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UN-Organisation in München

Eine Welt ohne Hunger ist möglich!

WEP-Innovationszentrum eröffnet


Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, Ertharin Cousin, Executive Director des Welternährungsprogramms WEP und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller bei der Eröffnung des "Innovation Accelorator" in München

Pressemitteilung vom 11.07.2016 |

München – Es ist eine Premiere: Zum ersten Mal hat eine Nichtregierungsorganisation ein Innovationszentrum gegründet, das digitale Lösungen für eine Welt ohne Hunger entwickeln soll. In der bayerischen Landeshauptstadt ging mit Unterstützung der Bundesregierung und der Staatsregierung ein neues Innovationszentrum des Welternährungsprogrammes (WEP) an den Start. Ziel ist es, mit digitalen Gründerinnen und Gründern und Start-ups neue Wege in der Hungerbekämpfung einzuschlagen.

Bei der Eröffnung des "Innovation Accelerator" in München zusammen mit Außenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier und WEP-Exekutivdirektorin Ertharin Cousin sagte Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

"Wir können es schaffen! Eine Welt ohne Hunger bis 2030 ist möglich. Wir haben das Wissen und die technischen Möglichkeiten über siebeneinhalb Milliarden Menschen auf unserer Erde zu ernähren. Dies setzt allerdings voraus, dass wir unser Wissen teilen und die Chancen der digitalen Technik nutzen. Deshalb ist es ein Meilenstein, dass das Welternährungsprogramm hier in München Wissenschaft, Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen vernetzt, um ganz neue Wege im Kampf gegen den Hunger zu beschreiten."

Am Münchner Standort der UN-Organisation werden künftig Experten aus den Münchner Forschungseinrichtungen, den Universitäten, dem Luft- und Raumfahrtzentrum, aber auch aus der Industrie und dem Mittelstand gemeinsam an Problemlösungen bei der Nahrungsmittelversorgung weltweit arbeiten. Dazu gehört der Wissenstransfer an Bäuerinnen und Bauern genauso wie Spenden-Apps. Mit der vor einem Jahr gestarteten "Share the Meal"-App des WEP konnten bereits 6,5 Millionen Tagesrationen für Hungernde weltweit finanziert werden.

Auch in den vom Entwicklungsministerium auf den Weg gebrachten 13 Grünen Zentren in Afrika und Asien geht es um innovative Lösungen im landwirtschaftlichen Bereich, um den Hunger in der Welt zu beenden. Minister Müller: "Wir werden unser Wissen, das wir in unseren Grünen Zentren weitergeben und die Chancen, die uns das WEP-Zentrum in München bietet, digital vernetzen."

Das WEP-Innovationszentrum startet mit zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Münchner Innenstadt. Insgesamt wird das Zentrum bis 2020 mit 25 Millionen Euro von der Bundesregierung, dem Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der bayerischen Staatsregierung gefördert.

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Kommentare (3)

 

Gabi Weber schrieb am 21.07.2016 um 15:15 Uhr

Sehr geehrter Herr Müller, es gibt schon jetzt genügend Lebensmittel, um alle Menschen zu ernähren. Leider werden - viele angebaute Lebensmittel direkt nach der Ernte weggeworfen, weil sie nicht den Ansprüchen (der Discouter, des Verbrauchers) genügen - Lebensmittel als Kraftstoff oder zur Energiegewinnung missbraucht - als Tierfutter genutzt. Das Umdenken, nicht neuere Technologien, ist unbedingt in den Vordergrund zu setzen!

 
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Ralf Philipp Stern schrieb am 15.07.2016 um 18:46 Uhr

Gute Sache wenn auch Akteure ausserhalb der immer schon bedachten Kreise zum Zuge kommen. Wie Permakultur, solawi, Gemeinwohlideen, share Hoefe usw. Wenn nicht ist es nur eibe Sache des weiter so wie bisher indem die Utopie im Ingenieurland Deutschland herrscht immer mehr vom gleichen hilft, obwohl schon lange klar ist das dies nicht erst seit Einsteins Satz (sinngemaess) "Probleme lassen Sich nie auf der gleichen Ebene loesen auf der Sie entstanden sind" nicht die wirkliche Lösung sein kann. Maximal ein Teil davon. Wir sind gespannt.

 
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Ralf Philipp Stern schrieb am 15.07.2016 um 18:46 Uhr

Gute Sache wenn auch Akteure ausserhalb der immer schon bedachten Kreise zum Zuge kommen. Wie Permakultur, solawi, Gemeinwohlideen, share Hoefe usw. Wenn nicht ist es nur eibe Sache des weiter so wie bisher indem die Utopie im Ingenieurland Deutschland herrscht immer mehr vom gleichen hilft, obwohl schon lange klar ist das dies nicht erst seit Einsteins Satz (sinngemaess) "Probleme lassen Sich nie auf der gleichen Ebene loesen auf der Sie entstanden sind" nicht die wirkliche Lösung sein kann. Maximal ein Teil davon. Wir sind gespannt.

 
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