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Afghanistan

Minister Müller: Sicherheit in Afghanistan ist Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung

Ausbildung von zukünftigen Lehrerinnen am Teacher Training College in Masar-e Scharif, Afghanistan

18.11.2015 |

Berlin – Entwicklungsminister Müller hat die Sicherheit in Afghanistan als eine grundlegende Voraussetzung für die weitere zivile Entwicklung im Land hervorgehoben.

Müller dazu am Rande der Kabinettssitzung: "Die Menschen in Afghanistan brauchen Sicherheit und bessere Perspektiven. Ohne ein Mindestmaß an Sicherheit kann die Entwicklungszusammenarbeit nicht wirksam sein. Wir müssen den Menschen Chancen im eigenen Land bieten. Wir haben unsere Entwicklungszusammenarbeit mit Afghanistan auf Schwerpunkte wie Bildung, Wirtschaftsentwicklung und Energieversorgung konzentriert. Wir werden weiter hart daran arbeiten, dort wo es die Sicherheit erlaubt, die Entwicklungserfolge abzusichern und auszubauen. Die Menschen in Afghanistan müssen in ihrem Land eine Perspektive erhalten, jenseits von Krieg und Gewalt."

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in Afghanistan hat seit der Wiederaufnahme der Zusammenarbeit im Jahr 2002 eine Vielzahl von Erfolgen erzielt. Entwicklungsfortschritte gibt es beispielhaft in nachfolgenden Bereichen:

Bildung und Ausbildung

  • Seit 2010 wurden Schulgebäude für nahezu 600.000 Schülerinnen und Schüler renoviert oder gebaut und 100.000 Lehrerinnen und Lehrer aus- und fortgebildet.
  • In den Lehrerausbildungszentren (Kabul, Mazar-e-Sharif) werden aktuell 1.225 Studierende (40 Prozent Frauen) ausgebildet.

Wirtschaftsentwicklung

  • Durch den Bau beziehungweise die Instandsetzung von Bewässerungskanälen (rund 86 Kilometer) profitieren knapp 349.000 Menschen von höheren landwirtschaftlichen Erträgen.
  • Über die Unterstützung des Mikrofinanzwesens konnte rund 56.000 Kreditnehmern (Frauenanteil: 16 Prozent), 1.000 kleinen und mittleren Betrieben und 75.000 Mikrosparern geholfen werden.
  • Seit 2005 wurden Kredite in Höhe von 125 Millionen US-Dollar an kleine und mittlere Betriebe in Afghanistan garantiert, damit konnten über 3.500 Unternehmen mit mehr als 33.000 Beschäftigten unterstützt und etwa 6.000 Arbeitsplätze neu geschaffen werden.

Wasserver- und Abwasserentsorgung

  • Rund 800.000 Menschen profitieren von 613 Trinkwassersystemen, die neu gebaut oder restauriert wurden. 
  • Über 600 Personen wurden im Sektor Wasser fortgebildet und können ihr Wissen als Multiplikatoren weitergeben.

Energieversorgung

  • Knapp 1,23 Millionen Menschen profitieren von 600 Kilometern neu verlegten elektrischen Leitungen.
  • 40 Kraftwerke und Umspannwerke wurden neu gebaut oder renoviert.
  • Über 2.500 Personen wurden im Sektor Energie fortgebildet, darunter waren mindestens 110 Frauen.

Gute Regierungsführung und Rechtsstaatlichkeit

  • Über 57.700 Personen wurden unter anderem zu den Themen Anti-Korruption, Rechtsstaatlichkeit und Polizeiwesen fortgebildet.
  • Ein Studienzentrum zur Ausbildung von Frauen im Rechtswesen wurde an der Universität Balkh gegründet.
  • Zwei Universitäten und 25 Regierungsgebäude wurden gebaut.

 

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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