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Meinungsfreiheit

Entwicklungsminister Müller: "Entwicklung braucht Pressefreiheit"


Standbild aus dem Video über die Ausbildung von Bürgerjournalistinnen und -journalisten in einem Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch

Pressemitteilung vom 02.05.2018 |

Berlin – Anlässlich des Internationalen Tages der Pressefreiheit am 3. Mai hat Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller die Bedeutung von freier Presse hervorgehoben.

Minister Müller: "Jeden Tag begeben sich Journalisten auf die Suche nach der Wahrheit, teilweise unter großem persönlichen Risiko. Sie gehen Misswirtschaft und Korruption auf den Grund, berichten von Krisen weltweit und geben Menschen eine Stimme, die sonst nicht gehört werden. Dafür verdienen sie große Anerkennung. Sie tragen damit zu Meinungsvielfalt und zu einer gerechteren Entwicklung bei. Darum unterstützen wir in unserer Entwicklungszusammenarbeit weltweit freie Medien."

Laut einem Bericht von Reporter ohne Grenzen stehen die Presse- und Medienfreiheit weltweit unter Druck. Vor allem Krisen und Konflikte bedrohen vielerorts eine freie Berichterstattung. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) baut daher sein Engagement für eine freie Presse weiter aus. Gemeinsam mit der Deutschen Welle Akademie (DW Akademie) als strategischem Partner unterstützt das BMZ in 25 Ländern das Recht auf Meinungsfreiheit und ungehinderten Zugang zu Information. Allein in den vergangenen zwei Jahren konnten 270 lokale Radio- und Fernsehsender unterstützt werden, die rund elf Millionen Menschen erreichen. Gerade in ländlichen Regionen haben Menschen oft nur eingeschränkten Zugang zu Informationen, weshalb sich die deutsche Entwicklungszusammenarbeit auf die Unterstützung lokaler Medien konzentriert.

So wurde in Myanmar das erste Bürgerradio aufgebaut, das ethnischen Minderheiten vor allem in ländlichen Regionen eine Stimme gibt. Im Flüchtlingslager Kutupalong in Bangladesch bildet die DW Akademie mit Mitteln des BMZ Angehörige der Volksgruppe der Rohingya zu Bürgerjournalisten aus. In der Grenzregion zwischen Südsudan und Uganda entstand das grenzübergreifende "Cross-Border-Network", ein Zusammenschluss von insgesamt 19 Radiosendern. Hier können geflüchtete Journalisten Menschen in ihrer alten und neuen Heimat mit verlässlichen Informationen versorgen und so Gerüchten, Falschmeldungen und Vorurteilen entgegenwirken.

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Siehe auch

Externe Links

Lexikon der Entwicklungspolitik

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