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Senegal, Niger, Ruanda

Zukunftschancen ausbauen, Bleibeperspektiven stärken

Entwicklungsminister Müller auf Afrikareise


Bundesentwicklungsminister Gerd Müller beim Besuch eines nichtstaatlichen Entwicklungsprojekts im Senegal

Pressemitteilung vom 08.08.2016 |

Berlin – Afrikas Flucht- und Transitländer für Flüchtlinge noch stärker als bisher unterstützen und mehr Perspektiven für junge Menschen auf unserem Nachbarkontinent schaffen – das steht im Mittelpunkt der heute beginnenden fünftägigen Afrikareise von Bundesminister Dr. Gerd Müller.

Neben Senegal und Ruanda wird der Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung auch Niger besuchen. Der westafrikanische Staat, der zu den ärmsten der Welt gehört, ist eines der großen Transitländer für Menschen, die in Richtung Libyen ziehen, um von dort über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.

Minister Müller: "Wir haben gemeinsam die Verantwortung dafür zu sorgen, dass nicht tausende Menschen die lebensgefährliche Flucht durch die Sahara und über das Mittelmeer versuchen. Gemeinsam mit unseren afrikanischen Partnern müssen wir mehr in Schule, Ausbildung und Beschäftigung der jungen afrikanischen Generation investieren. Wenn wir die Probleme nicht vor Ort lösen, kommen die Probleme zu uns."

Im Senegal, der ersten Station der Reise, ist Deutschland vor allem auf dem Sektor der erneuerbaren Energien aktiv. 2,7 Millionen Menschen bekommen Strom durch erneuerbare Energien und dies auch in abgelegenen ländlichen Gebieten. Besonders erfolgreich ist die Ausbildung von jungen Menschen in Berufen der erneuerbaren Energietechnik. So wurde ein entsprechender Studiengang entwickelt sowie 14 öffentliche Berufsschulen unterstützt.

In Niger will sich Minister Müller ein Bild von der Flüchtlingssituation in der Wüstenstadt Agadez machen. 90 Prozent der Flüchtlinge aus West- und Zentralafrika – im vergangenen Jahr 120.000 Menschen – passieren die Stadt auf ihrer Fluchtroute weiter durch die Sahara nach Libyen, um über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Durch neue EU-Programme soll es gelingen, für Flüchtlinge Beratungs- und Rückkehrangebote in ihre Heimatländer bereitzustellen.

Minister Müller: "Die Weltgemeinschaft muss bei ihrer Arbeit noch tiefer als bisher an den Ursachen der Flüchtlingsströme in Afrika ansetzen. Dazu gehört neben dem Klimawandel und den daraus entstehenden Hungerkatastrophen die faire Teilhabe der Menschen auf dem afrikanischen Kontinent an ihren Ressourcen. Wir können unseren Wohlstand nicht weiter auf Kosten von Menschen leben, die in Minen oder auf Plantagen ausgebeutet werden. Nur wenn wir zu einem fairen Ausgleich kommen, werden auch die Menschen in Afrika Chancen auf ein besseres Leben haben."

Neben der deutschen Unterstützung in den Bereichen erneuerbare Energien, beruflicher Ausbildung, Landwirtschaft und Gesundheit stehen auch die Themen Korruptionsbekämpfung und Aufbau von eigenen Staatsfinanzen auf der Agenda der Reise. In Ruanda – ein positives Beispiel für Reformen und Entwicklungserfolge – sorgt ein Rechnungshof für sichtbare Ergebnisse im Kampf gegen die Korruption. Zum Abschluss wird Minister Müller auch das Kigali Memorial Centre in Gisozi besuchen. Die zentrale Gedenkstätte erinnert an die über 800.000 Opfer des Genozids im ruandischen Bürgerkrieg vor 22 Jahren.

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