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Ostafrika

Fluchtursachen bekämpfen – Afrikabeauftragter Günter Nooke reist nach Uganda


Straßenszene in Kampala, Uganda

Pressemitteilung vom 22.09.2015 |

Kampala/Berlin – Der Persönliche Afrikabeauftragte der Bundeskanzlerin und Afrikabeauftragte des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Günter Nooke, trifft heute zu einem viertägigen Besuch in dem ostafrikanischen Uganda ein. Teil der Reise sind politische Gespräche mit Ugandas Premier- und Finanzminister zu den Themen Migration und Klimawandel.

"In diesen Bereichen müssen wir unsere Zusammenarbeit mit den afrikanischen Partnern intensivieren. Nur wenn alle Seiten Verantwortung übernehmen, können wir Fluchtursachen bekämpfen und den Klimawandel eindämmen", betonte Nooke im Vorfeld seiner Reise. Anlass der Gespräche sind neben der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit die im November anstehende EU-Konferenz in La Valetta zum Thema Migration und Flucht sowie die UN-Klimakonferenz in Paris.

Auf seiner Reise wird Günter Nooke auch mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) in Uganda sprechen. Durch die anhaltenden Konflikte im Südsudan und Burundi steigt die Anzahl der Flüchtlinge, die in Uganda Schutz suchen. "Die Kapazitäten von Regierung und UNHCR kommen an ihre Grenzen. Wir wollen prüfen, ob wir im Rahmen unserer Sonderinitiative 'Fluchtursachen bekämpfen, Flüchtlinge reintegrieren' die wertvolle Arbeit der ugandischen Regierung sowie des UNHCR in Uganda unterstützen können", so Nooke.

Am Mittwoch wird Günter Nooke als Hauptredner den offiziellen Startschuss für den GroFin Small and Growing Business Fonds geben. Der Fonds wird von Deutschland und weiteren Geberländern finanziert. Die geförderten kleinen und wachstumsstarken Unternehmen erhalten Darlehen oder, in kleinerem Umfang, Eigenkapital sowie strategische Beratung. So soll zusätzliche, dauerhafte und qualitativ hochwertige Beschäftigung in ausgewählten Ländern Afrikas geschaffen werden.

Weitere Stationen der Reise sind der Besuch einer Kaffeefarm sowie unterschiedlicher Projekte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Uganda. Am Freitag wird Nooke mit Vertretern der ugandischen Start-Up-Szene zusammentreffen. Begleitet wird Herr Nooke von einer Wirtschaftsdelegation. Deutsche Firmen sind in Uganda vor allem in den Bereichen landwirtschaftliche Produktion und Infrastruktur aktiv.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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