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Jahrestagung zur Nachhaltigkeit

Entwicklungspolitik beginnt bei uns zu Hause


Bundesminister Gerd Müller bei der Jahrestagung des Rats für Nachhaltige Entwicklung

31.05.2016 |

Nachhaltigkeit müsse das Prinzip des privaten, gesellschaftlichen und politischen Handelns sein, forderte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller auf der Jahrestagung zur Nachhaltigkeit am Dienstag. "Die größte Herausforderung ist, eine Welt ohne Hunger zu schaffen, ohne die ökologischen Grundlagen zu zerstören. Die Zukunft nachhaltig zu gestalten ist Überlebensfrage der Menschheit."

Entwicklungspolitik beginne bei uns zu Hause, so der Minister. "Gerechte Globalisierung kann es nur mit globalen Regeln und mehr Verantwortung für das globale Gemeinwohl geben." Gleichzeitig warnte er: "Wir sind die Generation, die diesen Planeten an den Rand der Apokalypse führen." Immer mehr Menschen müssten mit immer weniger landwirtschaftlicher Nutzfläche ernährt werden. Das Bundesentwicklungsministerium hat deshalb 13 grüne Innovationszentren in Afrika und Indien gegründet. Dort werden nachhaltige Anbaumethoden, Ausbildung und Bodenschutz vermittelt.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller forderte außerdem mehr Gerechtigkeit in den internationalen Handelsbeziehungen. Es dürfe nicht sein, dass die Produktion in andere Länder ausgeweitet werde und dort soziale und ökologische Standards nicht beachtet würden: "Wir brauchen einen Paradigmenwechsel." Im Bereich der Textilwirtschaft setzt sich das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung beispielsweise mit dem Textilbündnis für Umwelt- und Sozialstandards ein. Es soll dazu beitragen, die soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit entlang der gesamten Textilproduktionskette kontinuierlich zu verbessern.

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde von der Bundesregierung eingesetzt. Die Bundesregierung veröffentlichte am Dienstag den Entwurf einer Neuauflage der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Sie legt die Prinzipien für nachhaltige Politik fest, zum Beispiel beim Kampf gegen den Klimawandel, der Energie- und Wasserversorgung oder der Gleichstellung der Geschlechter. Die Strategie basiert auf der von den Vereinten Nationen im September 2015 beschlossenen Agenda 2030.

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