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Kambodscha

Globalisierung gerecht und fair gestalten – Minister Müller auf Asien-Reise

Bundesminister Gerd Müller beim Besuch einer Textilfabrik in Kambodscha

Pressemitteilung vom 15.06.2016 |

Das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ins Leben gerufene Textilbündnis zeigt auch in Kambodscha Wirkung. Inzwischen beraten dort deutsche Expertinnen und Experten in rund einem Dutzend Textilfabriken zu den Themen Arbeitsschutz und Arbeitnehmerrechte. Nach dem Vorbild in Bangladesch sollen ein Netzwerk mit Arbeitsinspektoren aufgebaut und weitere Verbesserungen bei den Umwelt- und Sozialstandards in der Textilindustrie in Kambodscha erreicht werden.

Bundesminister Gerd Müller reiste vom 13. Juni bis 17. Juni nach China, Kambodscha und Myanmar. Er nahm an den deutsch-chinesischen Regierungsverhandlungen in Peking teil, bei denen er mit dem chinesischen Handelsminister Gao Hucheng die Gründung eines Zentrums für nachhaltige Entwicklung in Peking vereinbarte.
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Bundesentwicklungsminister Gerd Müller reiste vom 13. bis 17. Juni 2016 nach China, Kambodscha und Myanmar. In Peking nahm er an den deutsch-chinesischen Regierungsverhandlungen teil, bei denen er mit dem chinesischen Handelsminister Gao Hucheng die Gründung eines Zentrums für nachhaltige Entwicklung in Peking vereinbarte.

Bild: © bpa/Bergmann

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Im Mittelpunkt der Gespräche in Peking standen die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele und weitere Fortschritte bei fairen Sozial- und Umweltstandards in der Textilindustrie. China ist der größte Textilproduzent weltweit. Deutschland und China wollen auch gemeinsam Entwicklungsprojekte mit Partnerländern in Asien und Afrika umsetzen. Hier Bundesminister Müller mit dem chinesischen Finanzminister Lou Jiwei.

Bild: © Ute Grabowsky/photothek.net

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Minister Müller beim Besuch eines buddhistischen Lama-Tempels in Peking

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Zweite Station der Asienreise von Bundesminister Gerd Müller war Kambodscha, wo er die durch das Textilbündnis erzielten Fortschritte in der Textilindustrie in Augenschein nahm. In den Gesprächen mit Premierminister Hun Sen ging es auch um die schwierige innenpolitische Lage vor den Wahlen.

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Minister Müller traf in Kambodscha auch Vertreter der Opposition und der Zivilgesellschaft, wie die Leiterin einer Menschenrechtsorganisation, Pung Chhiv Kek. Müller unterstrich die Bedeutung einer aktiven Zivilgesellschaft für die Entwicklung des Landes. Deutschland werde weiterhin eng mit den Nichtregierungsorganisationen für eine gute Zukunft Kambodschas zusammenarbeiten.

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Anschließend besichtigte Minister Müller eine Textilfabrik. Die Textilindustrie ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Kambodscha. Auch zahlreiche deutsche Firmen lassen hier produzieren. Viele von ihnen sind bereits Mitglied des vom BMZ initiierten Textilbündnisses und haben mit der Umsetzung von sozialen und ökologischen Mindeststandards in der Produktion begonnen.

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Letzte Station der Asienreise war Myanmar. Bundesminister Müller traf als erstes Mitglied der Bundesregierung den neuen Präsidenten des Landes, U Htin Kyaw und Außenministerin Aung San Suu Kyi. Die Friedensnobelpreisträgerin war maßgeblich am friedlichen Machtwechsel nach jahrzehntelanger Militärdiktatur beteiligt. In den Gesprächen mit der neuen Regierung ging es um nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen in ländlichen Gebieten.

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In Rangun nahm Minister Müller an einem Wirtschaftsforum teil. Im Mittelpunkt der Diskussion stand, wie mittelständische Investitionen in Myanmar unterstützt und ausgebaut werden können.

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Minister Müller bei seiner Rede vor deutschen und myanmarischen Wirtschaftsvertretern beim Wirtschaftsforum in Rangun.

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Bundesentwicklungsminister Gerd Müller reiste vom 13. bis 17. Juni 2016 nach China, Kambodscha und Myanmar. In Peking nahm er an den deutsch-chinesischen Regierungsverhandlungen teil, bei denen er mit dem chinesischen Handelsminister Gao Hucheng die Gründung eines Zentrums für nachhaltige Entwicklung in Peking vereinbarte.

Im Mittelpunkt der Gespräche in Peking standen die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele und weitere Fortschritte bei fairen Sozial- und Umweltstandards in der Textilindustrie. China ist der größte Textilproduzent weltweit. Deutschland und China wollen auch gemeinsam Entwicklungsprojekte mit Partnerländern in Asien und Afrika umsetzen. Hier Bundesminister Müller mit dem chinesischen Finanzminister Lou Jiwei.

Minister Müller beim Besuch eines buddhistischen Lama-Tempels in Peking

Zweite Station der Asienreise von Bundesminister Gerd Müller war Kambodscha, wo er die durch das Textilbündnis erzielten Fortschritte in der Textilindustrie in Augenschein nahm. In den Gesprächen mit Premierminister Hun Sen ging es auch um die schwierige innenpolitische Lage vor den Wahlen.

Minister Müller traf in Kambodscha auch Vertreter der Opposition und der Zivilgesellschaft, wie die Leiterin einer Menschenrechtsorganisation, Pung Chhiv Kek. Müller unterstrich die Bedeutung einer aktiven Zivilgesellschaft für die Entwicklung des Landes. Deutschland werde weiterhin eng mit den Nichtregierungsorganisationen für eine gute Zukunft Kambodschas zusammenarbeiten.

Anschließend besichtigte Minister Müller eine Textilfabrik. Die Textilindustrie ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Kambodscha. Auch zahlreiche deutsche Firmen lassen hier produzieren. Viele von ihnen sind bereits Mitglied des vom BMZ initiierten Textilbündnisses und haben mit der Umsetzung von sozialen und ökologischen Mindeststandards in der Produktion begonnen.

Letzte Station der Asienreise war Myanmar. Bundesminister Müller traf als erstes Mitglied der Bundesregierung den neuen Präsidenten des Landes, U Htin Kyaw und Außenministerin Aung San Suu Kyi. Die Friedensnobelpreisträgerin war maßgeblich am friedlichen Machtwechsel nach jahrzehntelanger Militärdiktatur beteiligt. In den Gesprächen mit der neuen Regierung ging es um nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen in ländlichen Gebieten.

In Rangun nahm Minister Müller an einem Wirtschaftsforum teil. Im Mittelpunkt der Diskussion stand, wie mittelständische Investitionen in Myanmar unterstützt und ausgebaut werden können.

Minister Müller bei seiner Rede vor deutschen und myanmarischen Wirtschaftsvertretern beim Wirtschaftsforum in Rangun.

Bundesminister Dr. Gerd Müller: "Auch in Kambodscha sehen wir die Erfolge unseres Textilbündnisses, sowohl beim Arbeitsschutz als auch bei den Umwelt- und Sozialstandards. Mindestlöhne, Unfall- und Krankenversicherung sichern Tausenden von Näherinnen inzwischen eine menschenwürdige Arbeit, von denen sie ihre Familien ernähren und die Kinder zur Schule schicken können. Mit dem Textilbündnis zeigen wir ganz konkret, wie wir mit Entwicklungspolitik die Globalisierung gerecht und fair gestalten können. Die Jeans, die im Einkauf in Kambodscha sieben US-Dollar und bei uns im Laden 70 Dollar kostet, muss der Näherin dort eine Zukunft sichern. Deshalb begrüße ich, dass der Mindestlohn in einem ersten Schritt von 100 auf 140 Dollar im Monat angehoben wurde."

Die Textilindustrie gehört inzwischen zum wichtigsten Wirtschaftszweig in Kambodscha. Auch viele große deutsche Modemarken lassen dort produzieren. Minister Müller: "Es ist ermutigend, dass die meisten der großen deutschen Hersteller, die auch in Kambodscha nähen lassen, Mitglied im Textilbündnis sind. Zusammen mit unseren Mitarbeitern vor Ort unterstützen sie die Zertifizierung der Fabriken und die Umsetzung von Mindeststandards bei der Produktion. Das ist ein Fortschritt und eine Blaupause auch für andere Produktionszweige in unserer globalisierten Welt."

Neben der Arbeit im Textilbündnis ging es in Kambodscha auch um die schwierige politische Lage vor den Wahlen, nachdem es zu Verhaftungen von Oppositionellen und Mitgliedern von Nichtregierungsorganisationen gekommen ist. Bei einem Treffen mit Premierminister Hun Sen brachte Müller seine Besorgnis über die Inhaftierungen zum Ausdruck und forderte die Einhaltung rechtsstaatlicher Regeln. In Gesprächen mit der Opposition und prominenten Menschenrechtlern bekräftigte der Minister die Bedeutung einer aktiven Zivilgesellschaft für die Entwicklung des Landes. Deutschland werde weiterhin eng mit den Nichtregierungsorganisationen für eine gute Zukunft Kambodschas zusammenarbeiten.

Weiterer Schwerpunkt deutscher Entwicklungszusammenarbeit ist neben der Gesundheitsversorgung die ländliche Entwicklung. Rund 17.000 Haushalte in entlegenen Gegenden Kambodschas konnten dank deutscher Unterstützung ihre Einkommenssituation nachhaltig verbessern. Auf dem Land entstanden in gemeinsamen Projekten über 50 Schulen, Straßen und Infrastruktur für rund eine Million Menschen.

Nach einem Zwischenstopp in Bangkok ist Myanmar die nächste Station der Asien-Reise. Dort sind Treffen mit Präsident U Htin Kyaw und der Friedensnobelpreisträgerin und Außenministerin, Aung San Suu Kyi, geplant.


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Asienreise von Bundesminister Müller im Juni 2016 nach China, Kambodscha und Myanmar

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