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Gemeinsam Klimaschäden reduzieren

Deutschland ist Gründungsmitglied der Globalen Kommission für Anpassung an den Klimawandel

Gruppenbild von der Gründungsveranstaltung der "Globalen Kommission für Anpassung an den Klimawandel"

16.10.2018 |

Den Haag – In Bangladesch frisst der steigende Meerespegel sich immer weiter ins Land, in Teilen Äthiopiens ist der Regen seit drei Jahren ausgeblieben. Wie können die Länder, die jetzt schon massiv unter den Folgen des Klimawandels leiden, mit den Konsequenzen umgehen? Welche Strategien gibt es, um beispielsweise die Landwirtschaft mit dürreresistenten Sorten oder wassersparender Bewässerung anzupassen?

Antworten auf diese Herausforderungen will eine heute gegründete internationale Kommission finden. Unter Leitung des ehemaligen UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon, des Microsoft-Gründers Bill Gates und der Geschäftsführerin der Weltbank, Kristalina Georgieva, soll die "Globale Kommission für Anpassung an den Klimawandel" konkrete Empfehlungen erarbeiten. Deutschland ist Gründungsmitglied, Bundesentwicklungsminister Gerd Müller wird die Bundesregierung in dem Gremium vertreten.

Entwicklungsminister Gerd Müller: "Dürren, Wirbelstürme, Überschwemmungen – für viele Menschen ist der Klimawandel schon längst lebensbedrohliche Realität. Die Entwicklungsländer tragen die Hauptlast – obwohl sie selber am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben. Die Gründung der Anpassungskommission ist ein wichtiger Schritt, um gemeinsam intelligente Lösungen im Umgang mit den Klimafolgen zu erarbeiten und Schäden zu reduzieren."

Die von der niederländischen Regierung und dem World Resources Institute initiierte Kommission setzt sich aus Persönlichkeiten aus Politik, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft zusammen. Bis zum UN-Klimagipfel 2019 werden sie Handlungsempfehlungen für eine bessere Klimaanpassung erarbeiten. Schon heute bringt der Klimawandel zahlreiche Probleme mit sich – von Überschwemmungen, über Nahrungs- und Wasserknappheit bis hin zu veränderten Ausbreitungsgebieten von Krankheitserregern. Die Bundesregierung wird die Kommission mit zwei Millionen Euro unterstützen.

Um den Klimawandel zu bremsen, seine Folgen abzuwehren und die Schäden abzufedern, hat die Bundesregierung 2017 international rund 3,65 Milliarden Euro bereitgestellt. Davon gehen allein gut drei Milliarden auf Programme des Bundesentwicklungsministeriums in Entwicklungs- und Schwellenländern zurück.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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