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Weltbank-Jahrestagung

Mehr Einsatz für Klimafinanzierung und zur Bewältigung der Flüchtlingskrise

Weltbank-Jahrestagung erfolgreich abgeschlossen


Gruppenbild des Entwicklungskommittees der Weltbank bei der Jahrestagung in Lima

13.10.2015 |

Mit neuen Zusagen für die Klimafinanzierung und neuen Initiativen zur Reaktion auf die Flüchtlingskrise im Nahen Osten hat die Weltbankgruppe ihre Jahrestagung in Lima erfolgreich abgeschlossen.

Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: "Die Ankündigungen für zusätzliche Mittel zur Klimafinanzierung stimmen zuversichtlich, dass das Ziel von 100 Milliarden US-Dollar jährlich für die Klimafinanzierung erreicht werden kann. Dies ist ein positives Signal für die bevorstehenden Verhandlungen über ein neues Klimaschutzabkommen im Dezember in Paris."

Über 30 Finanz- und Entwicklungsminister und die Präsidenten der multilateralen Entwicklungsbanken diskutierten über die Mobilisierung weiterer Finanzierungsmittel bis 2020. Viele Banken und Länder wollen ihre Beiträge bis 2020 verdoppeln. Silberhorn: "Hier hat die Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Petersberger Klimadialog im Mai, die deutsche Klimafinanzierung zu verdoppeln, die Messlatte gesetzt. Es ist erfreulich, wie viele diesem Beispiel folgen."

Bei einem Treffen mit UN-Generalsekretär Ban Ki-moon stellte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim die neue Strategie der Weltbankgruppe zur Stabilisierung der Lage im Nahen Osten und in Nordafrika vor. Die Flucht von über 15 Millionen Menschen aus der Region bezeichnete Kim als die größte Vertreibungskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Neue Finanzierungsinstrumente sollen die wirtschaftliche und soziale Situation verbessern und so zu Frieden und Sicherheit beitragen. Ziel der Weltbank ist die Unterstützung der Aufnahme von Flüchtlingen in der Region und des Wiederaufbaus.

Parlamentarischer Staatssekretär Silberhorn: "Die Flüchtlingskrise ist kein regionales Problem, sondern eine Herausforderung für die gesamte internationale Gemeinschaft. Das erfordert eine gemeinsame Kraftanstrengung aller Akteure. Es ist daher eine wichtige Botschaft, dass die Weltbank und die regionalen Entwicklungsbanken für die Stabilisierung des Nahen Ostens und Nordafrikas mehr tun werden. Zu begrüßen ist insbesondere das Engagement der Islamischen Entwicklungsbank, die regionale Staaten besser mit einbeziehen kann."

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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