Hauptinhalt

Bildung für alle

Entwicklungsminister Müller zum Erscheinen des neuen UNESCO-Weltbildungsberichts


Schüler im Rhino Refugee Camp Settlement im Norden Ugandas. Hier werden Kinder von Einheimischen und Flüchtlingen aus dem Südsudan gemeinsam unterrichtet.

25.10.2017 |

"Mit Bildung steht oder fällt, ob Kinder in Entwicklungsländern die Chance auf ein besseres Leben haben. Besonders Mädchen leiden darunter, wenn sie nicht in die Schule gehen dürfen oder können. Bildung ist ein Menschenrecht. Es darf nicht sein, dass Kinder in armen Ländern schon in den ersten Lebensjahren abgehängt werden, weil sie nicht lesen oder schreiben lernen. Deutschland setzt sich deshalb dafür ein, dass Kinder zur Schule gehen können und junge Erwachsene eine Berufsausbildung erhalten. Mädchen und junge Frauen fördern wir besonders. Wir bilden Lehrerinnen und Lehrer aus oder unterstützen den Bau von Schulen. Denn wo Kindern der Weg in die Schule versperrt ist, da setzen wir ihre Zukunft aufs Spiel."

Grund- und Sekundarschulbildung sowie berufliche Ausbildung gehören zu den Grundpfeilern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die deutschen Projekte vor Ort wirken: Mit deutscher Unterstützung können im laufenden Schuljahr über 360.000 syrische Kinder, die auf der Flucht sind, in Jordanien und in der Türkei zur Schule gehen. Allein im Libanon besuchen derzeit über 300.000 syrische und libanesische Kinder dank des deutschen Engagements eine öffentliche Schule. Dazu trägt auch bei, dass das Entwicklungsministerium im Libanon rund 40 Schulen baut, renoviert oder erweitert. Das Entwicklungsministerium finanziert in der Krisenregion um Syrien die Gehälter von rund 17.000 Lehrkräften.

In Ägypten wurde jüngst ein neues Ausbildungszentrum in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft gegründet. 5.500 Fachkräfte werden in Mechanik, Elektrotechnik und Automatisierungstechnik ausgebildet. Rund 50.000 Berufsschüler haben in Ägypten bereits von dem deutschen Engagement im Ausbildungsbereich profitiert; zudem wurden über 100 Berufsschulen modernisiert. Ein Beispiel aus Tunesien: Hier hat Deutschland in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft ein Ausbildungszentrum für Berufe im Baugewerbe aufgebaut, vor allem im Gipshandwerk. Seit 2014 wurden über 750 junge Tunesier im Trockenbau ausgebildet. Über die Hälfte haben Anstellung gefunden oder sich im Bereich Trockenbau selbstständig gemacht.

Das Entwicklungsministerium investiert jährlich mehr als 400 Millionen Euro in Bildung. Im weltweiten Vergleich ist Deutschland damit auf Platz 1 als größter Geber für Bildung: die deutschen Investitionen machen rund 17 Prozent der weltweiten öffentlichen Entwicklungsgelder für Bildung aus. Aktuell hat das Entwicklungsministerium mit weit über 40 Ländern eine Zusammenarbeit im Bereich Bildung vereinbart. Das Entwicklungsministerium unterstützt die Erstellung des Weltbildungsberichts der UNESCO bereits seit 2003 finanziell.

Kurzlink zu dieser Meldung



 

Kommentar schreiben

Wir bitten um Verständnis dafür, dass Ihre Kommentare aus technischen Gründen zeitlich verzögert online erscheinen. Bitte beachten Sie zudem unsere Netiquette.

* Diese Felder sind Pflichtangaben



Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen