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Krise in Venezuela

Minister Müller: "Weitere Unterstützung bei der Bewältigung des Elends venezolanischer Flüchtlinge"


Kardinal Porras Cardozo, Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Pater Arietta aus Venezuela bei ihrem Treffen in Berlin (von links nach rechts)

15.05.2019 |

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat dem venezolanischen Kardinal Porras Cardozo die weitere Unterstützung bei der Bewältigung der Flucht- und Migrationskrise zugesagt. Im Mittelpunkt des heutigen Gesprächs stand die aktuelle Lage in dem südamerikanischen Land.

Gerd Müller: "Die Kirche in Venezuela hilft den Ärmsten der Armen. In der schwierigen Lage, in der sich das Land befindet, braucht auch die Kirche unser offenes Ohr.  Wir werden die Venezolaner bei der Bewältigung dieses Elends weiterhin unterstützen und ihr Leid nicht vergessen. Die Flucht- und Migrationsbewegung aus Venezuela ist eine der größten in der jüngeren Geschichte Lateinamerikas. Deutschland unterstützt die Länder in der Region, die in großer Solidarität Venezolaner aufgenommen haben. Das ist beeindruckend, gerade auch, weil viele Länder selbst vor enormen Herausforderungen stehen."

Kardinal Porras aus Caracas ist ein prominenter Vertreter der venezolanischen Kirche und enger Vertrauter von Papst Franziskus. Er berichtete dem Minister von der humanitären, wirtschaftlichen und politischen Krise, in der bereits 3,4 Millionen Menschen aus dem Land geflüchtet sind. Die Situation ist für viele Menschen in Venezuela lebensbedrohlich: Rund 90 Prozent der Venezolaner leben in Einkommensarmut, viele sind der Not struktureller Armut ohne Zugang zu medizinischer Versorgung ausgesetzt.

Die Bundesregierung hat trotz der eingeschränkten Möglichkeiten bereits 2018 schnelle Unterstützung auf den Weg gebracht. Zudem werden mit Mitteln aus dem Etat des BMZ mehrere Nachbarländer Venezuelas bei der Aufnahme von Flüchtlingen unterstützt.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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