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Selbstbestimmung

Deutschland erneuert Unterstützung der Familienplanungs-Initiative "Family Planning 2020"

Melinda Gates bei Entwicklungsstaatssekretär Silberhorn


Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Thomas Silberhorn, empfängt Melinda Gates, die Co-Vorsitzende der Bill & Melinda Gates Stiftung in Berlin.

19.05.2016 |

Berlin – Anlässlich des Besuchs von Melinda Gates in Deutschland erneuert Deutschland seine Zusage für die Initiative "Family Planning 2020". Pünktlich zur Halbzeit der Familienplanungsinitiative sicherte Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, zu, dass Deutschland die Ziele der Initiative auch über die nächsten vier Jahre hinweg unterstützen wird:

"Jedes Jahr, das junge Frauen dank Familienplanung die erste Schwangerschaft nach hinten verschieben können, ist für sie ein gewonnenes Jahr für Schule und Ausbildung und vergrößert die Chance, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen und den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen. Wenn Kinder Kinder bekommen, dann bedeutet das für die Mütter auch gesundheitlich ein enormes Risiko. Alle zwei Minuten stirbt in einem Entwicklungsland eine Frau infolge von Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt und je jünger die Mutter, umso gefährdeter ist sie."

Family Planning 2020 wurde auf Initiative der Bill & Melinda Gates Stiftung und der britischen Regierung 2012 ins Leben gerufen. Ziel ist es, bis 2020 in den 69 ärmsten Ländern der Welt zusätzlichen 120 Millionen Frauen Zugang zu modernen Verhütungsmitteln zu ermöglichen.

Dazu Melinda Gates, die Co-Vorsitzende der Bill & Melinda Gates Stiftung: "Nur wenn Frauen selbst darüber entscheiden können, ob und wann sie Kinder bekommen möchten, werden sie ihre Zukunft selbstbestimmt gestalten und sich verwirklichen. Wir wissen heute, dass Frauen mit Zugang zu Verhütungsmitteln gesündere Kinder großziehen und dabei selbst eine bessere Gesundheit genießen, mit höherer Wahrscheinlichkeit einen Schulabschluss und ein höheres Einkommen erzielen und besser Wege aus der Armut beschreiten. Deutschlands entschiedener Einsatz, die Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln zu verbessern, ist ein großer Erfolg für Frauen und Mädchen weltweit."

Die deutsche Zusage beinhaltet die Gesundheitsvorhaben im Rahmen der BMZ-Initiative "Selbstbestimmte Familienplanung und Müttergesundheit". Außerdem werden die deutschen Beiträge an den Internationalen Dachverband von Familienplanungsorganisationen, den UN-Bevölkerungsfonds und den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria berücksichtigt. Insgesamt beläuft sich das deutsche Engagement in diesem Bereich damit auf mindestens 514 Millionen Euro.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit arbeitet bereits seit 2008 mit der weltweit größten privaten Stiftung zusammen. Die Zusammenarbeit umfasst die Bereiche globale Gesundheitspolitik, Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Trink- und Abwasser, Stadtentwicklung sowie den Mikrofinanzbereich.

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