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Weltbank-Tagung

Deutsch-amerikanische Initiative: Weltbank stärkt Chancen von Frauen als Unternehmerinnen


Inhaberin eines Friseur- und Kosmetiksalons in Kenia

14.10.2017 |

Washington - Das Entwicklungsministerium (BMZ) gratuliert der Weltbank zum offiziellen Start der "Women Entrepreneurs Finance Initiative", für  die sich Bundeskanzlerin Angela Merkel beim G20-Gipfel in Hamburg stark gemacht hatte. Ziel ist es, Unternehmerinnen in Entwicklungsländern den Zugang zu Finanzmitteln, Märkten, Wissen und Netzwerken zu erleichtern. Mehr als ein Dutzend Geber sind inzwischen dieser deutsch-amerikanischen Initiative beigetreten, wodurch über 340 Millionen US-Dollar eingeworben werden konnten.

Die Weltbank und deren auf den Privatsektor ausgerichtete Finanzinstitution IFC werden damit künftig in Entwicklungsländern Finanzierungen und Beratungen anbieten, die auf die Bedürfnisse engagierter Frauen vor Ort zugeschnitten sind. Beim offiziellen Launch im Rahmen der Weltbank-Herbsttagung nahm für Deutschland Thomas Silberhorn teil, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Bisher sind nur 20 Prozent der Unternehmen in den ärmsten Ländern im Besitz von Frauen. Die Gründe dafür sind vielfältig: In 155 Ländern erfahren Frauen rechtliche Diskriminierung beim Zugang zu Landrechten, Eigentum, Finanzen, im Erbrecht oder bei der Berufsausübung. Zugleich fehlen verfügbare Kredite für Unternehmerinnen. Der "Women Entrepreneurs Finance Initiative" geht es darum, staatliche Reformen und private Investitionen zu verbinden.

Das deckt sich mit den Zielen der deutschen Entwicklungspolitik, die sich für die Gleichberechtigung von Frauen und Mädchen auch in Entwicklungsländern einsetzt. Zahlreiche Bildungs- und Gesundheitsprogramme fördern die wirtschaftliche Integration von Frauen, etwa in Nordafrika und dem Nahen Osten. Nicht zuletzt geht es darum, traditionelle Rollenbilder von erwerbstätigen Frauen zu verändern und junge Frauen beim Übergang von Schule und Hochschule in den Beruf zu unterstützen.

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