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Lieferketten

Das Textilbündnis gewinnt international an Profil

Silberhorn bei EU Garment Initiative


Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn bei einer EU-Konferenz zum Thema "Verantwortungsvolles Management der Lieferketten im Bekleidungssektor" am 25. April 2016 in Brüssel

Pressemitteilung vom 25.04.2016 |

Brüssel – "Mit der EU Garment Initiative gewinnt unser Bündnis für nachhaltige Textilien international starke Partner und damit an Glaubwürdigkeit und Schlagkraft. Im engen Schulterschluss mit unseren Partnern auf EU-Ebene können wir die Lebens- und Umweltbedingungen der Arbeiterinnen und Arbeiter in der globalen Textilindustrie verbessern", erklärte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Thomas Silberhorn, im Rahmen der EU High-level Conference on Responsible Management of the Supply Chain in the Garment Sector am 25. April 2016 in Brüssel.

Fast auf den Tag genau drei Jahre nach dem tragischen Fabrikeinsturz von Rana Plaza mit über 1.100 Todesopfern bildet die Konferenz den Auftakt einer EU-weiten Initiative für eine effektivere Umsetzung von Sozial- und Umweltstandards in der Textil-Lieferkette. Im Rahmen der Konferenz bestand unter Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft Einigkeit über das Potenzial der EU Garment Initiative.

Die EU hat den stärksten Binnenmarkt der Welt und ist der bedeutsamste Importeur für Bekleidung weltweit. Mit der gebündelten Macht der Nachfrage sollen die sozialen und ökologischen Standards in den Produktionsländern nachhaltig gestärkt werden. Zudem soll durch mehr Transparenz die Einhaltung unternehmerischer Sorgfaltspflichten verbessert werden. Zugleich wird die EU Garment Initiative zu einheitlichen Wettbewerbsbedingungen beitragen. Der Einsatz für Arbeits- und Sozialstandards ist auch ein direktes Engagement für Frauenrechte; mehr als drei Viertel aller Beschäftigten in der globalen Textil- und Bekleidungsindustrie sind Frauen.

Das Bündnis für nachhaltige Textilien wurde am 16. Oktober 2014 auf Initiative des Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller, in Berlin gegründet. Es bringt Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft und der Bundesregierung zusammen, um soziale, ökologische und ökonomische Verbesserungen entlang der Textillieferkette zu erreichen. Die schrittweise Umsetzung der Bündnisziele, dass Bekleidung unter besseren ökologischen und sozialen Bedingungen hergestellt wird, hat im Herbst 2015 begonnen, vor allem durch zusätzliche Vorhaben in den Produktionsländern Asiens.

Parlamentarischer Staatssekretär Silberhorn: "Mit über 180 Mitgliedern im Textilbündnis und einem Anteil von über 55 Prozent am deutschen Einzelhandelsmarkt sind wir bereits jetzt auf einem sehr guten Weg, die Bedingungen zugunsten der Menschen und der Umwelt in den Produktionsländern zu verbessern."

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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