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Regierungsverhandlungen

Deutschland setzt Zusammenarbeit mit Mali fort


Wasserturm der Gemeinde Tienfala in Mali

23.11.2015 |

Berlin Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird Mali für die kommenden drei Jahre Mittel in Höhe von 74 Millionen Euro bereitstellen. Darauf haben sich Regierungsvertreter beider Seiten nach dreitägigen Verhandlungen geeinigt.

Mit den neuen Zusagen wird die Zusammenarbeit in den bisherigen Schwerpunkten Dezentralisierung und gute Regierungsführung, Nachhaltige Landwirtschaft sowie Wasserver- und Abwasserentsorgung fortgesetzt.

Bei einem abschließenden Treffen mit den Regierungsvertretern aus Mali hat der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn die bisherigen vertrauensvollen und sehr guten Beziehungen zwischen Mali und Deutschland hervorgehoben.

Thomas Silberhorn: "Der jüngste Terror zeigt, wie angespannt die Lage in Mali ist. Terrorbekämpfung muss einhergehen mit Stabilisierung und Entwicklung des Landes. Mali nimmt eine Schlüsselrolle für die Stabilität der gesamten Sahel-Region ein. Wir unterstützen Mali dabei, seinen Bürgerinnen und Bürgern bessere Lebens- und Zukunftsperspektiven zu bieten. Sicherheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit im gesamten Land müssen aufgebaut und gefestigt werden. Dabei hat die Regierung Malis eine große Verantwortung."

Mali ist seit der Unabhängigkeit 1961 ein wichtiges Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit hat Mali seit 2013 Mittel in Höhe von rund 205 Millionen Euro für die Ernährungssicherung, Stärkung der lokalen Behörden und die Versorgung der Menschen mit Trinkwasser und Sanitäranlagen zur Verfügung gestellt.

Die Bundesregierung verfolgt in Mali einen vernetzten Ansatz mit unterschiedlichen Instrumenten der Entwicklungs-, Außen- und Sicherheitspolitik. Die deutsche entwicklungspolitische Zusammenarbeit leistet einen wichtigen Beitrag zum Friedens- und Stabilisierungsprozess in Mali. Dieser Prozess befindet sich derzeit in einer entscheidenden Phase. Denn nach dem Putsch im Jahr 2012 und der anschließenden Rückkehr zur Demokratie kommt es jetzt darauf an, den zwischen der malischen Regierung und den Rebellengruppen im Norden unterzeichneten Friedensvertrag von Algier umzusetzen.

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