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Menschenrecht Religionsfreiheit

Regierungsbeauftragter Markus Grübel beim Gipfeltreffen in den USA: "Religionsfreiheit ist weltweit bedroht"


Teilnehmer beim Gipfeltreffen für weltweite Religionsfreiheit in Washington, D.C.

Pressemitteilung vom 25.07.2018 |

Drei Viertel aller Menschen leben in Ländern, in denen Religionsfreiheit eingeschränkt ist. Am meisten betroffen sind Christen und Muslime. Um Religionsfreiheit weltweit zu stärken, werden bei einem erstmaligen Gipfeltreffen in Washington, D.C., Maßnahmen diskutiert. Der Beauftragte der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit Markus Grübel reist dafür als deutscher Vertreter in die USA. Im Fokus der Diskussionen stehen Initiativen und konkrete Maßnahmen gegen die Verfolgung und Diskriminierung religiöser Minderheiten.

Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit: "Was uns derzeit besonders betroffen macht und herausfordert: Ganze Völker, ganze Religionsgemeinschaften sind bedroht. Das Treffen ist eine wichtige Reaktion auf die globalen Krisen, durch die Menschen wegen ihrer religiösen Überzeugungen und Praktiken bedrängt werden."

Die schwierige Situation vieler religiöser Minderheiten zeigt sich beispielhaft an der Verfolgung der muslimischen Minderheit der Rohingya in Myanmar. Auch die besorgniserregende Einschränkung der Rechte religiöser Minderheiten in China und dem Iran wird zur Sprache kommen. "Nur in denjenigen Ländern, in denen die Religionsfreiheit als hohes Gut gewürdigt und verteidigt wird, ist ein friedliches Neben- und Miteinander verschiedenen Konfessionen möglich", so Markus Grübel.

Daneben geht es auch um Themen wie Blasphemie und Apostasie, die gänzliche Lossagung vom Glauben. Für Markus Grübel bietet die Teilnahme eine gute Gelegenheit zum Austausch im Hinblick auf eine seiner Kernaufgaben im Amt, das zweijährige Fortschreiben des "Berichts der Bundesregierung zur weltweiten Lage der Religions- und Weltanschauungsfreiheit".

"Die Religionsfreiheit muss im Schulterschluss aller Länder weltweit vorangebracht werden. Wir dürfen nicht dulden, dass dieses grundlegende Menschenrecht im 21. Jahrhundert in einigen Ländern nach wie vor mit Füßen getreten wird", mahnt Grübel.

Zu dem Gipfeltreffen kommen vom 24. bis 26. Juli 2018 mehr als 80 Delegationen aus aller Welt zusammen. Eingeladen hat der amerikanische Außenminister Mike Pompeo sowie der Botschafter für internationale Religionsfreiheit Sam Brownback. Erwartet wird die Teilnahme mehrerer Außenminister, Vertreter von internationalen Organisationen, religiösen Gemeinschaften, Nichtregierungsorganisationen und der Zivilgesellschaft.

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