen. COVID-19-Tests sind extrem knapp. Wir müssen alles tun, um ein weiteres Ausbreiten einzudämmen. Deutschland lässt Bolivien in dieser schwierigen Lage nicht alleine.

Unsere Experten leisten jetzt überlebenswichtige Soforthilfe und stellen 100.000 Tests zur Verfügung. Das Team führt außerdem Labortrainings durch, um den Nachweis des Virus zu verbessern. Nach der Weltgesundheitsorganisation WHO ist Deutschland mit insgesamt zwei Millionen Corona-Test einer der weltweit wichtigsten Unterstützer im Kampf gegen die Pandemie."

Die Gesundheitsversorgung in Bolivien war bereits vor Pandemiebeginn nur schwach ausgebaut und ist mittlerweile über ihre Kapazitäten beansprucht. Es wird vermutet, dass die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher liegt. Die Versorgung von Erkrankten mit Medikamenten und Sauerstoff ist nur noch sehr bedingt möglich.

Das Team der "Schnell Einsetzbaren Expertengruppe Gesundheit" wird vor Ort 100.000 Tests übergeben und in Santa Cruz, La Paz und Cochabamba gemeinsam mit den bolivianischen Partnern Schulungen zur Labordiagnostik durchführen. So wird das Virus schneller erkannt und Patienten besser behandelt. Das Team für Bolivien besteht aus Expertinnen und Experten der Charité, des Robert Koch-Instituts und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit.

Die Präventionsteams der "Schnell Einsetzbare Expertengruppe Gesundheit" (SEEG) unterstützen dabei, die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen. Die Expertengruppe Gesundheit war so bereits in Namibia, Benin, Kolumbien, Ecuador und Peru. Und sie hat die Afrikanische Union mit der Bereitstellung von 1,4 Millionen Corona-Tests unterstützt.

Das Expertenteam war bereits in den lateinamerikanischen Ländern Peru, Kolumbien, Ecuador und Mexiko im Einsatz.

Deutschland hat die "Schnell einsetzbare Expertengruppe Gesundheit" im Jahr 2015 als Reaktion auf den Ebola-Ausbruch in Westafrika eingerichtet. Seitdem gab es rund 30 Einsätze in mehr als 15 Ländern. Wegen Corona waren die Teams bisher zehn Mal in Lateinamerika und Afrikas im Einsatz und haben dort Trainings und Laborassessments durchgeführt. Außerdem wurden durch die Einsätze bisher knapp zwei Millionen Tests für Covid-19 und weiteres Verbrauchsmaterial bereitgestellt.

In den vergangenen Jahren hatte die SEEG bereits Benin 2018 während eines Ausbruchs des Lassafiebers unterstützt und half während des Ebola-Ausbruchs in Zentralafrika dabei, die Diagnostik für das Virus aufzubauen.

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