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Nachhaltige Textilien

Neuer Meilenstein im Textilbündnis: Mitglieder einigen sich auf eigene Bestandsaufnahme und Zielvorgaben

Von links: Claudia Kersten (Global Standards gGmbH), Frank Zach (DGB Bundesvorstand), Berndt Hinzmann (INKOTA-Netzwerk) Bundesentwicklungsminister Müller und Ingeborg Neumann (Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie) während der Mitgliederversammlung des Bündnisses für nachhaltige Textilien in Berlin

22.11.2016 |

Berlin – Auf der Mitgliederversammlung des Bündnisses für nachhaltige Textilien am 22. und 23. November 2016 in Berlin haben sich alle Mitglieder geeinigt, über den eigenen Stand der Arbeit für mehr Nachhaltigkeit bis zum 31. Januar 2017 zu berichten und im Anschluss eigene Ziele festzulegen. Darüber hinaus gab es breite Zustimmung für eine externe und unabhängige Überprüfung der Fortschritte nach zwölf Monaten.

Bundesentwicklungsminister Müller während seiner Rede bei der Mitgliederversammlung des Bündnisses für nachhaltige Textilien in Berlin

Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller hob bei seiner Eröffnung die großen Erfolge des Textilbündnisses in den vergangen zwei Jahren hervor: "Das Bündnis will, dass es den Menschen in den Produktionsländern besser geht. Damit setzt es Maßstäbe auch für andere Sektoren. Unser Ziel muss sein, dass jedes globale Gut, das in Deutschland auf den Markt kommt, nach Standards hergestellt wird, die sozial gerecht und ökologisch nachhaltig sind."

Die deutsche Textilbranche geht hier voraus: die im Bündnis vertretenen Unternehmen liefern klare Umsetzungsschritte; transparent, nachprüfbar und verbindlich. "Und das gilt auch für die Bundesregierung. Mit der öffentlichen Beschaffung stehen wir selbst in der Verantwortung. Unser Ziel bis 2020 ist es, dass Bundesbehörden die Hälfte aller Textilien nach ökologischen und sozialen Kriterien beschaffen", so der Minister.


Hintergrund

Alle Mitglieder des Textilbündnisses – darunter Unternehmen, die circa 55 Prozent des deutschen Textileinzelhandelsumsatzes ausmachen – haben sich verpflichtet, bis 31. Januar 2017 eine Bestandsaufnahme der eigenen Nachhaltigkeitsarbeit durchzuführen. Verbesserungspotenziale in den Bereichen Umsetzung von Sozialstandards, nachhaltige Naturfasern und beim Einsatz von Chemikalien sollen identifiziert werden. Auf dieser Grundlage setzen sich alle Mitglieder konkrete Ziele und formulieren Umsetzungsschritte für das Jahr 2017.

Über die individuellen Maßnahmen der Mitglieder hinaus hat das Textilbündnis sich auf ein gemeinsames Engagement in Entwicklungsländern in vier konkreten Themenfeldern geeinigt: besseres Chemikalienmanagement, nachhaltige Wassernutzung im Baumwollanbau, existenzsichernde Löhne und bessere Arbeitsbedingungen in Spinnereien.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.textilbuendnis.com


Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Mitgliederversammlung des Bündnisses für nachhaltige Textilien am 22. und 23. November 2016 in Berlin

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