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Sport für Entwicklung

Entwicklungsministerium und Deutscher Olympischer Sportbund bauen Partnerschaft aus


Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller (links) und der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), Alfons Hörmann, bei der Unterzeichnung der Partnerschaftserklärung

Pressemitteilung vom 22.06.2017 |

Berlin – Sport begeistert Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt. Auch in Entwicklungsländern können Sportangebote zur Bildung und persönlichen Entwicklung von jungen Menschen beitragen. Deshalb haben Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller und der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), Alfons Hörmann, heute eine Partnerschaftserklärung unterzeichnet.

Gerd Müller: "Die Begeisterung für Sport ist universell. Mädchen und Jungen auf der ganzen Welt lernen in einer Mannschaft, was es heißt, im Team zusammenzuarbeiten, an Zielen festzuhalten und mit Niederlagen umzugehen. Diese Werte nutzen und fördern wir gemeinsam mit dem DOSB als starkem Partner."

Alfons Hörmann: "Sport fasziniert und bewegt Menschen weltweit, über sprachliche und kulturelle Barrieren, Bildungs-, Alters- und Geschlechtsunterschiede hinweg. Sport kann deshalb auch einen wertvollen Beitrag leisten, um die Entwicklungsziele der Bundesregierung zu unterstützen. Deshalb arbeiten wir seit vielen Jahren hervorragend mit dem BMZ zusammen und freuen uns, diese Zusammenarbeit jetzt noch weiter auszubauen."

Der Ansatz "Sport für Entwicklung" überzeugt auch Britta Heidemann, Olympiasiegerin im Fechten und Mitglied der Athletenkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Sie macht sich deshalb als Botschafterin für das Thema stark.

Britta Heidemann: "Als Athletin erlebe ich die Kraft und die Faszination des Sports hautnah und weiß, dass er einen positiven Einfluss auf Menschen in aller Welt haben kann. Ob Toleranz, Teamgeist oder Sozialkompetenz – mit Sport kann man viele Werte vermitteln. Ich bin sehr gerne Teil des Ganzen."

Durch Trainingsangebote in verschiedenen Sportarten fördern das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der DOSB junge Menschen in Entwicklungsländern. So lernen Kinder und Jugendliche zum Beispiel Verantwortung zu übernehmen, sich fair zu verhalten und Konflikte friedlich zu lösen. Das sind Schlüsselqualifikationen und Alltagskompetenzen, die ihnen später den Einstieg in die Berufswelt erleichtern. Damit das funktioniert, bilden BMZ und DOSB auch Menschen aus und weiter, die im Sport arbeiten und in ihren Partnerländern die Sport- und Bewegungsangebote mit entwicklungspolitischen Themen wie HIV/Aids-Vorsorge, Gewaltprävention oder die Gleichberechtigung von Frauen und Männern verbinden. Diese Multiplikatoren sind Vorbilder und Vertrauenspersonen, vermitteln den Kindern und Jugendlichen ein stärkeres Selbstwertgefühl und helfen ihnen, Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Außerdem wird das Training an Bildungsangebote wie Hausaufgabenhilfe oder eine Berufsausbildung geknüpft. Um sichere Räume für diese Sportangebote zu schaffen, fördert das BMZ zudem gemeinsam mit seinen Partnern den Bau und die Instandsetzung von Sportplätzen.

Mit ihrer Zusammenarbeit wollen das BMZ und der DOSB auch die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland an die Entwicklungspolitik heranführen. Über den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst "weltwärts" können sie zum Beispiel für ein Jahr in Projekte in Partnerländer gehen und sich vor Ort engagieren. In den vergangenen Jahren haben Freiwillige etwa beim Aufbau eines Basketball-Projekts zur HIV/Aids-Prävention in Namibia geholfen oder die Ausbildung von Sportlehrerinnen und -lehrern im Bereich "Sport für Entwicklung" in Ruanda tatkräftig unterstützt. Auch in diesem Jahr werden in Kooperation mit dem ASC Göttingen knapp 80 Freiwillige über "weltwärts" in Projekte mit Sportbezug entsendet.

Mit der Unterzeichnung der Partnerschaftserklärung vertiefen das BMZ und der DOSB ihr gemeinsames Engagement und weiten es auf neue Länder, Themen und Sportarten aus, wie zum Beispiel Leichtathletik. Ein wichtiges Aktionsfeld ist auch die Integration von Flüchtlingen in Aufnahmeländern wie der Türkei.

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