Hauptinhalt

Sahel-Allianz

Müller: Mehr Entwicklung für Stabilität und Sicherheit in der Sahel-Region


Ausbildung zum Klempner im Berufsbildungszentrum der nationalen Wasserbehörde in Burkina Faso

Pressemitteilung vom 23.02.2018 |

Berlin – Anlässlich des heutigen Gipfeltreffens der Sahel-Allianz in Brüssel sagt Entwicklungsminister Gerd Müller:

"Greifbare Fortschritte bei der Entwicklung sind zentrale Voraussetzung für Stabilität und Sicherheit in der Sahel-Region. Die Menschen wollen konkrete Verbesserungen sehen: sauberes Trinkwasser, eine bessere Versorgung mit Lebensmitteln oder neue Ausbildungsplätze. Die Entwicklungspolitik leistet in der Sahel-Allianz dazu einen wichtigen Beitrag. Beispielsweise steigern wir mit wassersparenden Techniken die Nahrungsmittelproduktion um ein Drittel und machen Zehntausende Hektar Boden wieder fruchtbar. So entziehen wir Terrorismus und Kriminalität den Boden."

Im Juli 2017 haben Deutschland, Frankreich und die Europäische Union die Sahel-Allianz gegründet. Sie konzentriert sich auf fünf Kernbereiche: berufliche Ausbildung und Schaffung von Arbeitsplätzen, ländliche Entwicklung und Ernährungssicherheit, erneuerbare Energie und Wasser, gute Regierungsführung und die bessere Grundversorgung der Bevölkerung. So sollen beispielsweise 25 Millionen Menschen mit Trinkwasser versorgt, der Zugang zu nachhaltiger Elektrizität für 1,4 Millionen Haushalte verbessert und die Plätze in Berufsschulen verdoppelt werden. Dazu arbeiten die Mitglieder der Sahel-Allianz eng zusammen. So wird beispielsweise das deutsche Dezentralisierungsvorhaben in Mali zur gerechteren Verteilung von Ressourcen in allen Landesteilen Malis künftig von Frankreich und der EU mitfinanziert. Zudem wird die Eigenverantwortung der Regierungen der Sahel-Staaten stärker eingefordert.

Entwicklungs- und Sicherheitsaufgaben gehen dabei Hand in Hand. Denn ohne Entwicklung ist auch Sicherheit in der Sahel-Region nicht nachhaltig zu gewährleisten. Deswegen wurde auf dem Gipfeltreffen der Ausbau der Entwicklungszusammenarbeit mit den Staaten der Sahel-Region beschlossen.

Die Sahel-Region umfasst eine Fläche von fünf Millionen Quadratkilometern und steht vor großen Herausforderungen: Die Hälfte der Gesamtbevölkerung lebt von weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag und damit unterhalb der Armutsgrenze. Die Geburtenrate ist eine der höchsten weltweit. Weniger als fünf Prozent der Bevölkerung im ländlichen Raum hat Zugang zu Strom. Die mangelnde Versorgung mit Wasser und Nahrung sowie die Kriminalität und der Terrorismus vor allem in ländlichen Gebieten führen immer wieder zu Vertreibung und Flucht.

Kurzlink zu dieser Meldung



 

Kommentar schreiben

Wir bitten um Verständnis dafür, dass Ihre Kommentare aus technischen Gründen zeitlich verzögert online erscheinen. Bitte beachten Sie zudem unsere Netiquette.

* Diese Felder sind Pflichtangaben



Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen