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Von der Plantage bis zum Stoff

Arbeitsplätze und Einkommen dank Baumwolle in Burkina Faso


Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Roch Marc Christian Kaboré, Staatspräsident von Burkina Faso, in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin

22.03.2017 |

Berlin – Den Baumwollanbau zur Jobmaschine in Burkina Faso machen – das ist eines der Ziele der deutschen Entwicklungspolitik mit Burkina Faso. Bundesminister Gerd Müller hat heute bei einem Treffen mit dem Staatspräsidenten von Burkina Faso, Roch Marc Christian Kaboré, eine Vertiefung der Zusammenarbeit vereinbart.

Gerd Müller: "Baumwolle ist das weiße Gold. Burkina Faso soll nicht nur die Faser, sondern auch den Stoff produzieren. Das schafft Arbeitsplätze und die Wertschöpfung bleibt im Land."

Baumwolle ist eines der wichtigsten Exportgüter Burkina Fasos. Mit deutscher Unterstützung sollen die Produktivität, die Qualität und die Arbeitsstandards auf den Plantagen verbessert werden. Bisher finden nur der Anbau und der erste Schritt der Weiterverarbeitung der Baumwolle, die Entkernung, im Land statt. Gemeinsam mit deutschen Investoren will die deutsche Entwicklungspolitik dafür sorgen, dass auch die Faser und der Stoff in Burkina Faso hergestellt werden. 

Die sicherheitspolitischen Herausforderungen in Mali haben auch Auswirkungen auf Burkina Faso. Islamistische Gruppen destabilisieren die Grenzregion. Burkina Faso unterstützt den Kampf gegen den Terrorismus in der Region als Teil einer Initiative der Sahel-Länder, der sogenannten G5.

"Burkina Faso ist ein Stabilitätsanker in Westafrika. Wir dürfen nicht zulassen, dass weitere terroristische Gruppen aus Mali ins Land kommen. Das kann nur mit einem Sicherheitskonzept für die ganze Region gelingen", so Minister Müller beim Gespräch mit Präsident Kaboré. 

Beim dritten African Economic Forum in Berlin haben Minister Müller und Präsident Kaboré gestern für mehr Investitionen in Burkina Faso geworben. Die deutsche Entwicklungspolitik arbeitet an einer Initiative, das Risiko solcher Investitionen zu mindern. Dazu zählen vor allem Investitionsgarantien. Zugleich setzt sich die Bundesregierung bei ihren afrikanischen Partnern dafür ein, Rechtssicherheit zu einer Priorität zu machen.

Die deutsche Entwicklungspolitik unterstützt Burkina Faso in der Modernisierung der Landwirtschaft, der Versorgung mit sicherem Trinkwasser und in der Dezentralisierung.

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