Hauptinhalt

Jubiläum

Entwicklungsminister Müller: Zehn Jahre Freiwilligendienst "weltwärts" – starkes Zeichen für Weltoffenheit

Minister Müller gemeinsam mit 200 weltwärts-Freiwilligen aus Afrika und Deutschland bei der Eröffnung des "Zukunftsforums Afrika – 10 Jahre weltwärts".

Pressemitteilung vom 14.09.2018 |

Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst "weltwärts" feiert am Samstag, dem 15. September 2018, sein zehnjähriges Bestehen. Zum Jubiläum kommen über 1.000 Gäste aus 80 Ländern nach Berlin.

Entwicklungsminister Gerd Müller: "Unser Freiwilligendienst 'weltwärts' steht für Weltoffenheit. In den letzten zehn Jahren sind 40.000 Menschen in über 80 Entwicklungsländer gegangen und haben sich so bewusst gegen Gleichgültigkeit und für Engagement entschieden. Wer während seines Auslandsaufenthaltes miterlebt, wie Kinder von Sonnenaufgang bis -untergang auf dem Feld stehen, um etwa unseren Kaffee herzustellen, der wird beim nächsten Einkauf eher zum fairen Produkt greifen. Die Erfahrungen, die die jungen Menschen in den Partnerländern sammeln, prägen sie oft ein Leben lang. Ihr Einsatz hilft nicht nur vor Ort, sondern ist auch eine wichtige Investition in ein offenes und tolerantes Deutschland."

Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst "weltwärts" wurde 2008 vom Bundesentwicklungsministerium ins Leben gerufen. Junge Menschen im Alter zwischen 18 und 28 Jahren leben und arbeiten ein Jahr lang in Entwicklungsländern, engagieren sich und sammeln internationale Erfahrung. Studien zeigen, dass das Engagement der Freiwilligen auch Jahre später noch hoch ist.

"Weltwärts" ist mittlerweile der größte internationale Freiwilligendienst Deutschlands. Fast 40.000 junge Menschen sind in den letzten zehn Jahren in die Partnerländer gegangen. Im letzten Jahr kamen die meisten Freiwilligen aus Baden-Württemberg, gefolgt von Bayern und Berlin. Rund 180 deutsche Organisationen machen mit, welche die Freiwilligen zu ihren Partnerorganisationen in Afrika, Südamerika und Asien entsenden.

Die Projekte von "weltwärts" sind dabei so vielfältig wie die Menschen. Die Freiwilligen unterstützen an Berufsschulen benachteiligte Jugendliche, erheben Forschungsdaten für den Meeresschutz, fördern in Townships den Zusammenhalt durch Sportprojekte oder packen in Kliniken mit an. Ein Bauingenieurstudent hat sich zum Beispiel in Äthiopien um den Aufbau einer Trinkwasserversorgung gekümmert. In der Dominikanischen Republik hat ein Tischlergeselle gemeinsam mit Waldbauern eine kleine Tischler-Schule aufgebaut.

Seit 2013 absolvieren auch junge Menschen aus den Partnerländern einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Deutschland. 2018 werden 800 Plätze für Freiwillige angeboten. Sie arbeiten in verschiedensten Bereichen, etwa im Gesundheitssektor oder in Umweltprojekten. Mit ihren Erfahrungen kehren sie zurück in ihre Heimat und helfen so beim Aufbau ihres Landes.

Kurzlink zu dieser Meldung

Weitere Informationen

BMZ-Presseservice

Journalistinnen und Journalisten können sich hier in den BMZ-Presseverteiler aufnehmen lassen.

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen