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Regierungsverhandlungen

Deutschland unterstützt Marokko in den Bereichen Klima und Migration


Beim Besuch des weltgrößten Solarkraftwerks im marokkanischen Ouarzazate, das von Deutschland mitfinanziert wurde, vereinbarte Gerd Müller bei seinem Besuch im Februar 2016 zusammen mit dem marokkanischen Energieminister  Abdelkader Aamara eine weitere Kooperation im Bereich der erneuerbaren Energien.

11.05.2016 |

Rabat – Am 10. und 11. Mai fanden in Rabat Regierungsverhandlungen zwischen Marokko und Deutschland über die Schwerpunkte der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit in den kommenden zwei Jahren statt.

Ziel der deutschen Unterstützung ist es, Marokko bei einem ressourceneffizienten sowie sozial und ökologisch ausgewogenen Wirtschaftswachstum zu unterstützen und somit Fluchtursachen zu bekämpfen. Dabei stehen Beschäftigungsförderung und insbesondere die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit im Fokus.

Mit dem massiven Ausbau von Solar- und Windkraftwerken setzt Marokko bei der globalen Umwelt- und Klimapolitik Zeichen. Das Engagement für den Umweltschutz, Anpassungsmaßnahmen an die Folgen des Klimawandels sowie ambitionierte Klimaziele sind mittlerweile fast ein Markenzeichen der marokkanischen Politik und der deutsch-marokkanischen Zusammenarbeit geworden. Dazu passt auch, dass Marokko im November 2016 Gastgeber der nächsten Klimakonferenz, COP 22, in Marrakesch ist. Die Bundesregierung wird Marokko bei der Vorbereitung der Konferenz und der Präsidentschaft der COP 22 unterstützen.

Für Maßnahmen in den Bereichen erneuerbare Energien, Wasser, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Umwelt und Governance wurden insgesamt 38,5 Millionen Euro Zuschüsse sowie umfangreiche Programme für zinsvergünstigte Kredite zugesagt.

70 Prozent der Zusagen dienen der Unterstützung Marokkos beim Ausbau von erneuerbaren Energien, vor allem der Solarenergie. Die marokkanische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 52 Prozent der Stromkapazität aus erneuerbaren Energien zu generieren, um die eigene Abhängigkeit vom Energieimport abzubauen und seine eigenen Klimaziele zu erreichen. Für Deutschland ist Marokko als globaler Vorreiter hier auch künftig ein wichtiger Partner.

Ein weiterer Gegenstand der Gespräche war die Migrationspolitik Marokkos. Als einziges Land Nordafrikas hat Marokko eine eigene Asyl- und Migrationspolitik, die die Integration der im Land ankommenden Migranten ermöglicht. Das BMZ unterstützt die marokkanische Regierung sowie die aufnehmenden Gemeinden bei der Umsetzung dieser Strategie.

König Mohammed VI. hat nach den Umbrüchen in Nordafrika 2011 einen Modernisierungs- und Reformkurs eingeschlagen, der eine Demokratisierung unter gleichzeitiger Beibehaltung der Monarchie erkennen lässt. Daher ist das Land ein wichtiger stabiler und zuverlässiger Partner in der Region.

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