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Flüchtlingshilfswerk

Antrittsbesuch des neuen UNHCR-Chefs im BMZ


Filippo Grandi, Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller

17.02.2016 |

Berlin – Bei seinem heutigen Treffen mit Bundesminister Dr. Gerd Müller hat der neue Chef des Flüchtlingshilfswerkes der Vereinten Nationen (UNHCR), Filippo Grandi, Deutschland seinen Dank für die Unterstützung ausgesprochen. Deutschland ist der fünftgrößte Geber des UNHCR.

Minister Müller: "Es ist wichtig, dass die Hilfsprogramme der Vereinten Nationen aus ihrer permanenten Bittsteller-Rolle herauskommen. Dafür haben sie die volle Unterstützung Deutschlands. Wir setzen große Hoffnungen auf Herrn Grandi. Ein neuer Mann an der Spitze des UNHCR kann vieles bewegen."

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Syrienkrise. Beide Seiten waren sich einig, dass ein Waffenstillstand der nächste, wesentliche Schritt sein müsse, um die Lage zu verbessern. Sicherheit für das eigene Leben sei die entscheidende Voraussetzung, damit die Menschen nicht aus Syrien fliehen. Zugleich erreicht nur dann mehr internationale Hilfe das Land.

Der nächste Schritt sei der Aufbau von Basisinfrastruktur. Menschen, die im eigenen Land auf der Flucht sein, würden als erste in ihre Heimatregion zurückkehren. Damit sie dort bleiben können, müsse es Strom und Wasser geben.

Minister Müller: "Der Wiederaufbau Syriens wird ein großer Kraftakt – für die Menschen im Land, für Syriens Nachbarn und für die internationale Gebergemeinschaft. Das Land ist weitgehend zerstört, die städtische Infrastruktur liegt in Trümmern. Wir stehen bereit, am 'Tag X' sofort unsere Infrastrukturprojekte auf Syrien auszuweiten."

Das Bundesentwicklungsministerium setzt 2016 insgesamt rund drei Milliarden Euro für die Unterstützung von Flüchtlingen und die Bekämpfung von Fluchtursachen weltweit ein. Der Schwerpunkt liegt auf der Nahostregion.

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