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Weltklimakonferenz in Bonn

Globale Partnerschaft zur finanziellen Absicherung gegen Klimarisiken gegründet


Von links nach rechts: Laura Tuck (Vizepräsidentin für nachhaltige Entwicklung bei der Weltbank), der Parlamentarische Staatsekretär Thomas Silberhorn, Frank Bainiamarama (Premierminister von Fidschi und COP23-Präsident), Patricia Espinosa (Generalsekretärin der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen)
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Von links nach rechts: Laura Tuck (Vizepräsidentin für nachhaltige Entwicklung bei der Weltbank), der Parlamentarische Staatsekretär Thomas Silberhorn, Frank Bainiamarama (Premierminister von Fidschi und COP23-Präsident), Patricia Espinosa (Generalsekretärin der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen)

Pressemitteilung vom 14.11.2017 |

Bonn – Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Thomas Silberhorn hat heute gemeinsam mit Frank Bainimarama, Präsident der COP23 und Premierminister von Fidschi, der Weltbank sowie der Gruppe der V20 eine Globale Partnerschaft für Klima- und Katastrophenversicherungen und Risikofinanzierung gestartet.

Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Silberhorn: "Entwicklungsländer leiden besonders stark unter den Folgen des Klimawandels, obwohl sie am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen haben. In vielen Entwicklungsländern können Extremwetterereignisse ganze Existenzen bedrohen. Mit der Partnerschaft bringen wir Vertreter der ärmsten und verwundbarsten Länder der Welt und die wirtschaftlich starke G20 erstmalig an einen Tisch. Gemeinsam können wir arme Menschen noch besser gegen die Auswirkungen des Klimawandels schützen."

Die neue globale Partnerschaft baut auf der 2015 unter deutscher G7-Präsidentschaft in Elmau gegründeten InsuResilience-Initiative auf, die zum Ziel hat, bis 2020 zusätzliche 400 Millionen arme und besonders verletzbare Menschen gegen Klimarisiken in Entwicklungsländern zu versichern.

Ziel der neuen globalen Partnerschaft ist es zum einen, Regierungen in die Lage zu versetzen, schneller und gezielter nach einer Naturkatastrophe reagieren zu können und solide mögliche Folgekosten zu minimieren. Zum anderen sollen sie dabei unterstützt werden, sich besser auf die vom Klimawandel und von Naturkatastrophen ausgehenden Risiken vorzubereiten, indem beispielsweise Saatgutvorräte angelegt oder Notfallpläne erstellt werden.

Unterschiedlichste Vertreter aus Entwicklungs- und Industrieländern, internationalen Organisationen und Entwicklungsbanken, dem Privatsektor, der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft entwickeln gemeinsam konkrete und praktikable Ansätze zur finanziellen Absicherung von Klima- und Naturkatastrophenrisiken. Innovative Versicherungs- und Finanzierungslösungen, die auf landesspezifische Bedürfnisse und Herausforderungen der besonders armen Bevölkerung zugeschnitten sind, sollen durch die Globale Partnerschaft entwickelt und umgesetzt werden.

Das BMZ unterstützt die Partnerschaft mit 110 Millionen Euro (umgerechnet 125 Millionen US-Dollar).

Beispiele

Die karibische Klimaversicherung CCRIF (Caribbean Catastrophe Risk Insurance Facility) wird mithilfe von InsuResilience unterstützt. Zuletzt wurden im September 2017 nach den verheerenden Auswirkungen der Wirbelstürme "Irma" und "Maria" in der Karibik mehr als 55 Millionen US-Dollar an zehn Länder innerhalb von 14 Tagen ausgezahlt. Damit konnten unter anderem rasch dringend benötigte Medikamente gekauft und Notunterkünfte für die notleidende Bevölkerung gebaut werden.

In Sambia unterstützt InsuResilience die Baumwollfirma NWK Agri-Services, die Kleinbauern im Vertragsanbau direkte Wetter- und Lebensversicherungen anbietet. Im Jahr 2015 entschieden sich etwa 52.000 Bauern, die Versicherung zu kaufen. Nach einer ausgeprägten Dürreperiode im Jahr 2016 erhielten mehr als 23.000 Landwirte Auszahlungen.


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