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Humanitärer Weltgipfel in Istanbul

Bundesminister Gerd Müller fordert Umbau des UN-Nothilfesystems

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller beim Humanitären Weltgipfel in Istanbul

24.05.2016 |

Berlin/Istanbul – Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller hat beim Humanitären Weltgipfel in Istanbul ein klares Signal für eine Neuausrichtung der Vereinten Nationen gefordert: Es könne nicht sein, dass alle sechs Monate ein Krisengipfel zur Bewältigung akuter humanitärer Krisen einberufen werden müsse und die UN jedes Mal aufs Neue um zusätzliche Mittel betteln müsse. Müller schlug vor, einen Nothilfefonds in Höhe von 10 Milliarden Euro bei den Vereinten Nationen einzurichten, aus dem in Krisensituationen wie zuletzt bei Ebola oder aktuell in der Flüchtlingskrise schnell und vorausschauend Hilfe finanziert werden kann.

Zugleich appellierte Müller nachdrücklich an die internationalen Geber, ihre Zusagen für Syrien und die Nachbarländer auch einzuhalten: Bei der Londoner Geberkonferenz im Februar hatte die internationale Gemeinschaft insgesamt rund 12 Milliarden Dollar für die Krisenregion zugesagt, davon ist erst etwa ein Drittel tatsächlich eingelöst. Deutschland, so Müller, gehe mit gutem Beispiel voran und stehe zu seinen Versprechen. Die Bundeskanzlerin hatte in London insgesamt 2,3 Milliarden Euro zugesagt. 850 Millionen Euro davon entfallen auf das Entwicklungsministerium, das die zugesagten Mittel für das laufende Jahr bereits zu über 70 Prozent beauftragt hat.

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