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Fluchtursachen bekämpfen

Unterstützung für Flüchtlinge: Silberhorn sagt Pakistan zehn Millionen Euro zu


Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn in einer Registrierungsstelle für Flüchtlinge in Islamabad im Gespräch mit afghanischen Flüchtlingen.

Pressemitteilung vom 18.09.2015 |

"Die Flüchtlingskrise erfordert unser verstärktes Engagement in den Herkunfts- und Transitländern", so Thomas Silberhorn im Rahmen seines Besuchs einer der zentralen Registrierungsstellen für afghanische Flüchtlinge in Islamabad. Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung informierte sich in der von der Regierung und vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) betriebenen Einrichtung über die Lage von Flüchtlingen in Pakistan.

Pakistan trägt bei der Versorgung von 1,6 Millionen registrierten afghanischen Flüchtlingen die Hauptlast und ist daher auf internationale Unterstützung angewiesen. Deutschland hilft über das UN-Flüchtlingshilfswerk dabei, die Lebensbedingungen der Flüchtlinge in Pakistan zu verbessern und ihnen eine sichere Rückkehr nach Afghanistan zu ermöglichen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt Pakistan und Afghanistan bei der Versorgung, Registrierung und der sicheren Rückkehr von Flüchtlingen derzeit mit Projekten in einem Umfang von 19,5 Millionen Euro.

Bei einem Treffen mit dem pakistanischen Finanzminister Ishaq Dar sicherte Thomas Silberhorn Pakistan zudem Unterstützung bei der Reintegration von Binnenflüchtlingen und dem Wiederaufbau der durch die Kämpfe zwischen pakistanischen Taliban und Militär zerstörten Infrastruktur in der Grenzregion zu Afghanistan in Höhe von zehn Millionen Euro zu.

Um die wirtschaftliche Entwicklung in den Grenzregionen zu stärken, wurde mit Finanzminister Dar ein Darlehensvertrag für die Rehabilitierung des Wasserkraftwerks Warzak in Höhe von 40 Millionen Euro durch die deutsche Entwicklungsbank KfW unterzeichnet. In Lahore setzte Thomas Silberhorn den Spatenstich für ein Umspannwerk, das ebenfalls über ein KfW-Darlehen finanziert wird und für die Stromversorgung der Millionenmetropole eine wichtige Lücke schließt.

In Lahore eröffnete Silberhorn gemeinsam mit dem pakistanischen Textilverband ein Zentrum für nachhaltige Textilproduktion. "Die pakistanische Textilindustrie hat durch Zollerleichterungen der EU die Exporte nach Europa steigern können. Wir möchten mit dem Nachhaltigkeitszentrum und unserer Beratung dabei unterstützen, dass die Textilindustrie Sozial- und Umweltstandards am Beginn der Lieferkette verbessert."

Daneben führte Thomas Silberhorn Gespräche mit dem Ministerpräsidenten des Punjab, Shahbaz Sharif, der Deutsch-Pakistanischen Freundschaftsgruppe der Nationalversammlung sowie der Regierung der Provinzregion Khyber Pakhtunkhwa. Dabei brachte der Parlamentarische Staatssekretär seine Sorge über die aktuelle Menschenrechtslage und die Wiedereinführung der Todesstrafe im Rahmen des Antiterrorkampfes zum Ausdruck. Bei einem Treffen mit dem Erzbischof von Lahore, Sebastian Francis Shaw, informierte sich Silberhorn über die Lage der Christen und den interreligiösen Dialog.

In Lahore eröffnete Thomas Silberhorn eine Geburtsklinik. Pakistan hat eine der höchsten Müttersterblichkeitsrate Asiens bei einer gleichzeitig stark wachsenden, jungen Bevölkerung. 

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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