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Weltwassertag

Entwicklungsminister Müller zum Weltwassertag: Wasser ist Überlebensfrage der Menschheit


Mädchen waschen Wäsche in einem Bach in Äthiopien.

Pressemitteilung vom 20.03.2018 |

Wasser ist die kostbarste Ressource des Menschen. Weltweit sind nur gut drei Prozent der weltweiten Wasserressourcen Süßwasser, nur knapp ein Prozent kann vom Menschen genutzt werden. Allein durch die Gletscher des Himalaya werden rund 1,5 Milliarden Menschen mit Wasser versorgt. Aber der gegenwärtige Verbrauch übersteigt die vorhandenen Ressourcen. 1,6 Erden wären nötig, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Laut dem aktuellen UN-Weltwasserbericht ist daher fast die Hälfte der Weltbevölkerung von Wassermangel bedroht.

Entwicklungsminister Müller zum Weltwassertag am 22. März 2018: "Die Kriege der Zukunft werden um Wasser geführt. Schon heute führen uns die Dürren in Äthiopien oder der Wassernotstand in Kapstadt eindringlich die Folgen der zunehmenden Wasserknappheit vor Augen: In Kapstadt wird der 'Day Zero' erwartet, an dem die Wasserreserven erschöpft sind. In Äthiopien sind wegen der Dürren über fünf Millionen Menschen auf Nothilfen angewiesen. Täglich sterben weltweit über 1.200 Kinder an den Folgen von verunreinigtem Wasser. Deswegen ist der Schutz der wertvollen Lebensressource Wasser eine Überlebensfrage der Menschheit."

Eine sichere Wasserversorgung bleibt daher Schwerpunktthema der deutschen Entwicklungspolitik mit den vier Bereichen: saubere Trinkwasserversorgung, Wasser zur Produktion von Nahrungsmitteln, grenzüberschreitendes Wassermanagement und die Anpassung an den Klimawandel durch neue Technologien.

Besonders wichtig ist die Trinkwasserversorgung in Krisensituationen: So fördert das Entwicklungsministerium (BMZ) die Wasserversorgung im jordanischen Zaatari, einem der weltgrößten Flüchtlingslager. Jeden Tag benötigen die Menschen dort drei Millionen Liter Wasser. Das deutsche Engagement stellt sicher, dass die Haushalte direkt an Tiefbrunnen angeschlossen werden. Unter den Arbeitern sind auch syrische Flüchtlinge, die mit Unterstützung des BMZ die Wasserversorgung mit aufbauen. Außerdem hilft Deutschland, dass 80.000 Syrer in Zaatari Zugang zu Sanitäranlagen haben. Damit leistet die Entwicklungspolitik einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Flüchtlinge und Stabilisierung der Flüchtlingsgebiete.

Die Wasserprojekte des BMZ helfen auch strukturell gegen die Auswirkungen des Klimawandels, zum Beispiel Dürren im äthiopischen Tiefland: Ein Großteil der Bevölkerung dort lebt von der Weidewirtschaft und der Viehhaltung. Die Böden sind aufgrund des Klimawandels sehr trocken, Sturzfluten tragen die Böden weiter ab. Durch das deutsche Engagement werden Wassereinzugsgebiete und Weideflächen wieder instand gesetzt, zum Beispiel durch den Bau von Wehren, die den Wasserabfluss regulieren. Auf diesen neu gewonnenen Flächen werden zusätzliche Nahrungsmittel angebaut.

Unter dem Motto "Natur für Wasser" greift der Weltwassertag am 22. März die globalen Herausforderungen rund um das Wasser auf. Das BMZ veröffentlicht aus diesem Anlass eine Sonderwebseite mit weiteren Projektbeispielen und Informationen zum Thema: www.bmz.de/wasser.

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