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Naher Osten

Abschluss der Reise nach Israel und in die Palästinensischen Gebiete

Friedensbemühungen müssen von beiden Seiten ausgehen – Ausbildung und Beschäftigung als Perspektiven


Blick auf Jerusalem

03.12.2016 |

Berlin – Zum Abschluss seiner dreitägigen Reise nach Israel und in die Palästinensischen Gebiete hat Bundesentwicklungsminister Müller von Israelis und Palästinensern mehr Einsatz zur Lösung ihres jahrzehntelangen Konfliktes gefordert. Müller machte sich vor Ort ein Bild von der Situation der Menschen in Gaza und den sogenannten C-Gebieten des Westjordanlands, die unter alleiniger israelischer Kontrolle stehen. Er sprach unter anderem mit Premierminister Netanjahu und dem palästinensischen Finanzminister Bischara.

Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: "Frieden und Versöhnung sind die Grundlage für Entwicklung. Die Weltgemeinschaft ist bereit, den Friedensprozess weiterhin stark zu unterstützen. Dies funktioniert jedoch nur, wenn auch die Konfliktparteien Einsatz zeigen. Vor allem die junge Generation muss stärker einbezogen werden. Sie weiß, wie man in anderen Teilen der Welt leben kann. Durch sie könnten Entwicklungssprünge passieren. Wer auf Gewalt setzt, verspielt seine Zukunft. Den jungen Menschen in Gaza und in den Palästinensischen Gebieten geht es schlechter als ihren Eltern vor 20 oder 30 Jahren."

Als Ergebnis der Reise will Minister Müller deshalb künftig noch stärker Ausbildung und Beschäftigung für Jugendliche besonders in Gaza fördern: "Gaza braucht Handwerker, die Jugend braucht Jobs. Wer Arbeit hat, hat Zukunft. Wer Zukunft hat, setzt nicht auf Gewalt." Das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) ist bereits in den Palästinensischen Gebieten im Bildungsbereich tätig und hat seit 2004 rund 170.000 Schülerinnen und Schüler den Unterricht ermöglicht. Beim beschäftigungsintensiven Bau von sozialer Infrastruktur wie Kindergärten und Gesundheitsstationen wurden seit 2004 rund 20.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Müller besuchte in Bethlehem auch das Flüchtlingslager "Aida" des UN-Hilfwerks für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA). Rund 6.000 Menschen leben hier teilweise seit Jahrzehnten. Von den rund 2,5 Millionen Palästinensern, die im Westjordanland leben, sind ca. 770.000 als Flüchtlinge bei UNRWA registriert. Davon lebt knapp ein Drittel, meist die ärmsten der Flüchtlinge, in einem der 19 UNWRA-verwalteten Flüchtlingslagern. Deutschland zählt zu den fünf größten Unterstützern von UNRWA.

Über die gesundheitliche Versorgung für die Palästinenser informierte sich Bundesminister Müller unter anderem im Auguste-Viktoria-Krankenhaus. Auch schwerstkranke Menschen aus Gaza können in diesem Krankenhaus in Ost-Jerusalem behandelt werden. Beim Besuch des Krankenhauses sagte Müller eine Million Euro für die weitere Unterstützung des Krankenhauses zu. Damit könne eine neue Anlage für die Strahlentherapie von Krebskranken finanziert werden.

Deutschland zählt zu den wichtigsten Gebern der Palästinensischen Gebiete. Das BMZ hat 2016 rund 86 Millionen Euro für die palästinensische Entwicklung zugesagt. Ziel ist es, Entwicklungschancen für alle Palästinenserinnen und Palästinenser zu schaffen – unabhängig davon, ob sie in Gaza, im Westjordanland oder in Ost-Jerusalem leben.

Galerie mit Bildern der Reise

Zum Auftakt seines Besuches in Israel und in den Palästinensischen Gebieten hat sich Bundesentwicklungsminister Gerd Müller in Jerusalem mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu getroffen.
Bildergalerie öffnen gallery28648861_2../../../../../mediathek/bildergalerien/20161201_reise_israel_palaestinensische_gebiete/israel_015_thumb.jpgUte Grabowsky/photothek.net Bildergalerie öffnen

Zum Auftakt seines Besuches in Israel und in den Palästinensischen Gebieten hat sich Bundesentwicklungsminister Gerd Müller in Jerusalem mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu getroffen.

Bild: © Ute Grabowsky/photothek.net

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Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und der deutsche Botschafter in Israel, Clemens von Goetze, während des Besuchs der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem

Bild: © Ute Grabowsky/photothek.net

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Kranzniederlegung in Yad Vashem

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Straßenszene in Gaza

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Entwicklungsminister Gerd Müller beim Besuch einer Grundschule in Gaza

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Entwicklungsminister Gerd Müller beim Besuch einer Grundschulklasse in Gaza

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Schülerinnen einer Grundschule in Gaza

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Grenzgebiet zwischen Israel und Gaza

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Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und der palästinensische Minister für Bau und Infrastruktur, Mufid al-Hasayneh, bei der Grundsteinlegung für ein Klärwerk

Bild: © Ute Grabowsky/photothek.net

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Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und der palästinensische Minister für Bau und Infrastruktur, Mufid al-Hasayneh, bei der Grundsteinlegung für ein Klärwerk

Bild: © Ute Grabowsky/photothek.net

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Händler in der Altstadt von Jerusalem

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Spaziergang durch die Altstadt von Jerusalem

Bild: © Ute Grabowsky/photothek.net

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Blick auf Jerusalem

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Minister Müller mit Walid Nammour, dem Direktor des Auguste-Viktoria-Krankenhauses in Ost-Jerusalem. Auch schwerstkranke Menschen aus Gaza werden in diesem Krankenhaus behandelt.

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Zum Auftakt seines Besuches in Israel und in den Palästinensischen Gebieten hat sich Bundesentwicklungsminister Gerd Müller in Jerusalem mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu getroffen.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und der deutsche Botschafter in Israel, Clemens von Goetze, während des Besuchs der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem

Kranzniederlegung in Yad Vashem

Straßenszene in Gaza

Entwicklungsminister Gerd Müller beim Besuch einer Grundschule in Gaza

Entwicklungsminister Gerd Müller beim Besuch einer Grundschulklasse in Gaza

Schülerinnen einer Grundschule in Gaza

Grenzgebiet zwischen Israel und Gaza

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und der palästinensische Minister für Bau und Infrastruktur, Mufid al-Hasayneh, bei der Grundsteinlegung für ein Klärwerk

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und der palästinensische Minister für Bau und Infrastruktur, Mufid al-Hasayneh, bei der Grundsteinlegung für ein Klärwerk

Händler in der Altstadt von Jerusalem

Spaziergang durch die Altstadt von Jerusalem

Blick auf Jerusalem

Minister Müller mit Walid Nammour, dem Direktor des Auguste-Viktoria-Krankenhauses in Ost-Jerusalem. Auch schwerstkranke Menschen aus Gaza werden in diesem Krankenhaus behandelt.


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