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Weltumwelttag

Entwicklungsminister Gerd Müller fordert entschlosseneren Kampf gegen Plastikmüll


Müll am Strand von Colombo, Sri Lanka

05.06.2018 |

Anlässlich des Weltumwelttags am 5. Juni 2018, der unter dem Motto steht "Wir haben nur eine Erde – Ressourcen schützen", fordert Entwicklungsminister Gerd Müller verstärkte Anreize zur Vermeidung von Plastikmüll.

Entwicklungsminister Gerd Müller: "Wir müssen den Kampf gegen den Plastikmüll viel entschlossener angehen. 2050 wird mehr Plastik in unseren Meeren schwimmen als Fische. Das zerstört die Lebensgrundlage von 800 Millionen Menschen, die von der Fischerei leben.

Heute schon haben neunzig Prozent der Seevögel Plastik im Magen. Selbst an der tiefsten Stelle der Welt haben Forscher Plastiktüten gefunden. Auf den Ozeanen treiben Müllteppiche, die so gewaltig sind, dass sie Namen haben: Der größte von ihnen, der Große Pazifische Müllstrudel, ist viereinhalb mal so groß wie Deutschland.

Zwei Drittel unseres Kunststoffmülls sind Verpackungen. Viele von ihnen sind vermeidbar. In den letzten 20 Jahren hat sich das Verpackungsaufkommen sogar verdoppelt. Diesen Trend müssen wir umkehren. Die in Plastik eingeschweißte Bio-Gurke muss der Vergangenheit angehören. In vielen Bereichen gibt es längst sinnvolle Alternativen.

Mikroplastik wie in Kosmetikprodukten sollte unmittelbar verboten werden. Das lässt sich sofort umsetzen, ohne dass wir dafür auf Wesentliches verzichten müssten."

Das Entwicklungsministerium veranstaltet am Weltumwelttag das 4. Zukunftsforum "Globalisierung gerecht gestalten" unter dem Titel "Das Kapital der Natur! Unser Wohlstand – unsere Verantwortung", unter anderem mit Prof. Klaus Töpfer, Prof. Michael Otto und dem Geschäftsführer des WWF-Deutschland, Eberhard Brandes, bei dem der Umgang mit Plastik eines der Themen sein wird.

Müller dazu: "Im Kampf gegen die Plastikflut müssen wir auch eine weltweit funktionierende Kreislaufwirtschaft aufbauen, um vorhandenes und nicht vermeidbares Plastik zu recyceln. Dazu brauchen wir eine globale Anstrengung, denn sowohl in den europäischen Staaten als auch in Schwellenländern muss das Sammeln und Recyceln deutlich verbessert werden. Insgesamt muss die Staatengemeinschaft viel schneller vorankommen, unsere Meere zu schützen, Plastikmüll zu reduzieren und weniger Rohstoffe zu verbrauchen."

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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