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Welthandel

WTO-Abkommen tritt in Kraft

Erleichterungen für Handel in Entwicklungsländern


Containerschiff im Hafen von Beirut

22.02.2017 |

Berlin – Das Abkommen der Welthandelsorganisation (WTO) über Handelserleichterungen ist heute in Kraft getreten. Es erleichtert den Handel und grenzüberschreitenden Warenverkehr in Entwicklungsländern.

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller: "Wir werden Entwicklungsländer bei der Umsetzung des neuen WTO-Abkommens unterstützen. Vor allem der Handel in und mit Afrika wird damit einfacher, kostengünstiger und schneller."

Mit dem Abkommen werden vor allem Zollverfahren beschleunigt. Der innerafrikanische Handel kann so schneller und unbürokratischer abgewickelt werden. Davon profitieren vor allem kleine und mittelständische Unternehmen und der lokale Grenzverkehr.

Um die Umsetzung des WTO-Abkommens zu unterstützen, hat Deutschland gemeinsam mit anderen Industriestaaten und mit international tätigen Unternehmen eine "Globale Allianz für Handelserleichterungen" gegründet. Die Allianz schafft Grundlagen für eine Senkung der Handelskosten in Entwicklungsländern und bindet diese stärker in das internationale Handelssystem ein.

Das Bundesentwicklungsministerium setzt im Rahmen des Marshallplans mit Afrika darauf, die Rahmenbedingungen für den zwischenstaatlichen und regionalen Handel in Afrika deutlich zu verbessern. Dazu leistet das WTO-Abkommen einen wichtigen Beitrag. Studien zeigen, dass die Handelskosten durch Umsetzung des Abkommens um bis zu 16 Prozent gesenkt werden können. Für afrikanische Länder und die am wenigsten entwickelten Länder ergeben sich dadurch besonders große Handelsvorteile.

Das WTO-Abkommen über Handelserleichterungen (Trade Facilitation Agreement, TFA) ist das erste multilaterale Handelsabkommen seit Gründung der WTO im Jahr 1995. Das Abkommen wurde 2013 verabschiedet. Die erforderliche Ratifizierung durch zwei Drittel der 164 WTO-Mitglieder wurde am 22. Februar 2017 erreicht.

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