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Neue Partnerschaft soll Entwicklungsländern bei der Umsetzung des Pariser Abkommens helfen

BMUB und BMZ stellen Initiative auf Petersberger Klimadialog vor


Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (3.v.l.) und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (2.v.l.) gemeinsam mit dem marokkanischen Außenminister Salaheddine Mezouar (Mitte) und weiteren Teilnehmern des Petersberger Klimadialogs

Pressemitteilung vom 04.07.2016 |

Berlin – Mit dem Pariser Klimaschutzabkommen haben sich zahlreiche Entwicklungsländer zum ersten Mal zur Einhaltung von Klimazielen verpflichtet. Eine neue Umsetzungspartnerschaft soll ihnen nun dabei helfen, diese Ziele in konkrete Strategien und Maßnahmen umzusetzen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller stellen die Initiative heute beim Petersberger Klimadialog vor.

Initiiert wurde die Umsetzungspartnerschaft gemeinsam von BMUB und BMZ mit dem World Resources Institute (WRI). Sie soll Entwicklungsländer dabei unterstützen, ihre Klimaschutzpläne zu konkretisieren und umzusetzen. Sie soll zudem dabei helfen, bestehende Klima- und Entwicklungsziele zusammenzuführen und die unterschiedlichen Geberprogramme besser aufeinander abzustimmen. Offiziell starten soll die Partnerschaft auf der Klimakonferenz in Marrakesch im November.

Ministerin Hendricks: "In Paris haben wir uns gegenseitig versprochen, den gefährlichen Klimawandel zu stoppen. Jetzt kommt es darauf an, die zugesagten Ziele auch einzuhalten und mit Leben zu füllen. Wir sind bereit, die Entwicklungsländer bei dieser Herausforderung zu unterstützen und unsere Erfahrungen zu teilen. Das soll unseren Partnerländern auch neue Entwicklungschancen geben. Ich glaube, dass diese Initiative ein wichtiges politisches Signal der nächsten Klimakonferenz in Marrakesch sein wird."

Minister Müller: "Der Klimawandel treibt Millionen Menschen aus den Dürreregionen Afrikas und den Küstengebieten Asiens in die Flucht. Nur wenn wir alle gemeinsam wirksam den Klimaschutz voranbringen, können wir eine Welt ohne Hunger und Armut schaffen. Das ist eine zentrale Herausforderung der Staatengemeinschaft im 21. Jahrhundert und die Voraussetzung für Frieden und eine gerechte und faire Globalisierung."

Das Solarkraftwerk in Ouarzazate in Marokko versorgt schon jetzt 350.000 Menschen mit sauberem Strom, schafft Arbeitsplätze und Unabhängigkeit von Energieimporten und schützt das Klima.

Die Partnerschaft wird aus Entwicklungsländern, Geberländern, institutionellen Partnern und Nichtregierungsorganisationen bestehen. Die Mitgliedschaft ist offen für alle Länder. Um den Aufbau der Partnerschaft zu unterstützen, werden BMZ und BMUB den Aufbau eines Sekretariats in Washington und Bonn finanzieren. Beide Ministerien werden ihre Klimaschutzprojekte zudem noch stärker an der Umsetzung der Pariser Klimaschutzbeiträge ausrichten.

Zu den konkreten Aufgaben der Umsetzungspartnerschaft gehört es, den schnellen Zugang zu maßgeschneiderter Beratung von Entwicklungsländern zu organisieren. Die Partnerschaft wird dabei auf dem Wissen und der Arbeit zahlreicher Organisationen, Initiativen und Plattformen aufbauen. Es soll auch eine Anlaufstelle geben, an die sich Entwicklungsländer mit konkreten Klimaschutzfragen wenden können – zum Beispiel zum Aufbau erneuerbarer Energien, nachhaltiger Stadtentwicklung, klimaresilienter Landwirtschaft und vielem mehr. Außerdem soll die Partnerschaft dafür sorgen, dass die verschiedenen Geber in den Ländern bei der Paris-Umsetzung Hand in Hand arbeiten.


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