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UN-Flüchtlingsgipfel

Deutschland fordert mehr internationale Solidarität bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise


Bundesentwicklungsminister Gerd Müller spricht vor dem Auftakt des UN-Flüchtlingsgipfels bei einer UNICEF-Veranstaltung im Rahmen des 70. Geburtstages des Kinderhilfswerkes

Pressemitteilung vom 19.09.2016 |

New York – Zum Auftakt des ersten UN-Flüchtlingsgipfels hat Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller die Zahlung der versprochenen Hilfsgelder für die Millionen Notleidenden in und um Syrien gefordert. Bei der Syrien-Konferenz im Februar in London hatte die Staatengemeinschaft rund 10 Milliarden Dollar an Hilfen zugesagt. Noch nicht einmal die Hälfte davon ist umgesetzt worden.

Dazu sagte Minister Müller am Rande einer UNICEF-Veranstaltung zum 70. Geburtstag des Kinderhilfswerks: "Es ist ein Skandal, dass manche Länder ihre Hilfen nur auf dem Papier versprechen und die Menschen in und um Syrien hungern müssen und kein Dach über dem Kopf haben. Von vollmundigen Versprechen können Babyflaschen nicht gefüllt werden, Kinder nicht zur Schule gehen und keine Jobs geschaffen werden. Die Weltgemeinschaft ist hier gefordert, ein System zu finden, das Krisen rechtzeitig erkennt und gemeinsam konkret gehandelt werden kann."

Müller forderte einen UN-Flüchtlingsfonds, in den jedes Land nach seiner Leistungsfähigkeit und nach seiner Bereitschaft, Menschen in Not aufzunehmen, einzahlt. "Wir brauchen einen fairen globalen Lastenausgleich in der Flüchtlingspolitik und ein vorausschauendes Handeln aller Beteiligten."

Bundesminister Gerd Müller mit UN-Generalsekretär Ban Ki-moon am Rande des UN-Gipfels für Flüchtlinge und Migranten in New York

Der Gipfel der Vereinten Nationen für Flüchtlinge und Migranten findet auf Einladung des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, statt. Der Gipfel strebt ein gemeinsames Verständnis unter den Mitgliedsstaaten an, dass es eine weltweit geteilte Verantwortung für große Flucht- und Migrationsbewegungen gibt. Ziele des Gipfels sind, die Hilfen für Flüchtlinge weltweit zu verstärken und den Zugang von Flüchtlingen in den Aufnahmeländern zu Bildung und den Arbeitsmarkt zu fördern.

Minister Müller: "Die Bewältigung der Flüchtlingskrise ist eine weltweite Aufgabe, jeder Staat muss Verantwortung tragen. Gemeinsam können und müssen wir die Probleme in den Herkunftsländern der Flüchtlinge lösen. Die Hilfen müssen effizient und schnell umgesetzt werden."

Deutschland geht hier mit gutem Beispiel voran. Mehr als eine Million Kinder haben durch die deutsche Unterstützung Zugang zu Bildung. Im Umfeld der Syrien- und Irak-Krise hat das Entwicklungsministerium seine Mittel in den vergangenen drei Jahren nahezu vervierfacht. So entstehen zum Beispiel durch eine Beschäftigungsoffensive 50.000 Jobs für Flüchtlinge in und um Syrien.


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