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Hurrikan "Maria"

Verwüstete Karibikinsel Dominica erhält Soforthilfe von Klimarisikoversicherung


Der Hurrikan "Maria" hat auf der Karibikinsel Dominica schwere Zerstörungen angerichtet.

Pressemitteilung vom 27.09.2017 |

Berlin – Nach den schweren Zerstörungen, die Hurrikan "Maria" in der Karibik angerichtet hat, erhält der Inselstaat Dominica von einer vom Bundesentwicklungsministerium (BMZ) geförderten Klimarisikoversicherung Soforthilfen für den Wiederaufbau. Dominica, einer der ärmsten Karibikstaaten überhaupt, wird von der Caribbean Catastrophe Risk Insurance Facility (CCRIF) in den kommenden Tagen mindestens 19 Millionen US-Dollar erhalten.

Die Versicherungsgemeinschaft CCRIF bietet karibischen und zentralamerikanischen Staaten die Möglichkeit, sich gegen Extremwetterereignisse wie Wirbelstürme, Starkregen oder Erdbeben zu versichern. Die Höhe der Versicherungsleistung ergibt sich aus gemessenen Wetterparametern, wie Windgeschwindigkeit oder Niederschlagsmenge. Da langandauernde Schadenserhebungen somit nicht notwendig sind, werden die Versicherungsleistungen sehr schnell an die Mitgliedsstaaten ausgezahlt.

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller: "Naturkatastrophen können Staaten in ihrer Entwicklung um Jahre zurückwerfen. Klimarisikoversicherungen helfen – schnell und kosteneffizient! Ein Euro, den eine Versicherung unmittelbar nach einem Katastrophenfall auszahlt, kann Folgekosten reduzieren und ein Mehrfaches an Nothilfe einsparen."

Mit den angekündigten 19 Millionen US-Dollar wird CCRIF seit Beginn der Hurrikan-Saison 2017 den Mitgliedsstaaten über 50 Millionen US-Dollar zur Verfügung stellen. Mit den Finanzhilfen können etwa Medikamente gekauft, Notunterkünfte gebaut oder öffentliche Infrastruktur wie Schulen und Straßen instandgesetzt werden. Nach den Zerstörungen durch Hurrikan "Irma" hatte CCRIF bereits knapp 30 Millionen US-Dollar ausgezahlt. Das BMZ ist mit insgesamt 27 Millionen Euro am CCRIF beteiligt und hat so unter anderem die Ausweitung der Versicherungsgemeinschaft auf die Länder Zentralamerikas ermöglicht.

Bereits während der deutschen G7-Präsidentschaft 2015 hatte die Bundesregierung mit der Gründung der InsuResilience-Initiative den Ausbau von Klimarisikoversicherungen vorangetrieben. Darüber hinaus unterstützt das BMZ in fast allen seinen Partnerländern auch Vorhaben zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels, zum Beispiel den Bau widerstandsfähiger Infrastruktur, von Bewässerungsanlagen oder die Entwicklung nationaler Anpassungsstrategien.

 

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