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Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: "Corona verschlechtert die Lage der Kinder weltweit."


Bundesentwicklungsminister Gerd Müller in einer Schule im Libanon, die mit deutschen Mitteln instandgesetzt wurde. (Foto von Oktober 2016)

19.09.2020 |

Anlässlich des Weltkindertags am 20. September erklärt Bundesentwicklungsminister Gerd Müller:

"Die Lage der Kinder weltweit verschlechtert sich durch die Corona-Krise. Besonders hart trifft es die Kinder in den armen Ländern der Welt. Viele Familien wissen nicht mehr, was sie ihren Kindern zu essen geben sollen. In Guatemala hängen die Menschen weiße Fahren aus den Fenstern, weil sie nichts mehr zu essen haben. 1,6 Milliarden Kinder konnten nicht zur Schule gehen und viele verlieren so die einzige Mahlzeit am Tag. Und mit jedem Monat wächst die Wahrscheinlichkeit, dass sie nie mehr in die Schulen zurückkehren, weil sie arbeiten müssen oder früh verheiratet werden. UNICEF schätzt, dass durch die Pandemie 150 Millionen Kinder zusätzlich in Armut geraten.

Besonders dramatisch ist die Situation für die Kinder in Flüchtlingslagern: Millionen leben in überfüllten Lagern eng zusammen, wo Abstandhalten, Hände waschen kaum möglich ist. Fast sechs Millionen Mädchen und Jungen wurden seit dem Ausbruch des mörderischen Konflikts in Syrien oder auf der Flucht geboren. Im zehnten Jahr des Krieges kennen diese Kinder nichts Anderes als Angst und Not.

Wer eine verlorene Generation verhindern will, muss den Kindern jetzt eine Zukunft geben und den Menschen im Krisenbogen um Syrien und den vielen Flüchtlingscamps entschlossen helfen. Deutschland allein kann das nicht schaffen. Vor allem die EU muss hier viel mehr leisten."

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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