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Internationale Grüne Woche

Faire Mode und nachhaltiges Palmöl

BMZ und WWF präsentieren Studie zum Raubbau am Regenwald

Präsentation eines fair produzierten und gehandelten T-Shirts auf dem BMZ-Stand der Grünen Woche in Berlin

Pressemitteilung vom 25.01.2017 |

Berlin – Faire Mode ist auf dem Vormarsch und längst laufstegtauglich: Wie schick fair produzierte Kleidung sein kann, das zeigt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit seiner Modenschau auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

"Wir alle tragen Verantwortung auf unserer Haut – wortwörtlich, mit unserer Kleidung. In unserem Textilbündnis setzen sich mittlerweile 180 Mitglieder dafür ein, dass Mode nachhaltig hergestellt wird. Zwei Drittel der Bekleidung werden in Entwicklungs- und Schwellenländern produziert. Die Näherinnen und Näher brauchen faire Arbeitsbedingungen", sagte Bundesentwicklungsminister Müller.

"Über den Erfolg von nachhaltiger Kleidung entscheiden letztlich wir alle, mit jeder Kaufentscheidung. Wer bewusst nachhaltig einkauft und auf Siegel achtet, kann sicherstellen, dass seine Kleidung nicht mit Kinderhänden oder giftigen Chemikalien hergestellt wurde. Unsere Modenschau zeigt, dass fair und schick zusammengehen", so der Minister.

Zu den 180 Partnern des Textilbündnisses gehören viele Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften, Organisationen, die soziale und ökologische Gütesiegel für Textilien vergeben, sowie die Bundesregierung. Einen Überblick über bestehende Siegel und was sie bedeuten finden Sie im Verbraucherportal www.siegelklarheit.de.

Von der Mode zur Kosmetik: Was hat der Lippenstift mit dem Regenwald zu tun? Ob in Shampoo, Schokolade oder eben Lippenstift, in zahlreichen Kosmetika und Lebensmitteln steckt Palmöl. Palmöl gehört neben Soja für Tierfutter oder Kakao zu den Produkten, die hauptsächlich verantwortlich sind für die Abholzung von Wäldern. Das zeigt ein heute bei der Internationalen Grünen Woche vorgestelltes gemeinsames Papier des Bundesentwicklungsministeriums und der Naturschutzorganisation WWF. Demnach verursacht Landwirtschaft weltweit 80 Prozent der Waldrodungen.

Bundesminister Müller: "Die Regenwälder sind die Lunge unseres Planeten. Der Anbau beispielsweise von Palmöl treibt die Zerstörung dieser Wälder voran. Indonesien war weltweit sogar drittgrößter Verursacher von CO2, denn hier wurde großflächig mit Brandrodung Platz für Palmölplantagen geschaffen. Die EU verhandelt derzeit ein Freihandelsabkommen mit Indonesien. Ich setze mich hierbei dafür ein, dass künftig nur noch nachhaltig hergestelltes Palmöl in die EU importiert werden darf. Wir dürfen den Raubbau am Regenwald nicht auch noch mit Zollrabatten belohnen."

Mit der "Initiative für entwaldungsfreie Lieferketten" fördert das BMZ den nachhaltigen Anbau von Palmöl in Indonesien und weiteren Partnerländern.

Ganz im Zeichen von "fair leben, fair einkaufen und fair produzieren" präsentiert sich das BMZ bereits zum zweiten Mal auf der Internationalen Grünen Woche. Zum Auftakt hatten Bundesminister Müller, die Präsidentin des Welternährungsprogramms, Ertharin Cousin, sowie Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe dafür plädiert, gemeinsame Anstrengungen zu unternehmen, um Hunger weltweit zu beenden.

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Bundesentwicklungsminister Gerd Müller bei der Eröffnung der BMZ-Präsentation auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin zusammen mit einer Gruppe kenianischer Bäuerinnen
Bildergalerie öffnen gallery28846182_2../../../../../mediathek/bildergalerien/20170120_gruene-woche_2017/0010_gruenewoche_thumb.jpgMichael Gottschalk/photothek.net Bildergalerie öffnen

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller bei der Eröffnung der BMZ-Präsentation auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin zusammen mit einer Gruppe kenianischer Bäuerinnen

Bild: © Michael Gottschalk/photothek.net

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Bundesminister Gerd Müller am Stand des BMZ mit dem Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, und Joachim Rukwied, Vorsitzender des Deutschen Bauernverbandes

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Äthiopische Kaffeezeremonie mit Minister Müller und Sara Nuru von der Hilfsorganisation Menschen für Menschen. Die Kaffeeproduktion ist geprägt von niedrigen Einkommen der Produzenten, von Kinderarbeit und von der Zerstörung der Wälder.

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Bundesminister Gerd Müller und der Landwirtschaftsminister von Burkina Faso, Jacob Ouédraogo. Das Land ist einer der größten Baumwollproduzenten Afrikas und wird von Deutschland beim nachhaltigen Anbau der Pflanzen unterstützt.

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Bundesminister Müller informiert sich über die Arbeitsbedingungen für Arbeiterinnen und Arbeiter in der globalen Textilindustrie.

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Minister Müller am Stand des BMZ auf der Grünen Woche 2017 mit Bärbel Diekmann, Präsidentin der Welthungerhilfe

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Vorstellung der Studie "Verändert der faire Handel die Gesellschaft?" mit (von links nach rechts): Andrea Fütterer, Vorsitzende Forum Fairer Handel e.V., Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, Dieter Overath, Vorstand TransFair e.V. und Stefan Genth, Geschäftsführer Handelsverband Deutschland

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Minister Müller zusammen mit Dapne Michai, Managerin des kenianischen Bauernverbandes, und Ruth Luto, Vorsitzende HEMA Women Sacco

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Anette Pensel von der Global Coffee Platform überreicht eine Kaffeepflanze in einer Kaffeetasse an Bundesminister Müller nach der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding.

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Zwei Bäuerinnen aus Kenia am Stand des BMZ bei der Internationalen Grünen Woche. Gemeinsam mit Landfrauen aus dem Allgäu sprechen sie über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Milchwirtschaft in beiden Ländern.

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Jeder trägt Verantwortung als Verbraucher! Der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel wirbt auf der Grünen Woche für textile Nachhaltigkeit – von der afrikanischen Baumwolle bis zum fair gehandelten T-Shirt.

Bild: © Thomas Ecke

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Staatssekretär Dr. Friedrich Kitschelt beim Ratespiel "1, 2 oder 3", bei dem junge Besucher ihr Wissen über Ernährung testen können.

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Um faire Herstellung von Produkten, wie zum Beispiel Schokolade, geht es in der Kindervorlesung mit Professor Dr. Harald Grethe vom Albrecht-Daniel-Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften.

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Aicha Ballo, eine der wenigen französischen Spitzenköchinnen mit afrikanischen Wurzeln, präsentiert mit ihrem Team moderne afrikanische Küche am Stand des BMZ. Ihre kulinarische Botschaft: "Eine Küche ohne Grenzen, ohne Farbe oder Herkunft. Eine Gemeinschaftsküche."

Bild: © Thomas Ecke

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Auf dem BMZ-Stand treten auch zahlreiche Künstler aus Afrika auf: Hier präsentiert Willi Sahel mit seiner Band Musik aus dem Tschad.

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Unter dem Motto "Satt ist nicht genug" stellt Brot für die Welt, einer der Partner des BMZ auf der Grünen Woche, kleinbäuerliche und kooperative Initiativen zur gesunden und ausgewogenen Ernährung vor.

Bild: © Thomas Ecke

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Die Gruppe AIPO begeistert die Besucher des BMZ-Standes mit Stelzenläufern, Trommlern, Tänzern und Akrobatik.

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Bundesentwicklungsminister Gerd Müller bei der Eröffnung der BMZ-Präsentation auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin zusammen mit einer Gruppe kenianischer Bäuerinnen

Bundesminister Gerd Müller am Stand des BMZ mit dem Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, und Joachim Rukwied, Vorsitzender des Deutschen Bauernverbandes

Äthiopische Kaffeezeremonie mit Minister Müller und Sara Nuru von der Hilfsorganisation Menschen für Menschen. Die Kaffeeproduktion ist geprägt von niedrigen Einkommen der Produzenten, von Kinderarbeit und von der Zerstörung der Wälder.

Bundesminister Gerd Müller und der Landwirtschaftsminister von Burkina Faso, Jacob Ouédraogo. Das Land ist einer der größten Baumwollproduzenten Afrikas und wird von Deutschland beim nachhaltigen Anbau der Pflanzen unterstützt.

Bundesminister Müller informiert sich über die Arbeitsbedingungen für Arbeiterinnen und Arbeiter in der globalen Textilindustrie.

Minister Müller am Stand des BMZ auf der Grünen Woche 2017 mit Bärbel Diekmann, Präsidentin der Welthungerhilfe

Vorstellung der Studie "Verändert der faire Handel die Gesellschaft?" mit (von links nach rechts): Andrea Fütterer, Vorsitzende Forum Fairer Handel e.V., Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, Dieter Overath, Vorstand TransFair e.V. und Stefan Genth, Geschäftsführer Handelsverband Deutschland

Minister Müller zusammen mit Dapne Michai, Managerin des kenianischen Bauernverbandes, und Ruth Luto, Vorsitzende HEMA Women Sacco

Anette Pensel von der Global Coffee Platform überreicht eine Kaffeepflanze in einer Kaffeetasse an Bundesminister Müller nach der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding.

Zwei Bäuerinnen aus Kenia am Stand des BMZ bei der Internationalen Grünen Woche. Gemeinsam mit Landfrauen aus dem Allgäu sprechen sie über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Milchwirtschaft in beiden Ländern.

Jeder trägt Verantwortung als Verbraucher! Der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel wirbt auf der Grünen Woche für textile Nachhaltigkeit – von der afrikanischen Baumwolle bis zum fair gehandelten T-Shirt.

Staatssekretär Dr. Friedrich Kitschelt beim Ratespiel "1, 2 oder 3", bei dem junge Besucher ihr Wissen über Ernährung testen können.

Um faire Herstellung von Produkten, wie zum Beispiel Schokolade, geht es in der Kindervorlesung mit Professor Dr. Harald Grethe vom Albrecht-Daniel-Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften.

Aicha Ballo, eine der wenigen französischen Spitzenköchinnen mit afrikanischen Wurzeln, präsentiert mit ihrem Team moderne afrikanische Küche am Stand des BMZ. Ihre kulinarische Botschaft: "Eine Küche ohne Grenzen, ohne Farbe oder Herkunft. Eine Gemeinschaftsküche."

Auf dem BMZ-Stand treten auch zahlreiche Künstler aus Afrika auf: Hier präsentiert Willi Sahel mit seiner Band Musik aus dem Tschad.

Unter dem Motto "Satt ist nicht genug" stellt Brot für die Welt, einer der Partner des BMZ auf der Grünen Woche, kleinbäuerliche und kooperative Initiativen zur gesunden und ausgewogenen Ernährung vor.

Die Gruppe AIPO begeistert die Besucher des BMZ-Standes mit Stelzenläufern, Trommlern, Tänzern und Akrobatik.


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