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Neue OECD-Zahlen

Deutsche ODA-Quote 2015 steigt auf 0,52 Prozent


Pressemitteilung vom 13.04.2016 |

Für die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit hat Deutschland im vergangenen Jahr rund 26 Prozent mehr bereitgestellt. Das zeigen die heute von der OECD veröffentlichten vorläufigen Zahlen zu den staatlichen Leistungen für Entwicklungszusammenarbeit, die als ODA (Official Development Assistance) bezeichnet werden. Die Höhe der deutschen ODA-Leistungen betrug 2015 rund 16 Milliarden Euro. Damit bleibt Deutschland der drittgrößte Geber von Entwicklungsleistungen nach den USA und Großbritannien.

Die deutsche ODA-Quote, das heißt, das Verhältnis der öffentlichen Entwicklungsleistungen zum Bruttonationaleinkommen, stieg auf 0,52 Prozent. Im Jahr 2014 waren es noch 0,42 Prozent.

Bundesminister Dr. Gerd Müller: "Wir stehen mit der Flüchtlingskrise vor einer historischen Herausforderung. Dieser Herausforderung tragen wir erneut mit einer erheblichen Steigerung des Haushalts des Entwicklungsministeriums Rechnung. Höhere Flüchtlingskosten in Deutschland sind dabei keine Konkurrenz für unser Ziel, den Flüchtlingen in der Krisenregion rund um Syrien zu helfen und eine langfristige Perspektive zu geben: Mit Schulunterricht, Ausbildung, Arbeit. Jeder Euro, den wir vor Ort in Bleibeperspektiven investieren, bewirkt 20-mal mehr als in Deutschland."

Deutschland hat die Berechnung der ODA-anrechenbaren Flüchtlingskosten im Inland moderat den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Wir befinden uns hier im internationalen Vergleich im Mittelfeld. Angesichts der hohen Zahl von Geflüchteten in Europa ist der Anteil dieser Ausgaben auch bei den anderen europäischen Gebern stark angestiegen. Ohne diese Ausgaben stiegen die deutschen ODA-Mittel um sieben Prozent.

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