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Schule, Ausbildung, Arbeit

Entwicklungsminister startet viertägige Reise nach Jordanien, Libanon und in die Türkei


Auszubildende aus dem Bereich Metallbau schneiden in einem jordanischen Berufsbildungszentrum  ein Gewinde. Deutschland unterstützt Jordanien bei der Berufsausbildung für Jugendliche.

Pressemitteilung vom 04.10.2016 |

Berlin – Ganz im Zeichen des sich weiter verschärfenden Syrien-Konflikts ist Bundesminister Dr. Gerd Müller am Mittag zu einer viertägigen Reise nach Jordanien, Libanon und in die Türkei aufgebrochen. In den drei Ländern sind rund fünf Millionen syrische Flüchtlinge offiziell registriert, über die Hälfte sind Kinder.

Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: "Deutschland unterstützt die Aufnahmeländer rund um Syrien so stark wie nie zuvor. Das BMZ hat seine Mittel im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht und konnte damit gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort ganz konkrete Verbesserungen für die Menschen erreichen. So können über eine Million Kinder und Jugendliche in der Krisenregion mit deutscher Hilfe zur Schule gehen oder bekommen eine Ausbildung. Außerdem ist es uns gelungen, mit einer Beschäftigungsoffensive innerhalb eines halben Jahres 34.000 Jobs zu schaffen, zuletzt 8.000 Stellen für syrische Lehrer in der Türkei. Bis zum Jahresende werden wir 50.000 Arbeitsplätze geschaffen haben, durch die rund 250.000 Familienangehörige besser leben können. Unsere Arbeit zeigt: Vor Ort können wir mit einem Euro ein Vielfaches an Wirkung erzielen. In einer solch langanhaltenden Notsituation geben Schule für Kinder, Ausbildung für Jugendliche und Beschäftigung für die Eltern den Flüchtlingen und denen, die sie aufnehmen, Hoffnung und Perspektive."

Das BMZ stellt für die Beschäftigungsoffensive bis Jahresende 200 Millionen Euro bereit. Damit wurden zehn Beschäftigungsprogramme, sogenannte Cash-for-work-Vorhaben, gestartet, Lehrer eingestellt, Straßen und Häuser repariert oder die Abfallentsorgung in völlig überlasteten Gemeinden unterstützt.

Ganz im Zeichen des sich weiter verschärfenden Syrien-Konflikts ist Bundesminister Dr. Gerd Müller – hier im Gespräch mit einem jordanischen Bauern – zu einer viertägigen Reise nach Jordanien, Libanon und in die Türkei aufgebrochen.
Bildergalerie öffnen gallery28419126_2../../../../../mediathek/bildergalerien/20161006_reise_naher_osten/0020_jordan_thumb.jpgThomas Trutschel/photothek.net Bildergalerie öffnen

Ganz im Zeichen des sich weiter verschärfenden Syrien-Konflikts ist Bundesminister Dr. Gerd Müller – hier im Gespräch mit einem jordanischen Bauern – zu einer viertägigen Reise nach Jordanien, Libanon und in die Türkei aufgebrochen.

Bild: © Thomas Trutschel/photothek.net

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In Jordanien und Libanon lebt die Mehrzahl der Flüchtlinge nicht in Camps, sondern in Dörfern und Kleinstädten. Viele Kommunen sind an der Grenze ihrer Belastbarkeit. Deutschland unterstützt die aufnehmenden Gemeinden deshalb mit der nötigen Infrastruktur. In Jordanien besuchte Bundesminister Gerd Müller – hier im Gespräch mit einem Arbeiter – ein Projekt zum Bau und zur Ausbesserung von Straßen und Abwasserkanälen.

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In den Aufnahmeländern rund um Syrien können dank deutscher Unterstützung über eine Million Kinder und Jugendliche zur Schule gehen oder eine Ausbildung machen. Diese Auszubildenden in einem Berufsbildungszentrum in Jordanien installieren eine Warmwasseranlage.

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Auszubildende in einem Berufsbildungszentrum in Jordanien schneiden ein Gewinde.

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Über die Hälfte der rund fünf Millionen syrischen Flüchtlinge, die in den Nachbarländern registriert sind, sind Kinder. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit arbeitet unter anderem mit UNICEF zusammen, um möglichst vielen Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Auf seiner Reise besuchte Minister Müller eine Mädchenschule in Irbid, im Norden von Jordanien.

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Schülerinnen in der Ajnadeen Mädchenschule in Irbid, Jordanien

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Die Schule in Irbid ist eine von zahlreichen Schulen in Jordanien, die von Deutschland dabei unterstützt werden, die große Zahl der syrischen Kinder ins Schulsystem zu integrieren, zum Beispiel durch zusätzliche Lehrkräfte oder durch die Verbesserung der Sanitärversorgung.

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Bundesminister Müller im Gespräch mit dem jordanischen Premierminister Hani Mulki.

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Nach seinem Besuch in Jordanien reiste Minister Müller weiter nach Libanon.

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In Libanon leben inzwischen mehr als eine Million syrische Flüchtlinge. Bundesminister Müller besuchte ein Flüchtlingscamp in der libanesischen Bekaa-Ebene und sprach mit den Bewohnern.

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Viele der Flüchtlinge in den Lagern werden vom UN-Welternährungsprogramm (WEP) versorgt. Wegen fehlender Geldmittel musste das WEP die Lebensmittelrationen für Flüchtlinge kürzen. Das BMZ hat daher seine Mittel für das Welternährungsprogramm aufgestockt. So können rund 650.000 syrische Familien und 27.000 libanesische Familien bis Jahresende mit Nahrungsmitteln versorgt werden.

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Ganz im Zeichen des sich weiter verschärfenden Syrien-Konflikts ist Bundesminister Dr. Gerd Müller – hier im Gespräch mit einem jordanischen Bauern – zu einer viertägigen Reise nach Jordanien, Libanon und in die Türkei aufgebrochen.

In Jordanien und Libanon lebt die Mehrzahl der Flüchtlinge nicht in Camps, sondern in Dörfern und Kleinstädten. Viele Kommunen sind an der Grenze ihrer Belastbarkeit. Deutschland unterstützt die aufnehmenden Gemeinden deshalb mit der nötigen Infrastruktur. In Jordanien besuchte Bundesminister Gerd Müller – hier im Gespräch mit einem Arbeiter – ein Projekt zum Bau und zur Ausbesserung von Straßen und Abwasserkanälen.

In den Aufnahmeländern rund um Syrien können dank deutscher Unterstützung über eine Million Kinder und Jugendliche zur Schule gehen oder eine Ausbildung machen. Diese Auszubildenden in einem Berufsbildungszentrum in Jordanien installieren eine Warmwasseranlage.

Auszubildende in einem Berufsbildungszentrum in Jordanien schneiden ein Gewinde.

Über die Hälfte der rund fünf Millionen syrischen Flüchtlinge, die in den Nachbarländern registriert sind, sind Kinder. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit arbeitet unter anderem mit UNICEF zusammen, um möglichst vielen Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Auf seiner Reise besuchte Minister Müller eine Mädchenschule in Irbid, im Norden von Jordanien.

Schülerinnen in der Ajnadeen Mädchenschule in Irbid, Jordanien

Die Schule in Irbid ist eine von zahlreichen Schulen in Jordanien, die von Deutschland dabei unterstützt werden, die große Zahl der syrischen Kinder ins Schulsystem zu integrieren, zum Beispiel durch zusätzliche Lehrkräfte oder durch die Verbesserung der Sanitärversorgung.

Bundesminister Müller im Gespräch mit dem jordanischen Premierminister Hani Mulki.

Nach seinem Besuch in Jordanien reiste Minister Müller weiter nach Libanon.

In Libanon leben inzwischen mehr als eine Million syrische Flüchtlinge. Bundesminister Müller besuchte ein Flüchtlingscamp in der libanesischen Bekaa-Ebene und sprach mit den Bewohnern.

Viele der Flüchtlinge in den Lagern werden vom UN-Welternährungsprogramm (WEP) versorgt. Wegen fehlender Geldmittel musste das WEP die Lebensmittelrationen für Flüchtlinge kürzen. Das BMZ hat daher seine Mittel für das Welternährungsprogramm aufgestockt. So können rund 650.000 syrische Familien und 27.000 libanesische Familien bis Jahresende mit Nahrungsmitteln versorgt werden.

Im extrem wasserarmen Jordanien stellt das BMZ die Versorgung von 1,2 Millionen Menschen mit Wasser sicher, unter anderem durch den Bau einer Wasserpipeline. Im Nordirak wurden ein Krankenhaus und ein Gesundheitszentrum zur Versorgung von 500.000 Menschen gebaut. In der Stadt Tikrit konnten 130.000 Menschen in ihre wiederaufgebauten Häuser zurückkehren. Um eine erneute Kürzung der Lebensmittelrationen in Libanon zu verhindern, hat das BMZ seine Mittel für das Welternährungsprogramm aufgestockt. So können rund 650.000 syrische Familien und 27.000 libanesische Familien bis Jahresende mit Nahrungsmitteln versorgt werden.

Minister Müller: "Angesichts des nahenden Winters müssen auch die anderen Staaten ihren Zusagen vollständig nachkommen und ihre Hilfen jetzt ganz konkret umsetzen. Wieder einmal warnen die UN-Organisationen davor, dass ihre Hilfsaufrufe für Syrien bislang nicht einmal zur Hälfte gedeckt sind. Diese jährlichen Hilfeschreie vor Wintereinbruch sind jämmerlich und müssen der internationalen Gemeinschaft in den Ohren klingen. Wenn wir es nicht schaffen, die Aufnahmeländer um Syrien tatkräftig zu unterstützen und den Menschen dort Perspektiven zu geben, werden sich viele verzweifelt erneut auf die lebensgefährliche Flucht begeben."

Die Mehrzahl der Flüchtlinge im Libanon und in Jordanien lebt nicht in Camps, sondern in Dörfern und Kleinstädten. Im fünften Jahr der Krise sind viele Kommunen an der Grenze der Belastbarkeit. Deutschland unterstützt die aufnehmenden Gemeinden deshalb mit der nötigen Infrastruktur, bei der Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, der Abfallentsorgung, aber vor allem im Bereich Schule und Ausbildung, denn mehr als die Hälfte der syrischen Flüchtlinge sind Kinder im Schulalter.

Deutschland hat für die Krisenregion in den vergangenen vier Jahren rund 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt.


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Bei seiner Nahostreise machte sich Minister Müller ein Bild vom deutschen Engagement für Flüchtlinge und Einheimische in den Nachbarländern Syriens.

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