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Mehr Fachpersonal

Ausbildung für eine bessere Gesundheitsversorgung in Afrika

Bundesregierung baut Engagement aus


Ein Arzt in Goma, Demokratische Republik Kongo, bereitet eine Impfung vor.

18.10.2017 |

Berlin – Afrika braucht eine bessere Gesundheitsversorgung. Die Ausbildung von Fachpersonal, der Zugang zu und die Qualität von Gesundheitsdienstleistungen – das sind die Herausforderungen. Am Dienstag haben Experten und Politiker Lösungsansätze beim Deutsch-Afrikanischen Symposium zur Gesundheitsversorgung diskutiert. Als Abschluss des Weltgesundheitsgipfels haben der Afrikaverein der deutschen Wirtschaft und der Bundesverband der Deutschen Industrie das von Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller eröffnete Symposium veranstaltet.

Entwicklungsminister Müller: "Fachkräfte sind das Herzstück einer funktionierenden Gesundheitsversorgung. Gemeinsam mit der Wirtschaft und den Kliniken investieren wir massiv in medizinische Ausbildungszentren."

Deutschland ist als drittgrößter Geber im Gesundheitsbereich führend. Ziel ist eine universelle Gesundheitsversorgung. Dafür hat das Bundesentwicklungsministerium vor zwei Jahren das Sonderprogramm "Gesundheit in Afrika" gestartet. Die drei Schwerpunkte sind Ausrüstung, Aufklärung und Ausbildung. Im Rahmen des Programms investiert die deutsche Entwicklungspolitik bis 2019 insgesamt 600 Millionen Euro. Ein besonderer Augenmerk gilt der Ausbildung, da leistungsfähige und widerstandsfähige Gesundheitssysteme vor allem eines bedürfen: gut ausgebildeter Fachkräfte. Darum wird die Bundesregierung in Afrika medizinische Ausbildungszentren für moderne berufliche Bildung im Gesundheitssektor fördern und gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft neue Ausbildungspartnerschaften gründen. Partnerschaften mit deutschen Kliniken sind bereits erfolgreich angelaufen: Nach nur einem Jahr fördert die deutsche Entwicklungspolitik bereits 66 Klinikpartnerschaften – davon allein 51 in Afrika.

Die Ebola-Epidemie in Westafrika hat gezeigt, dass starke und widerstandfähige Gesundheitssysteme entscheidend sind für das Wohl der Menschen vor Ort. Eine Milliarde Menschen weltweit haben noch keinen Zugang zu Krankenhäusern, Ärzten und Vorsorge. Viele sind so arm, dass sie ihre medizinische Behandlung nicht bezahlen können. 17 Millionen Ärzte fehlen weltweit.

In Reaktion auf die Ebola-Epidemie hat das Bundesentwicklungsministerium eine schnell einsetzbare Expertengruppe gegründet. Aktuell unterstützen die Experten in Madagaskar die Eindämmung der sich gefährlich ausbreitenden Lungenpest. In Togo war die Expertengruppe bereits im Kampf gegen das Lassa-Fieber erfolgreich.

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