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Kenia

Müller: "Ernährungssicherung und Fluchtursachen bekämpfen gehen Hand in Hand."


Bundesentwicklungsminister Gerd Müller besichtigt während seines Besuchs in einem Grünen Innovationszentrum in Kenia einen Kuhstall, der die Vorteile der Stallhaltung gegenüber der Tierhaltung am Rande der Landstraßen verdeutlichen soll.

Pressemitteilung vom 30.03.2016 |

Bukura – Mit der Eröffnung einer Milchverarbeitungsanlage hat Minister Müller heute in Westkenia den Startschuss für eine Ernährungsoffensive in der Region gegeben.

Ein vom BMZ aufgebautes Innovationszentrum soll die Einkommenssituation von 15.000 kleinbäuerlichen Betrieben verbessern und neue Arbeitsplätze in verarbeitenden Betrieben schaffen. Das Projekt ist eingebettet in die Ausbildung an einer agrarwirtschaftlichen Hochschule. Schwerpunkte des Grünen Innovationszentrums sind der Kartoffelanbau und die Milchwirtschaft. Dabei geht es auch darum, die Fruchtbarkeit der Böden wiederherzustellen.

Minister Müller: "Mit unseren 12 Grünen Innovationszentren in Afrika lösen wir durch den Transfer von Wissen und Technologie für ganze Regionen Entwicklungssprünge aus. Bäuerinnen und Bauern versetzen wir so in die Lage, bessere Erträge und Ernten zu erwirtschaften, mit denen sie sich nicht nur selbst ernähren, sondern auch ihren Lebensunterhalt verdienen können. Wir unterstützen vom Anbau über die Ernte bis zur Verarbeitung der Produkte. Das schafft Wertschöpfung und auch Arbeitsplätze. Damit gibt es Bleibeperspektiven für junge Menschen, die es auch in Kenia vom armen Land in die Städte zieht. Ernährungssicherung und Fluchtursachen bekämpfen gehen damit Hand in Hand."

Der Westen Kenias ist eine der ärmsten Regionen des Landes. Rund 700.000 kleinbäuerliche Haushalte bewirtschaften Parzellen von weniger als einem Hektar. Die durch diese intensive Nutzung degradierten Böden weisen eine geringe Produktivität auf. Durch den Anbau von Süßkartoffeln in Fruchtfolge von Mais, der traditionell in der Region angebaut wird, bleiben die Böden fruchtbar. Sowohl Kartoffeln als auch Milch liefern wichtige Nährstoffe gegen die in der Region verbreitete Mangelernährung. Das Kraut der Süßkartoffeln wird als Tierfutter genutzt. Durch den Einsatz von Biogasanlagen kann bei der Milchviehhaltung auch Energie erzeugt werden.

Die Fischzüchterin Zinath Deen zeigt Bundesminister Gerd Müller ihre Fischfarm in der Nähe des Viktoriasees.

Über die Hälfte der Menschen in Kenia lebt von der Landwirtschaft. Dennoch ist ein Fünftel unterernährt. Davon ist besonders die ländliche Bevölkerung betroffen. Minister Müller: "Hunger ist einer der größten Skandale, die wir beenden können. Mit unserem Wissen können wir schon heute genug Nahrung für alle Menschen produzieren. Eine Welt ohne Hunger ist möglich."

Am Nachmittag besichtigte die deutsche Delegation eine Fischfarm am Viktoriasee. In einem Projekt zusammen mit Israel und den kenianischen Partnern wurden seit 2012 mehr als 8.000 Farmer fortgebildet. Dabei geht es um eine nachhaltige Fischproduktion. Die natürlichen Fischvorkommen im Viktoriasees stoßen an Grenzen. Mit dem Aufbau nachhaltiger Fischfarmen haben die Menschen wieder Einkommensquellen und die Ausbeutung des Viktoriasees wird gestoppt.


Bildergalerie: Reise von Minister Müller nach Ostafrika

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller besuchte in Kenia das größte Flüchtlingslager der Welt in Dadaab, einer Ortschaft die etwa 100 Kilometer von der Grenze zu Somalia entfernt ist.
Bildergalerie öffnen gallery27800010_2../../../../../mediathek/bildergalerien/20160331_reise_ostafrika/0020_ostafrika_thumb.jpgMichael Gottschalk/photothek.net Bildergalerie öffnen

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller besuchte in Kenia das größte Flüchtlingslager der Welt in Dadaab, einer Ortschaft die etwa 100 Kilometer von der Grenze zu Somalia entfernt ist.

Bild: © Michael Gottschalk/photothek.net

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Im Flüchtlingscamp Dadaab leben sehr viele Kinder.

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Bundesentwicklungsminister Müller beim Besuch einer Verteilstation für Lebensmittel in Dadaab.

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Frauen warten im Flüchtlingscamp in Dadaab auf die Ausgabe der Nahrungsmittelrationen.

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Minister Müller besucht die Metallwerkstatt im Bildungszentrum "Bosco Boys Kuwinda", das in der Nähe eines Armenviertels von Nairobi liegt.

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Schüler des Bildungszentrums "Bosco Boys Kuwinda" in Nairobi. Minister Müller hat dort einen Fußballplatz eröffnet.

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Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Kenias Finanzminister Henry Rotich unterzeichnen eine Erklärung zur diesjährigen Zusage für die Entwicklungszusammenarbeit.

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Gerd Müller besichtigt in einem Grünen Innovationszentrum in Kenia einen Kuhstall, der die Vorteile der Stallhaltung gegenüber der Tierhaltung am Rande der Landstraßen verdeutlichen soll.

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Im Grünen Innovationszentrum in Kenia hat Gerd Müller ein neues Gebäude zur Milchverarbeitung eingeweiht.

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Besichtigung einer Anlage zur Gewinnung von Biogas im Grünen Innovationszentrum.

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Die Fischzüchterin Zinath Deen zeigt Bundesminister Gerd Müller ihre Fischfarm in der Nähe des Viktoriasees. Die Farm bietet auch Ausbildungsmöglichkeiten.

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Zinath Deen zeigt Bundesminister Gerd Müller Jungfische, die in einem luftgefüllten Plastikbeutel transportiert werden.

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In Tansania besuchte Minister Müller die Schwestern- und Hebammenschule der Aga Khan Universität in Daressalam. Hier unterhält er sich mit zwei Hebammen und einer Schülerin.

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Minister Müller beim Rundgang durch die Schwestern- und Hebammenschule der Aga Khan Universität in Daressalam, Tansania.

Bild: © Michael Gottschalk/photothek.net

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Minister Müller traf sich in Tansania mit religiösen Führungspersönlichkeiten zu einem Gespräch über die Lage der Religionsgemeinschaften im Land. Von links nach rechts: Scheich Musa Kundecha, Vorsitzender des unabhängigen Zentralrats der Muslime, Gerd Müller, Alex Malasusa, Erzbischof der evangelisch-lutherischen Kirche von Daressalam und Abdulrahman Ame, Generalsekretär des muslimischen Wohlfahrtsverbands Ahmadiyya Muslim Jamaat

Bild: © Michael Gottschalk/photothek.net

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Gerd Müller und Jumanne Abdallah Maghembe, der Minister für Naturschutz und Tourismus in Tansania, übergeben ein Kleinflugzeug an die Zoologische Gesellschaft Frankfurt; hier vertreten durch Christof Schenck (rechts) und den zukünftigen Piloten (links). Das Flugzeug soll von der tansanischen Wildlife Management Authority zur Überwachung des Schutzgebietes Selous und zur Bekämpfung der Wilderei eingesetzt werden.

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Bundesentwicklungsminister Gerd Müller bei der Besichtigung der Hafenanlagen in Dschibuti, der Hauptstadt des gleichnamigen afrikanischen Staates

Bild: © Michael Gottschalk/photothek.net

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Im Hafen von Dschibuti entladen Arbeiter ein Schiff mit Mineraldünger, füllen ihn in 50-Kilo-Säcke ab und beladen damit einen Lastwagen.

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Bundesentwicklungsminister Gerd Müller besuchte in Kenia das größte Flüchtlingslager der Welt in Dadaab, einer Ortschaft die etwa 100 Kilometer von der Grenze zu Somalia entfernt ist.

Im Flüchtlingscamp Dadaab leben sehr viele Kinder.

Bundesentwicklungsminister Müller beim Besuch einer Verteilstation für Lebensmittel in Dadaab.

Frauen warten im Flüchtlingscamp in Dadaab auf die Ausgabe der Nahrungsmittelrationen.

Minister Müller besucht die Metallwerkstatt im Bildungszentrum "Bosco Boys Kuwinda", das in der Nähe eines Armenviertels von Nairobi liegt.

Schüler des Bildungszentrums "Bosco Boys Kuwinda" in Nairobi. Minister Müller hat dort einen Fußballplatz eröffnet.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Kenias Finanzminister Henry Rotich unterzeichnen eine Erklärung zur diesjährigen Zusage für die Entwicklungszusammenarbeit.

Gerd Müller besichtigt in einem Grünen Innovationszentrum in Kenia einen Kuhstall, der die Vorteile der Stallhaltung gegenüber der Tierhaltung am Rande der Landstraßen verdeutlichen soll.

Im Grünen Innovationszentrum in Kenia hat Gerd Müller ein neues Gebäude zur Milchverarbeitung eingeweiht.

Besichtigung einer Anlage zur Gewinnung von Biogas im Grünen Innovationszentrum.

Die Fischzüchterin Zinath Deen zeigt Bundesminister Gerd Müller ihre Fischfarm in der Nähe des Viktoriasees. Die Farm bietet auch Ausbildungsmöglichkeiten.

Zinath Deen zeigt Bundesminister Gerd Müller Jungfische, die in einem luftgefüllten Plastikbeutel transportiert werden.

In Tansania besuchte Minister Müller die Schwestern- und Hebammenschule der Aga Khan Universität in Daressalam. Hier unterhält er sich mit zwei Hebammen und einer Schülerin.

Minister Müller beim Rundgang durch die Schwestern- und Hebammenschule der Aga Khan Universität in Daressalam, Tansania.

Minister Müller traf sich in Tansania mit religiösen Führungspersönlichkeiten zu einem Gespräch über die Lage der Religionsgemeinschaften im Land. Von links nach rechts: Scheich Musa Kundecha, Vorsitzender des unabhängigen Zentralrats der Muslime, Gerd Müller, Alex Malasusa, Erzbischof der evangelisch-lutherischen Kirche von Daressalam und Abdulrahman Ame, Generalsekretär des muslimischen Wohlfahrtsverbands Ahmadiyya Muslim Jamaat

Gerd Müller und Jumanne Abdallah Maghembe, der Minister für Naturschutz und Tourismus in Tansania, übergeben ein Kleinflugzeug an die Zoologische Gesellschaft Frankfurt; hier vertreten durch Christof Schenck (rechts) und den zukünftigen Piloten (links). Das Flugzeug soll von der tansanischen Wildlife Management Authority zur Überwachung des Schutzgebietes Selous und zur Bekämpfung der Wilderei eingesetzt werden.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller bei der Besichtigung der Hafenanlagen in Dschibuti, der Hauptstadt des gleichnamigen afrikanischen Staates

Im Hafen von Dschibuti entladen Arbeiter ein Schiff mit Mineraldünger, füllen ihn in 50-Kilo-Säcke ab und beladen damit einen Lastwagen.


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