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Erdbeben-Hilfe

Umfangreiche Unterstützung für den Wiederaufbau in Nepal


Behandlung von Kranken und Verletzten in einem Schuppen im Nuwakot-Distrikt in Nepal

13.05.2015 |

Berlin – Das Bundesentwicklungsministerium wird den Wiederaufbau in Nepal nach den Erdbeben dort mit einem umfangreichen Hilfsprogramm unterstützen. Die Schwerpunkte sind die Wiederherstellung der Infrastruktur sowie die Energie- und Gesundheitsversorgung.

Bundesminister Dr. Gerd Müller: "Für die schwierige Wiederaufbauarbeit verstärken wir unsere Unterstützung in Nepal. Unsere Durchführungsorganisationen, die GIZ und die KfW, sind mit zahlreichen Fachkräften vor Ort, allein die GIZ mit 50 internationalen Experten und 160 einheimischen Mitarbeitern. Derzeit liefert Deutschland Nahrungsmittel, Decken, Zelte, Planen sowie Werkzeug in die betroffenen Regionen. In einem nächsten Schritt ist ein umfassendes Wiederaufbauprogramm nötig. Hier reicht die Unterstützung von der Trinkwasserversorgung über den Aufbau von Gesundheitsstationen bis zur Verteilung von Saatgut. Ein Team von Ingenieuren entwickelt derzeit vor Ort mit nepalesischen Experten ein Konzept für den erdbebensicheren Wiederaufbau."

Das Entwicklungsministerium stellt 30 Millionen Euro für das Wiederaufbauprogramm zur Verfügung. Damit wird die Infrastruktur, wie Gebäude, Unterkünfte, Trinkwasser- und Abwasserversorgung und Verkehrswege, wiederhergestellt.

​Zudem ist die Energieversorgung von dem Beben betroffen: unter anderem wurde die zentrale Netzleitwarte in Kathmandu beschädigt, die mit deutscher Unterstützung wiederaufgebaut werden soll. Schäden bei Wasserkraftwerken, Übertragungsleitungen und Umspannstationen sollen behoben werden. Deutschland ist bereits seit Jahren im nepalesischen Gesundheitssektor mit einem festen Team engagiert. Neben dem Wiederaufbau von Krankenhäusern in besonders betroffenen Distrikten und kleineren Gesundheitsstationen vor allem in abgelegenen Gebieten geht es auch um die Beschaffung von medizinischer Ausrüstung und Geräten. Außer direkter Nahrungsmittelhilfe werden auch Saatgut und Düngemittel bereitgestellt werden, um die Eigenversorgung sicherzustellen.

Nach UN-Schätzungen sind mehr als acht Millionen Menschen in Nepal von den Folgen des ersten großen Erdbebens vor gut zwei Wochen betroffen. Über 290.000 Häuser wurden zerstört, die Infrastruktur ist in großen Teilen des Landes zusammengebrochen – viele Nepalesen haben ihr Dach über dem Kopf verloren. Bis heute kommt das Land im Himalaya nicht zur Ruhe. Erst gestern hatte es ein sehr starkes Nachbeben gegeben.

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