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Myanmar

Minister Müller trifft Aung San Suu Kyi – Deutschland startet Berufsbildungsoffensive in Myanmar


Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Friedensnobelpreisträgerin und Außenministerin Aung San Suu Kyi in der Hauptstadt von Myanmar, Nay Pyi Taw

Pressemitteilung vom 17.06.2016 |

Nay Pyi Taw – Deutschland wird seine Unterstützung für den Wiederaufbau Myanmars ausbauen. Dies sicherte der Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller, der Regierung des ostasiatischen Landes zu. Als erstes deutsches Kabinettsmitglied traf Müller mit Präsident U Htin Kyaw und Außenministerin Aung San Suu Kyi die neue Führung des Landes, die nach Jahrzehnten von Militärregierungen vor gewaltigen Herausforderungen steht.

Müller überbrachte die besten Wünsche von Bundeskanzlerin Angela Merkel und würdigte die von der myanmarischen Bevölkerung in den vergangenen Jahren erkämpften Reformen. Der Wahlsieg der National League for Democracy (NLD) im November vergangenen Jahres unter Führung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi sowie der friedliche Regierungswechsel im April diesen Jahres sind historische Wegmarken des Wandels in Myanmar.

Die Erwartungen an die neue Regierung sind gewaltig. Myanmar gehört zu den ärmsten Ländern Asiens. Deutschland setzt mit seiner Entwicklungszusammenarbeit in den ländlichen Regionen an, um den Menschen dort Lebensperspektiven zu geben.

Minister Müller: "Deutschland baut seine Anstrengungen für den Reformprozess Myanmars nachhaltig aus. Damit wollen wir unseren Beitrag für einen demokratischen Aufbau Myanmars leisten, in dem alle Bevölkerungsgruppen am Wachstum teilhaben. Damit schaffen wir Arbeitsplätze und Bleibeperspektiven für junge Menschen. In Berufszentren bilden wir junge Frauen und Männer in technischen und Handwerksberufen aus. Ein Schwerpunkt ist auch die nachhaltige Produktion von Lebensmitteln, zum Beispiel in der Fisch-Aquakultur oder beim Tee- und Mangoanbau. Durch den Bau von Straßen, Investitionen in erneuerbare Energien und in Gesundheitsstationen sorgen wir für Lebensperspektiven, vor allem für die Menschen auf dem Land." Müller versicherte Aung San Suu Kyi, dass Deutschland als verlässlicher Partner einen friedlichen Reformweg unterstützt.

Bundesminister Gerd Müller reiste vom 13. Juni bis 17. Juni nach China, Kambodscha und Myanmar. Er nahm an den deutsch-chinesischen Regierungsverhandlungen in Peking teil, bei denen er mit dem chinesischen Handelsminister Gao Hucheng die Gründung eines Zentrums für nachhaltige Entwicklung in Peking vereinbarte.
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Bundesentwicklungsminister Gerd Müller reiste vom 13. bis 17. Juni 2016 nach China, Kambodscha und Myanmar. In Peking nahm er an den deutsch-chinesischen Regierungsverhandlungen teil, bei denen er mit dem chinesischen Handelsminister Gao Hucheng die Gründung eines Zentrums für nachhaltige Entwicklung in Peking vereinbarte.

Bild: © bpa/Bergmann

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Im Mittelpunkt der Gespräche in Peking standen die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele und weitere Fortschritte bei fairen Sozial- und Umweltstandards in der Textilindustrie. China ist der größte Textilproduzent weltweit. Deutschland und China wollen auch gemeinsam Entwicklungsprojekte mit Partnerländern in Asien und Afrika umsetzen. Hier Bundesminister Müller mit dem chinesischen Finanzminister Lou Jiwei.

Bild: © Ute Grabowsky/photothek.net

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Minister Müller beim Besuch eines buddhistischen Lama-Tempels in Peking

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Zweite Station der Asienreise von Bundesminister Gerd Müller war Kambodscha, wo er die durch das Textilbündnis erzielten Fortschritte in der Textilindustrie in Augenschein nahm. In den Gesprächen mit Premierminister Hun Sen ging es auch um die schwierige innenpolitische Lage vor den Wahlen.

Bild: © Ute Grabowsky/photothek.net

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Minister Müller traf in Kambodscha auch Vertreter der Opposition und der Zivilgesellschaft, wie die Leiterin einer Menschenrechtsorganisation, Pung Chhiv Kek. Müller unterstrich die Bedeutung einer aktiven Zivilgesellschaft für die Entwicklung des Landes. Deutschland werde weiterhin eng mit den Nichtregierungsorganisationen für eine gute Zukunft Kambodschas zusammenarbeiten.

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Anschließend besichtigte Minister Müller eine Textilfabrik. Die Textilindustrie ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Kambodscha. Auch zahlreiche deutsche Firmen lassen hier produzieren. Viele von ihnen sind bereits Mitglied des vom BMZ initiierten Textilbündnisses und haben mit der Umsetzung von sozialen und ökologischen Mindeststandards in der Produktion begonnen.

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Letzte Station der Asienreise war Myanmar. Bundesminister Müller traf als erstes Mitglied der Bundesregierung den neuen Präsidenten des Landes, U Htin Kyaw und Außenministerin Aung San Suu Kyi. Die Friedensnobelpreisträgerin war maßgeblich am friedlichen Machtwechsel nach jahrzehntelanger Militärdiktatur beteiligt. In den Gesprächen mit der neuen Regierung ging es um nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen in ländlichen Gebieten.

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In Rangun nahm Minister Müller an einem Wirtschaftsforum teil. Im Mittelpunkt der Diskussion stand, wie mittelständische Investitionen in Myanmar unterstützt und ausgebaut werden können.

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Minister Müller bei seiner Rede vor deutschen und myanmarischen Wirtschaftsvertretern beim Wirtschaftsforum in Rangun.

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Bundesentwicklungsminister Gerd Müller reiste vom 13. bis 17. Juni 2016 nach China, Kambodscha und Myanmar. In Peking nahm er an den deutsch-chinesischen Regierungsverhandlungen teil, bei denen er mit dem chinesischen Handelsminister Gao Hucheng die Gründung eines Zentrums für nachhaltige Entwicklung in Peking vereinbarte.

Im Mittelpunkt der Gespräche in Peking standen die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele und weitere Fortschritte bei fairen Sozial- und Umweltstandards in der Textilindustrie. China ist der größte Textilproduzent weltweit. Deutschland und China wollen auch gemeinsam Entwicklungsprojekte mit Partnerländern in Asien und Afrika umsetzen. Hier Bundesminister Müller mit dem chinesischen Finanzminister Lou Jiwei.

Minister Müller beim Besuch eines buddhistischen Lama-Tempels in Peking

Zweite Station der Asienreise von Bundesminister Gerd Müller war Kambodscha, wo er die durch das Textilbündnis erzielten Fortschritte in der Textilindustrie in Augenschein nahm. In den Gesprächen mit Premierminister Hun Sen ging es auch um die schwierige innenpolitische Lage vor den Wahlen.

Minister Müller traf in Kambodscha auch Vertreter der Opposition und der Zivilgesellschaft, wie die Leiterin einer Menschenrechtsorganisation, Pung Chhiv Kek. Müller unterstrich die Bedeutung einer aktiven Zivilgesellschaft für die Entwicklung des Landes. Deutschland werde weiterhin eng mit den Nichtregierungsorganisationen für eine gute Zukunft Kambodschas zusammenarbeiten.

Anschließend besichtigte Minister Müller eine Textilfabrik. Die Textilindustrie ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Kambodscha. Auch zahlreiche deutsche Firmen lassen hier produzieren. Viele von ihnen sind bereits Mitglied des vom BMZ initiierten Textilbündnisses und haben mit der Umsetzung von sozialen und ökologischen Mindeststandards in der Produktion begonnen.

Letzte Station der Asienreise war Myanmar. Bundesminister Müller traf als erstes Mitglied der Bundesregierung den neuen Präsidenten des Landes, U Htin Kyaw und Außenministerin Aung San Suu Kyi. Die Friedensnobelpreisträgerin war maßgeblich am friedlichen Machtwechsel nach jahrzehntelanger Militärdiktatur beteiligt. In den Gesprächen mit der neuen Regierung ging es um nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen in ländlichen Gebieten.

In Rangun nahm Minister Müller an einem Wirtschaftsforum teil. Im Mittelpunkt der Diskussion stand, wie mittelständische Investitionen in Myanmar unterstützt und ausgebaut werden können.

Minister Müller bei seiner Rede vor deutschen und myanmarischen Wirtschaftsvertretern beim Wirtschaftsforum in Rangun.

Das BMZ will seine Berufsbildungsoffensive in Myanmar von über 25 Millionen Euro um weitere 10 Millionen Euro aufstocken. Deutschland hat die Entwicklungszusammenarbeit mit Myanmar vor vier Jahren wieder aufgenommen und seither über 140 Millionen Euro in die Entwicklungszusammenarbeit mit dem früheren Birma investiert. Jedes Jahr wurden seitdem bereits rund 500 Berufsschülerinnen und -schüler ausgebildet, vor allem in Regionen, die durch ethnisch-religiöse Konflikte am wenigsten entwickelt sind.

Bei dem Gespräch zwischen Minister Müller und Aung San Suu Kyi ging es neben der Berufsbildung um wirtschaftliche Potenziale von nachhaltig hergestellten landestypischen Produkten wie Tee oder Reis und deren Vermarktung. Außerdem sprachen beide über das friedliche Zusammenleben mit Minderheiten im Land.

Am Vortag hatte Minister Müller zu einem Wirtschaftsforum in Rangun eingeladen. Im Mittelpunkt der Diskussion ging es darum, wie mittelständische Investitionen in Myanmar nachhaltig unterstützt und ausgebaut werden können. Zu Beginn des nächsten Jahres ist eine Regionalkonferenz Berufsbildung in Myanmar in Zusammenarbeit mit der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) geplant.


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