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Internationaler Tag der Pressefreiheit

Entwicklungsministerium unterstützt Arbeit von Journalisten weltweit

Moderatorin beim Radiosender Okapi, der von den Vereinten Nationen in der Demokratischen Republik Kongo betrieben wird

03.05.2017 |

Das deutsche Entwicklungsministerium ist weltweit aktiv, wenn es um die Stärkung der Arbeit von Journalisten und einer freien Presse geht. Zum heutigen Internationalen Tag der Pressefreiheit erklärt Bundesminister Dr. Gerd Müller:

"Journalisten verdienen große Anerkennung für ihre mutigen Einsätze in den Krisenländern dieser Welt. Wir unterstützen sie im Rahmen unserer Entwicklungszusammenarbeit: Wir fördern Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Wir verbessern den Zugang zu Informationen für Menschen in entlegenen Regionen. Und wir helfen Medieninstitutionen dabei, ihre Geschäftsmodelle auf nachhaltige Beine zu stellen."

In rund 30 Fokusländern weltweit unterstützt das BMZ in Kooperation mit der Deutschen Welle Akademie (DWA) die Entwicklung freier, unabhängiger Medien. Schwerpunkte sind die Verbesserung der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die Förderung gesellschaftlicher Teilhabe, Qualifizierung, Professionalität und wirtschaftliche Nachhaltigkeit sowie der digitale Wandel als zentrales Querschnittsthema. Die wirtschaftlich stabile Grundlage von Medienhäusern trägt wesentlich zu einer unabhängigen Presse bei. Medien brauchen solide Finanzierungsmodelle, damit sie langfristig überleben und hochwertigen Journalismus produzieren können. Wirtschaftliche Sicherheit verringert das Risiko von Korruption und ermöglicht Journalisten ihre freie Arbeit. Deshalb fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gemeinsam mit der DWA 343 Medienhäuser in zwölf Ländern bei der Entwicklung nachhaltiger und innovativer Geschäftsmodelle. So werden Zeitungen, Fernsehstationen und Lokalradios zum Beispiel in Burundi, Bolivien oder Myanmar untereinander vernetzt. Über gemeinsame digitale Plattformen können sie so ihre Attraktivität für Nutzer, aber auch Werbeträger und Investoren erhöhen.

Die Medienfreiheit ist im vergangenen Jahr laut Reporter ohne Grenzen global erneut zurückgegangen. In zwei Drittel aller Länder sind für 2016 zunehmende Einschränkungen der Medienfreiheit zu beklagen. 87 Prozent der Menschen weltweit haben keinen Zugang zu freien Medien. Das bedeutet: Weniger als einer von sieben Menschen weltweit kann sich frei und ungehindert informieren. Journalisten werden bedroht und angegriffen. 2017 starben bereits acht Journalisten im Einsatz, 193 sind in Haft, darunter der in der Türkei festgesetzte "Welt"-Reporter Deniz Yücel.

Auf Vorschlag der UNESCO hat die UN-Generalversammlung 1993 den Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai ausgerufen. Dieser Tag erinnert an die "Erklärung von Windhoek", die 1991 mit dem Ziel der Förderung einer unabhängigen und pluralistischen Presse in Windhoek/Namibia verabschiedet wurde. Er erinnert an die Verletzung von Informations- und Freiheitsrechten in vielen Staaten der Welt.

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Siehe auch

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