Hauptinhalt

Wir tragen Verantwortung

Vier Jahre nach Rana Plaza: Bewusste Kaufentscheidungen treffen


Bundesentwicklungsminister Gerd Müller im Oktober 2015 beim Besuch der Textilfabrik der GBL Group, dem ersten Partnerunternehmen des Textilbündnisses in Bangladesch

Pressemitteilung vom 24.04.2017 |

Berlin – Am 24. April jährt sich der verheerende Einsturz der Rana Plaza Textilfabrik in Bangladesch zum vierten Mal. Die fürchterliche Katastrophe forderte 1.100 Todesopfer, 2.500 Menschen wurden verletzt. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat das Unglück zum Anlass genommen, einen Wandel in der Textilwirtschaft anzustoßen und die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards entlang der gesamten textilen Lieferkette zu verbessern.

Bundesminister Dr. Gerd Müller: "Der Unfall in Bangladesch hat uns auf tragische Weise wachgerüttelt. Ein zweites Rana Plaza darf es nicht geben! Deswegen haben wir das Textilbündnis auf den Weg gebracht. Bald wird es sich kein Textilunternehmen und keine bekannte Modemarke mehr leisten können, nicht im Bündnis für nachhaltige Textilien zu sein. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher treffen bewusste Kaufentscheidungen und wollen wissen, ob ihre Kleidung ohne giftige Chemikalien, ohne Ausbeutung und ohne Kinderarbeit und stattdessen zu angemessenen Löhnen hergestellt wird. Wer noch nicht im Bündnis für nachhaltige Textilien ist, wo er Nachhaltigkeitsfortschritte kontinuierlich Jahr für Jahr unter Beweis stellen muss, der wird sich künftig fragen lassen müssen, warum das so ist."

Das vom BMZ auf den Weg gebrachte Bündnis für nachhaltige Textilien vereint heute neben einflussreichen Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und Ministerien vor allem Verbände und Unternehmen, die insgesamt etwa 50 Prozent des deutschen Textileinzelhandelsumsatzes erwirtschaften. Damit erreicht das Bündnis eine einflussreiche Marktmacht.

Die Bundesregierung als Bündnismitglied hat bereits ein klares Bekenntnis für eine Trendwende hin zu mehr Nachhaltigkeit in der Textilindustrie abgegeben. Sie will unter anderem ihr Engagement vor Ort in Entwicklungsländern wie Pakistan, Bangladesch oder Äthiopien verstärken und die öffentliche Beschaffung an sozialen und ökologischen Kriterien ausrichten. So sollen bis zum Jahr 2020 mindestens 50 Prozent aller vom Bund beschafften Textilien nachhaltig sein.

Kurzlink zu dieser Meldung



 

Kommentar schreiben

Wir bitten um Verständnis dafür, dass Ihre Kommentare aus technischen Gründen zeitlich verzögert online erscheinen. Bitte beachten Sie zudem unsere Netiquette.

* Diese Felder sind Pflichtangaben



Weitere Informationen

Video

Loading the player...

Im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit soll in Äthiopien ein Berufsbildungszentrum für den Textilsektor entstehen.

BMZ-Presseservice

Journalistinnen und Journalisten können sich hier in den BMZ-Presseverteiler aufnehmen lassen.

Informationen

Siehe auch

Externe Links

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen