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Nordafrika

Reise von Bundesminister Müller nach Marokko, Algerien und Tunesien


Wartung eines Solarmoduls in Marokko durch einen Techniker

Pressemitteilung vom 25.02.2016 |

Berlin – Die Mittelmeerländer Nordafrikas stabilisieren, wirtschaftliche Impulse setzen und Perspektiven für junge Menschen schaffen – das sind die Schwerpunkte der Reise von Bundesminister Dr. Gerd Müller nach Marokko, Algerien und Tunesien. Am Abend ist der Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zu einer viertägigen Reise in die Region aufgebrochen.

Gerd Müller: "Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit hat das Ziel, die Länder Nordafrikas politisch und wirtschaftlich zu stabilisieren. Schaffen wir es nicht, die nordafrikanischen Mittelmeerstaaten bei ihrem gesellschaftlichen Umbruch erfolgreich zu unterstützen, machen sich die Menschen auf der Suche nach einer besseren Zukunft auf den Weg nach Europa." Bei seinen politischen Gesprächen wird Minister Müller auch auf eine Verbesserung der Rückführung ausreisepflichtiger Asylbewerber in ihre Heimatländer drängen und Unterstützung bei der Wiedereingliederung der Rückkehrer anbieten.

Auf der ersten Station der Reise, in Marokko, geht es neben beruflicher Bildung insbesondere um die Zusammenarbeit bei der Energieversorgung. Mit dem Solarkraftwerk in Ouarzazate haben Deutschland und Marokko auch mit deutschen Unternehmen das größte Kraftwerk dieser Art weltweit errichtet. Schon heute versorgt es 350.000 Menschen mit sauberem Strom, schafft Arbeitsplätze, Unabhängigkeit von Energieimporten und schützt zugleich das Klima.

Auch in Algerien fördert das BMZ die Ausbildung auf innovativen Zukunftsfeldern. Zusammen mit der Afrikanischen Union engagiert sich Deutschland für die Ausbildung junger afrikanischer Wissenschaftler an der panafrikanischen Universität.

Minister Müller: "Mit Bildung und Ausbildung schaffen wir Perspektiven für talentierte Nachwuchskräfte und stärken Afrika als Zukunftskontinent. Damit stoppen wir den Trend, dass immer mehr gut ausgebildete junge Afrikaner ihren Heimatkontinent verlassen, weil sie bei sich zu Hause keine Zukunft sehen. Die panafrikanische Universität ist deshalb ein Beispiel, dem noch viele andere Hochschulen und Kooperationen zwischen Afrika und Europa folgen müssen."

Um die schwierige Situation in der Tourismusindustrie nach den Terroranschlägen geht es unter anderem beim Besuch in Tunesien. Im Fokus der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Deutschland stehen deshalb vor allem die Beschäftigungsförderung sowie die Wasserversorgung und der Aufbau von Verwaltungsstrukturen in ländlichen Gebieten. Insgesamt haben durch die deutsch-tunesische Kooperation über eine halbe Million Menschen in Tunesien frisches Trinkwasser erhalten. Darüber hinaus konnten durch ein Investitionsprogramm zum Aufbau der öffentlichen Infrastruktur über 100.000 Menschen einen Arbeitsplatz finden.

Minister Müller: "Beispiele wie unsere Zusammenarbeit in Tunesien, Algerien und Marokko zeigen: Deutsche Entwicklungszusammenarbeit wirkt. Der Schlüssel zur Lösung der Flüchtlingskrise liegt auch hier in den Ländern selbst. Zusammen mit der Wirtschaft können wir in Nordafrika ein riesiges Wirtschaft- und Investitionsprogramm entwickeln. Jeder dort investierte Euro setzt ein Vielfaches an Wirkung frei. Wenn sich Europa hier nicht endlich zum Handeln entschließt, werden wir das teuer bezahlen müssen."

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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