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Umwelt- und Klimaschutz

Deutschland und Ecuador setzen Zusammenarbeit im Umweltschutz fort


Eine Delegation aus Ecuador zu Besuch beim BMZ. Von links nach rechts: Gabriela Rosero, Leiterin des Technischen Sekretariats für Internationale Zusammenarbeit SETECI, Umweltministerin Lorena Tapia Núnez, Staatssekretär Dr. Friedrich Kitschelt, Botschafter Jorge Jurado und Fernando Yépez, Staatssekretär für Nordamerika und Europa im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und Menschliche Mobilität

Pressemitteilung vom 11.09.2015 |

Berlin – Deutschland und Ecuador setzen nach einer sechsmonatigen Unterbrechung ihre Entwicklungszusammenarbeit fort. Das betrifft vor allem gemeinsame Projekte im Umweltbereich.

Bundesminister Dr. Müller: "Mit seinen einzigartigen Regenwaldbeständen ist Ecuador ein wichtiger Partner Deutschlands im internationalen Klimaschutz. Wir werden Ecuador weiterhin dabei unterstützen, seinen Reichtum an natürlichen Ressourcen so zu nutzen, dass auch künftige Generationen davon profitieren können. Wir stellen Ecuador unser Know-how und unsere Erfahrungen bei der nachhaltigen Bewirtschaftung von Wäldern zur Verfügung."

Die Regierungen beider Staaten wollen an die Tradition der guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Ecuador anknüpfen und die Beziehungen in allen Bereichen festigen, bilateral und multilateral. Parlamentarische Aktivitäten wie der Austausch von Delegationen und Besuchsreisen von Abgeordnetengruppen sollen als wichtige Instrumente der Zusammenarbeit gefördert werden.

An den jüngsten Gesprächen nahmen für die Bundesregierung Vertreter des Auswärtigen Amtes, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit teil. Auf ecuadorianischer Seite waren das Außen- und das Umweltministerium sowie die Behörde für internationale Zusammenarbeit vertreten.

Beide Seiten einigten sich darauf, die Projekte zum Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen im Amazonasraum fortzuführen. So unterstützt Deutschland die ecuadorianische Regierung beispielsweise beim Monitoring der Waldbestände oder beim Management der nationalen Schutzgebiete. Für die lokale Bevölkerung werden Anreize geschaffen, die Waldbestände wieder aufzuforsten und nachhaltig zu nutzen, etwa durch den Anbau von Kakao.

Das bisherige deutsch-ecuadorianische Sonderprogramm im Biosphärenreservat und Nationalpark Yasuní zum Schutz der Artenvielfalt und der dort lebenden indigenen Völker soll künftig überregional ausgerichtet werden.

Ecuador ist – im Verhältnis zu seiner Fläche – das Land mit der größten Artenvielfalt der Welt. Insbesondere die Regenwaldbestände im Amazonastiefland sind durch den wichtigsten Wirtschaftssektor des Landes, die Erdölindustrie, und die hohe Entwaldungsrate bedroht. Dennoch konnte die Abholzungsrate in der Region in letzten Jahrzehnten deutlich reduziert werden.

Hintergrund:

Im vergangenen Dezember hatte die ecuadorianische Regierung Mitgliedern des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages die Einreise verweigert und die Umweltzusammenarbeit mit Deutschland aufgekündigt.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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